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Hitzeschutz an den oberirdischen Stationen der Stadtbahn-A-Strecke im Ortsbezirk 9

Vorlagentyp: OMOrtsbeirat 9
7 Stationen im Verfahren
Vorlage
Idee
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Zusammenfassung

Die Anregung fordert Maßnahmen zur Verbesserung des Hitzeschutzes an den oberirdischen U-Bahn-Stationen der A-Strecke im Ortsbezirk 9. Angesichts der extremen Hitzeperioden in Frankfurt wird drängend um schnelle Maßnahmen gebeten, um die Gesundheit der Fahrgäste zu schützen.

Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.

Antwort steht aus

Der Magistrat muss bis zum 12.11.2026 antworten. Noch 36 Tage.Warum?

Am Weißen Stein — 16 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 09.09.2026.

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Anregung

Der Magistrat wird gebeten, kurzfristig für Schatten und Abkühlung an den oberirdischen Stationen der Stadtbahn-A-Strecke im Ortsbezirk 9 zu sorgen.

Im Einzelnen wird der Magistrat gebeten,

  1. für die oberirdischen Stationen der A-Strecke im Ortsbezirk 9 ("Dornbusch", "Fritz-Tarnow-Straße", "Lindenbaum", "Am Weißen Stein") im Rahmen einer ämterübergreifenden Arbeitsgruppe zu prüfen und zu berichten, mit welchen Maßnahmen die Bahnsteige in der Sommerzeit verschattet und gekühlt werden können und wirksame Maßnahmen bereits zum Sommer 2027 umzusetzen;
  2. zu berichten, ob wirksame Verschattung im Sommer und Hitzeschutz in den Wartehallen als Anforderung in den Vergabeunterlagen für die Neuvergabe der Werberechte stehen und, falls die Vergabe noch nicht abgeschlossen ist, gegenüber der Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH darauf hinzuwirken, dass sie auf jeden Fall aufgenommen werden. Außerdem wird er gebeten zu berichten, ob die durch den Ortsbezirk 9 bereits geforderte Dachbegrünung in die Ausschreibung aufgenommen wurde und wie es sich mit nachträglichen Folierungen verhält;
  3. die genannten Stationen mit öffentlich erreichbaren Temperaturmessern auszustatten und bei der Verkehrsgesellschaft Frankfurt am Main (VGF) darauf hinzuwirken, dass während der Hitzeperioden zum Beispiel mit Aushängen oder Durchsagen darauf hingewiesen wird, an welcher Station stadtauswärts ein verschatteter Umstieg möglich ist (z. B. Heddernheim);
  4. sofern eine Neuplanung und Verlegung für die Haltestelle "Weißer Stein" weiterhin verfolgt wird (nach der Antwort des Magistrats auf die Anfrage F 3078/2025 vom April 2025 waren die Unterlagen für die Ausschreibung der Vorplanung noch in der Erstellung), das Thema Klimaanpassung und Verschattung zu einer zentralen Komponente der Planung zu machen, insbesondere, da die dort bestehende Begrünung durch den Umbau zunächst starke Einbußen erfahren würde.

Begründung

Die ersten sieben Monate des Jahres 2026 waren an der Station des Deutschen Wetterdienstes in Frankfurt die wärmsten seit Beginn der Aufzeichnungen im Jahr 1935. Bis Anfang August wurden bereits 39 Hitzetage über 30 Grad Celsius gezählt, darunter 13 Tage über 35 Grad Celsius, dazu 17 Tropennächte, in denen die Temperatur nicht unter 20 Grad Celsius fiel. Dass das nicht nur unangenehm ist, sondern eine starke gesundheitliche Belastung darstellt, zeigen die stark gestiegenen Todeszahlen während der Hitzeperiode.

Wer im Sommer auf die U-Bahn angewiesen ist, kann dieser Hitze nicht ausweichen. Die Bahnsteige der A-Strecke haben durchsichtige Dächer und spenden keinen Schatten. Der Klimaplanatlas 2026 weist die Eschersheimer Landstraße, auf der die vier Stationen der A Strecke liegen, als eines der hitzebelasteten Gebiete aus, Begrünung fehlt hier weitgehend.

Der Ortsbeirat fordert seit vielen Jahren und in mehreren Anläufen Nachbesserungen, für Abhilfe wurde aber noch immer nicht ansatzweise gesorgt: Eine Begrünung der Gleise sei ohne Nachbehandlung von Beton im zweistelligen Millionenbereich nicht möglich. Eine Begrünung der Zäune wurde abgelehnt. Für die Nachrüstung von Gründächern gibt es zahlreiche Einschränkungen. Eine nachträgliche Folierung von den Dächern der Haltestellen wurde zwar an einer Station erprobt und wirkt; eine weitere Folierung ist nach Auskunft des Konzessionärs im laufenden Vertrag jedoch nicht möglich. Mögen das im Einzelnen vielleicht nachvollziehbare Gründe sein, kann und darf in der Gesamtabwägung der Hitzeschutz nicht immer wieder als Ganzes hinten runterfallen. Den ablehnenden Fachurteilen einzelner Ämter und Gesellschaften muss eine lösungsorientierte Arbeitsgruppe gegenüberstehen, die auslotet, auf welchem Weg es zu Verbesserungen kommen kann.

Der Ortsbeirat hat den Magistrat seit Jahren davon zu überzeugen versucht, geeignete Maßnahmen gegen die Hitze an den oberirdischen U-Bahn-Haltestellen der A-Linie zu ergreifen. Dass dies notwendig ist, wurde bisher noch nicht bestritten. Der aktuelle Klimaplanatlas zeigt es deutlich.

Jede einzelne Absage der vergangenen Jahre für die vom Ortsbeirat vorgeschlagenen Maßnahmen war für sich genommen mehr oder weniger nachvollziehbar. Das Ergebnis ist es nicht: Die Bürgerinnen und Bürger sind den Hitzeextremen weiterhin ausgesetzt, geeignete Maßnahmen wurden noch immer nicht ergriffen, und die VGF wird auch nicht von sich aus tätig, um ihre Fahrgäste zu schützen. Das ist nach den Erfahrungen dieses Sommers nicht länger hinnehmbar. Der Magistrat und seine Gesellschaften müssen sich der Verantwortung für die Klimaanpassung zügig und effektiv stellen. Eine geeignete Form dafür wäre eine ämterübergreifende Arbeitsgruppe, in der es nur darum geht, geeignete Maßnahmen zu finden, Lösungen zu erarbeiten, wie diese trotz Schwierigkeiten und Widerständen geplant werden können und diese dann zeitnah an möglichst vielen Haltestellen umzusetzen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 31. Oktober 2022STST 2561ÖPNV-Haltestellen im Ortsbezirk 9 begründen - Einen Beitrag zum Klimaschutz im Ortsbezirk leistenStellungnahme
  2. 30. August 2024MM 116Übertragung der Werberechte der Stadt Frankfurt am Main auf die Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbHMagistratsvortrag
  3. 20. Februar 2025FF 3078Am „Weißen Stein“ ist ein größerer Umbau geplant, in dessen Rahmen einige Bäume gefällt werden müssen. Vor diesem HinteFragestunde-Frage
  4. 28. Mai 2025FF 3290Die Stadt Frankfurt am Main hat 2018 insgesamt vier Werbekonzessionsverträge geschlossen. Die Laufzeit dieser Verträge eFragestunde-Frage
  5. 10. Juni 2025STST 924Begrünung der Haltestellendächer im Ortsbezirk 9Stellungnahme
  6. 13. Juni 2025STST 941U-Bahn-Stammstrecke: Begrünung von Gleisen und ZäunenStellungnahme
  7. 20. August 2026Sie sind hier
    OMOM 523Hitzeschutz an den oberirdischen Stationen der Stadtbahn-A-Strecke im Ortsbezirk 9
    Direktanregung

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

OMDirektanregung an den Magistrat

Ein Handlungs- oder Prüfauftrag, den der Ortsbeirat ohne Umweg über die Stadtverordnetenversammlung direkt an den Magistrat richtet. Sie entsteht aus einem beschlossenen Ortsbeiratsantrag (OF). Der Magistrat prüft das Anliegen und antwortet mit einer Stellungnahme (ST).

  1. 1Ortsbeirat beschließt OF
  2. 2als Direktanregung an den Magistrat
  3. 3Magistrat prüft
  4. 4Stellungnahme (ST) zurück an den Ortsbeirat

Frist: 12 Wochen für den Bericht des Magistrats

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