Schulentwicklungsplan - Inhaltliche Perspektiven für den Ortsbezirk 7 Vortrag des Magistrats vom 01.09.2000, M 150
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E-Mail-Abo einrichtenBegründung
Der vorgelegte Schulentwicklungsplan beschreibt detailliert die jetzige Situation und enthält eine Hochrechnung der Schülerzahlen. Der Plan enthält aber keine Aussagen dazu, wie sich das Schulangebot qualitativ weiterentwickeln soll, und wie die erkennbaren Defizite im Schulangebot behoben werden sollen. Im Planungsbezirk 7 (der identisch mit dem Ortsbezirk 7 ist) bestehen die folgenden gravierenden Defizite:
- Im Planungsbezirk 7 gibt es keine Förderstufe. Nach der Klasse 4 wechseln im Planungsbezirk 7 nur 2,2 % der Schüler auf eine Förderstufe, während es im Stadtdurchschnitt 20,7 % sind, und in Bezirken mit entsprechendem Angebot (in Zeilsheim/Sindlingen z.B sind es 53,2 %) noch wesentlich mehr. Die Übergangsquoten hängen also weder von Eignung und Leistung der Schüler noch vom Elternwunsch ab, sondern davon, welche Schulangebote es in annehmbarer Entfernung gibt. Um im Ortsbezirk 7 allen, die dies wünschen, den Besuch einer Förderstufe zu ermöglichen, ist die Einrichtung einer Förderstufe notwendig.
- Erfreulicherweise wird an der Kerschensteinerschule eine Schulsozialarbeit eingeführt. Probleme mit schwierigen Jugendlichen gibt es aber nicht nur in Hausen, sondern auch in den anderen Stadtteilen.
- Im Planungsbezirk 7 gibt es keine Angebote für integrativen Unterricht von behinderten Kindern in Regelschulen, und die Angebote in den Nachbarstadtteilen sind überlaufen. Hier ist dringend eine Anpassung des Schulangebots an den Bedarf nötig.. Antragstellende Fraktion: GRÜNE Vertraulichkeit: Nein Hauptvorlage: Vortrag des Magistrats vom 01.09.2000, M 150 Zuständige Ortsbeiräte: 7 Beratungsergebnisse:
- Sitzung des OBR 7 am 07.11.2000, TO I, TOP 14 Die Fraktion der GRÜNEN beantragt eine punktuelle Abstimmung. Beschluss: Anregung OA 1707 2000
- Der Vorlage M 150 wird unter Hinweis auf OA 1707 zugestimmt.
- Die Vorlage OF 552/7 wird in der folgenden geänderten Fassung beschlossen: Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird beauftragt:
- Die Schulsozialarbeit ist auf weitere Schulen auszudehnen, bei denen der Bedarf besteht.
- Es ist ein Konzept vorzulegen, wie integrativer Unterricht mit behinderten Kindern auch im Ortsbezirk 7 ermöglicht werden kann. Abstimmung: zu
- Einstimmige Annahme zu
- Zu Punkt 1) CDU und RÖDELHEIMER gegen SPD und GRÜNE (=Annahme) Zu Punkt 2) SPD, GRÜNE und RÖDELHEIMER gegen 5 CDU (=Ablehnung) bei Enthaltung 1 CDU Zu Punkt 3) 5 CDU, SPD, GRÜNE und RÖDELHEIMER bei Enthaltung 1 CDU
Inhalt
Antrag vom 24.10.2000, OF 552/7
Betreff:
Schulentwicklungsplan - Inhaltliche Perspektiven für den Ortsbezirk 7 Vortrag des Magistrats vom 01.09.2000, M 150
Tenor:
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Die Vorlage M 150 Schulentwicklungsplan der Stadt Frankfurt am Main wird zurückgewiesen.
Der Magistrat wird beauftragt:
- Mit den Schulen des Ortsbezirks 7 ist ein Konzept zu erarbeiten, wie eine Förderstufe im Ortsbezirk eingerichtet werden kann.
- Die Schulsozialarbeit ist auf weitere Schulen (zum Beispiel die Michael-Ende-Schule) auszudehnen, bei denen der Bedarf aufgrund der schwierigen Schülerschaft besteht.
- Es ist ein Konzept vorzulegen, wie integrativer Unterricht mit behinderten Kindern auch im Ortsbezirk 7 ermöglicht werden kann. Begründung: Der vorgelegte Schulentwicklungsplan beschreibt detailliert die jetzige Situation und enthält eine Hochrechnung der Schülerzahlen. Der Plan enthält aber keine Aussagen dazu, wie sich das Schulangebot qualitativ weiterentwickeln soll, und wie die erkennbaren Defizite im Schulangebot behoben werden sollen. Im Planungsbezirk 7 (der identisch mit dem Ortsbezirk 7 ist) bestehen die folgenden gravierenden Defizite:
- Im Planungsbezirk 7 gibt es keine Förderstufe. Nach der Klasse 4 wechseln im Planungsbezirk 7 nur 2,2 % der Schüler auf eine Förderstufe, während es im Stadtdurchschnitt 20,7 % sind, und in Bezirken mit entsprechendem Angebot (in Zeilsheim/Sindlingen z.B sind es 53,2 %) noch wesentlich mehr. Die Übergangsquoten hängen also weder von Eignung und Leistung der Schüler noch vom Elternwunsch ab, sondern davon, welche Schulangebote es in annehmbarer Entfernung gibt. Um im Ortsbezirk 7 allen, die dies wünschen, den Besuch einer Förderstufe zu ermöglichen, ist die Einrichtung einer Förderstufe notwendig.
- Erfreulicherweise wird an der Kerschensteinerschule eine Schulsozialarbeit eingeführt. Probleme mit schwierigen Jugendlichen gibt es aber nicht nur in Hausen, sondern auch in den anderen Stadtteilen.
- Im Planungsbezirk 7 gibt es keine Angebote für integrativen Unterricht von behinderten Kindern in Regelschulen, und die Angebote in den Nachbarstadtteilen sind überlaufen. Hier ist dringend eine Anpassung des Schulangebots an den Bedarf nötig.. Antragstellende Fraktion: GRÜNEHauptvorlage: Vortrag des Magistrats vom 01.09.2000, M 150 Zuständige Ortsbeiräte: 7
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 1. September 2000MM 150Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes der Stadt Frankfurt am Main Teil A - Allgemeinbildende SchulenMagistratsvortrag
- 24. Oktober 2000Sie sind hierOFOF 552/7Schulentwicklungsplan - Inhaltliche Perspektiven für den Ortsbezirk 7 Vortrag des Magistrats vom 01.09.2000, M 150Ortsbeiratsantrag · GRÜNE
- 7. November 2000OAOA 1707Schulentwicklungsplan - Inhaltliche Perspektiven für den Ortsbezirk 7 Vortrag des Magistrats vom 01.09.2000, M 150Anregung
- 18. Mai 2001Antwort des Magistrats · nach 37 WochenBB 410Fortschreibung des Schulentwicklungsplanes der Stadt Frankfurt am Main, Teil A - Allgemeinbildende SchulenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: zu 1. Einstimmige Annahme zu 2. Zu Punkt 1) CDU und RÖDELHEIMER gegen SPD und GRÜNE (=Annahme) Zu Punkt 2) SPD, GRÜNE und RÖDELHEIMER gegen 5 CDU (=Ablehnung) bei Enthaltung 1 CDU Zu Punkt 3) 5 CDU, SPD, GRÜNE und RÖDELHEIMER bei Enthaltung 1 CDU