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Freie Gehwege in allen Stadtteilen

Vorlagentyp: OM
23 Wochen bis zur Antwort4 Stationen im Verfahren

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Thema Fußverkehr verfolgen

Inhalt

Anregung an den Magistrat vom 07.06.2019, OM 4701 entstanden aus Vorlage: OF 1281/5 vom 21.05.2019

Betreff: Freie Gehwege in allen Stadtteilen Vorgang: B 99/19 Der Ortsbeirat nimmt den Bericht B 99 als Zwischenbericht zur Kenntnis und bittet den Magistrat darzulegen, welche Überlegungen d ie städtischen Polizeibeamten bei der Ausübung des pflichtgemäßen Ermessens im Falle der Ahndung von Falschparkern auf Gehwegen anstellen sollen. Insbesondere ist zu erörtern, ob Anwohner ein legitimes Interesse an einem illegalen Parkstand auf einem Gehweg haben können.

Begründung: Der Ortsbeirat findet die Ausführungen des Magistrats bedenklich: "Sofern freie Gehwege in allen Stadtteilen eingefordert werden, müssen die Konsequenzen bedacht werden. Gerade in schmalen Straßen vieler Wohngebiete, wo ein- oder beidseitig der Gehweg (ohne dass dieser dafür freigegeben wäre) zum Parken mitgenutzt wird, würden bei Umsetzung teilweise mehrere hundert Parkstände wegfallen. Die Städtische Verkehrspolizei hat bei Verkehrsordnungswidrigkeiten ein obligatorisches pflichtgemäßes Ermessen auszuüben. Das Interesse der Anwohner an Parkmöglichkeiten kann bei dieser Ermessensabwägung nicht unberücksichtigt bleiben." Wie können Parkstände wegfallen, wenn sie gar nicht existieren? Konsequenterweise müssten auch andere Verkehrsteilnehmer in den Genuss solch großzügiger Ermessensentscheidungen bezüglich des Missbrauchs von Fußwegen kommen: Rad Fahrende haben zum Beispiel ein Interesse daran, Fußwege zur Abkürzung zu benutzen. Die Laissez-faire-Haltung des Magistrats hat sich wohl bei den Ordnungskräften herumgesprochen. Gehwegparken wird praktisch nur noch geahndet, wenn der Weg vollständig blockiert ist. "Sofern jedoch auf dem Gehweg geparkt wird, obgleich ein Parken am Fahrbahnrand möglich wäre, wird konsequent eingeschritten", schreibt der Magistrat. Es ist lebensfremd, zu glauben, die Ordnungskräfte würden derlei Überlegungen anstellen. In der Praxis wird das Gehwegparken konsequent nicht geahndet. Antragstellender Ortsbeirat: Ortsbeirat 5

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 22. März 2019BB 99Freie Gehwege in allen StadtteilenMagistratsbericht
  2. 21. Mai 2019OFOF 1281/5Freie Gehwege in allen StadtteilenOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
  3. 7. Juni 2019Sie sind hier
    OMOM 4701Freie Gehwege in allen Stadtteilen
    Direktanregung
  4. 2. September 2019Antwort des Magistrats · nach 23 WochenSTST 1705Freie Gehwege in allen StadtteilenStellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

OMDirektanregung an den Magistrat

Ein Handlungs- oder Prüfauftrag, den der Ortsbeirat ohne Umweg über die Stadtverordnetenversammlung direkt an den Magistrat richtet. Sie entsteht aus einem beschlossenen Ortsbeiratsantrag (OF). Der Magistrat prüft das Anliegen und antwortet mit einer Stellungnahme (ST).

  1. 1Ortsbeirat beschließt OF
  2. 2als Direktanregung an den Magistrat
  3. 3Magistrat prüft
  4. 4Stellungnahme (ST) zurück an den Ortsbeirat

Frist: 12 Wochen für den Bericht des Magistrats

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