Maßnahmen gegen die fortschreitende Gentrifizierung
Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.
Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.
Thema Wohnen verfolgenBegründung
Gentrifizierung Seit mehreren Jahren ist u. a. auch im Nordend eine fortschreitende Gentrifizierung zu beobachten, die zur Verdrängung von MieterInnen, Umwandlung von preiswerten Miet- in hochpreisige, oft luxussanierte Eigentumswohnungen und nachhaltige Veränderung der sozialen und nachbarschaftlichen Strukturen führt. Allzu oft erklärt der Magistrat, dieser Entwicklung nicht entgegentreten zu können. Vor diesem Hintergrund
Inhalt
Antrag vom 06.03.2014, OF 551/3
Betreff: Maßnahmen gegen die fortschreitende Gentrifizierung Seit mehreren Jahren ist u. a. auch im Nordend eine fortschreitende Gentrifizierung zu beobachten, die zur Verdrängung von MieterInnen, Umwandlung von preiswerten Miet- in hochpreisige, oft luxussanierte Eigentumswohnungen und nachhaltige Veränderung der sozialen und nachbarschaftlichen Strukturen führt. Allzu oft erklärt der Magistrat, dieser Entwicklung nicht entgegentreten zu können. Vor diesem Hintergrund möge der Ortsbeirat beschließen, den Magistrat aufzufordern, sich bei der hessischen Landesregierung für die Einführung folgender wohnungspolitischer Maßnahmen einzusetzen: 1. die Kappungsgrenze für Mieterhöhungen gem. § 558 BGB in Frankfurt am Main auf 10% in 3 Jahren zu beschränken; 2. eine zeitgemäße Rechtsgrundlage für die Erhebung einer Fehlbelegungsabgabe zu schaffen; 3. den Bemessungszeitraum für die Ermittlung der ortsüblichen Vergleichsmiete einschließlich der Bestandsmieten ("Mietspiegel") über die derzeitige Norm von 4 Jahren auszuweiten; 4. das Verbot der Zweckentfremdung wieder einzuführen; 5. die hessische Verordnung zur Bestimmung von Gebieten mit verlängerten Kündigungsbeschränkungen gem. § 577a BGB fortzuführen und diese auf Frankfurt anzuwenden; 6. Verlängerung der Schutzfrist für die MieterInnen bei der Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen von 5 auf 10 Jahre, wie es bis vor kurzem noch der Fall war;. 7. bestehende Erhaltungssatzungen für das Nordend um eine tatsächliche "Milieuschutzsatzung" zu ergänzen; 8. die Voraussetzungen dafür zu schaffen, die Zusammenlegung einzelner Wohnungen zu größeren Einheiten unter Genehmigungsvorbehalt stellen zu können; 9. Voraussetzungen dafür zu schaffen, die Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen unter Genehmigungsvorbehalt stellen zu können; 10. gemeinsam mit den in Frankfurt engagierten öffentlichen Wohnungsbaugesellschaften die Voraussetzungen dafür zu schaffen, dass das kommunale Vorkaufsrecht für Grundstücke im Geltungsbereich von Erhaltungssatzungen zukünftig wahrgenommen werden kann; 11. für das Nordend eine zentrale Anlaufstelle für betroffene BürgerInnen einzurichten, um Beschwerden zu bündeln und verbindliche Auskünfte zu gebenBeratung im Ortsbeirat: 3
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 6. März 2014Sie sind hierOFOF 551/3Maßnahmen gegen die fortschreitende GentrifizierungOrtsbeiratsantrag · LINKE.
- 22. April 2014STST 552Maßnahmenpaket "Gentrifizierung"Stellungnahme
- 8. Mai 2014OMOM 3112Maßnahmen gegen die fortschreitende GentrifizierungDirektanregung
- 18. August 2014Antwort des Magistrats · nach 24 WochenSTST 1085Maßnahmen gegen die fortschreitende GentrifizierungStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, SPD, LINKE. und ÖkoLinX-ARL gegen CDU und FDP (= Ablehnung); FREIE WÄHLER (= Enthaltung)