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tleutviertel InnenstadtFraktion: SPDTitel/Betreff: Wann kümmert sich das Ordnungsdezernat endlich um die desolate Situation der Obdachlosen im Ortsbezirk 1 der…

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tleutviertel InnenstadtFraktion: SPDTitel/Betreff: Wann kümmert sich das Ordnungsdezernat endlich um die desolate Situation der Obdachlosen im Ortsbezirk 1 der reichen Stadt Frankfurt mitten im reichsten Land Europas?

Vorlagentyp: OF
18 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren1 SitzungAngenommen
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Begründung

Ordnungsdezernat endlich um die desolate Situation der Obdachlosen im Ortsbezirk 1 der reichen Stadt Frankfurt mitten im reichsten Land Europas? Der Magistrat wird aufgefordert, durch die zuständigen Sozial- und Ordnungsdezernate folgende Fragen zu beantworten:

  1. Wie hat sich die Situation der Obdachlosen im Ortsbezirk 1, insbesondere an der Hauptwache, am Hauptbahnhof und im Gutleutviertel in den letzten fünf Jahren entwickelt?
  2. Welche konkreten Maßnahmen wurden in den letzten vier Wochen, nach Bekanntwerden der prekären Lage in der B-Ebene (Hauptwache) und im Gutleutviertel ergriffen?
  3. Haben Sozial- und Ordnungsdezernat irgend eine - aufeinander abgestimmte - politische Strategie, wie die menschenunwürdige Situation der Obdachlosen im Ortsbezirk 1, vor allem vor dem Hintergrund der zunehmenden Einwanderungsströme aus Osteuropa, kurz-, mittel- und langfristig verbessert werden kann? Wenn ja, wie sieht diese Strategie konkret aus und - noch wichtiger - wie soll sie in die Tat umgesetzt werden? Begründung: Obdachlosigkeit ist in mehreren Ecken des Ortsbezirks 1 seit vielen Jahren ein andauernder sozialpolitischer Skandal - zuerst für die Obdachlosen selbst, daneben auch für viele Anwohner und Bürger. Im Jahr 2013 hat sich diese Situation leider durch starke Zuwanderung aus Osteuropa und die Untätigkeit der Behörden massiv verschärft. So ist die Vereinnahmung oder gar der Missbrauch des Mainufers durch unterschiedliche, wechselnde Personengruppen an Sommer-Wochenenden oder abends unter der Woche, zu Lasten aller übrigen Bürger seit Jahren aktuell und präsent. In den Sommerwochen wurden gar Teile des Mainufers zu einem "Campingplatz" umgewidmet. Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom
  4. Dezember 2013 ("Auf der Platte wird es eng", S. 47) setzt sich diese Problematik in der B-Ebene der Hauptwache fort, wo die Vergabe der Schlafplätze gegen Geld, wohl vornehmlich durch selbst nicht obdachlose Rumänen mittlerweile bedauerlicherweise ebenso gut organisiert sein soll wie die organisierte Bettelei auf der Zeil. Es wird dort von Männern berichtet, die entscheiden sollen, wer in der B-Ebene nächtigen darf und wer nicht. Ordnungshüter und Sozialarbeiter berichten gar, dass teilweise "pro Schlafplatz abkassiert" werde. Wir begrüßen es, wenn die Sozialdezernentin Frau Daniela Birkenfeld als Ziel definiert, "dass kein Mensch auf Frankfurts Straßen erfriert", gehen aber einen Schritt weiter: Unser Ziel muss es sein, dass in einer wohlhabenden Stadt wie Frankfurt von vornherein kein Mensch auf der Straße nächtigen muss! Es ist Aufgabe der Stadtregierung, insbesondere des Ordnungsdezernenten, diese Herkulesaufgabe durch das Schaffen von bezahlbarem Wohnraum, Einweisungen von Obdachlosen in leerstehende Wohnungen und eine bessere Organisation von Obdachlosenheimen zumindest anzustreben und anzupacken. Notfalls müssen durch eine bessere Absicherung von Schutzräumen wie der B-Ebene zumindest Leib- und Lebensgefahren von betroffenen Menschen abgewendet werden. Alarmierend ist in diesem Zusammenhang die katastrophale Situation von osteuropäischen Einwanderern, die nach einem aktuellen Bericht der Frankfurter Rundschau vom
  5. Dezember 2013 (im Gutleutviertel "wie in einem Slum" hausen sollen, ohne Aussicht auf Besserung. Ähnlich wie bereits im Zusammenhang mit der Sicherheitslage im Allerheiligenviertel drängt sich auch hier der Eindruck auf, dass es bislang an einer durchdachten, konsequenten und nachhaltigen politischen Strategie zu fehlen scheint, die Probleme rund um die Obdachlosigkeit auch nur ansatzweise in den Griff zu bekommen.

Inhalt

Antrag vom 01.01.2014, OF 383/1

Betreff: Wann kümmert sich das Ordnungsdezernat endlich um die desolate Situation der Obdachlosen im Ortsbezirk 1 der reichen Stadt Frankfurt mitten im reichsten Land Europas? Der Magistrat wird aufgefordert, durch die zuständigen Sozial- und Ordnungsdezernate folgende Fragen zu beantworten:

  1. Wie hat sich die Situation der Obdachlosen im Ortsbezirk 1, insbesondere an der Hauptwache, am Hauptbahnhof und im Gutleutviertel in den letzten fünf Jahren entwickelt?
  2. Welche konkreten Maßnahmen wurden in den letzten vier Wochen, nach Bekanntwerden der prekären Lage in der B-Ebene (Hauptwache) und im Gutleutviertel ergriffen?
  3. Haben Sozial- und Ordnungsdezernat irgend eine - aufeinander abgestimmte - politische Strategie, wie die menschenunwürdige Situation der Obdachlosen im Ortsbezirk 1, vor allem vor dem Hintergrund der zunehmenden Einwanderungsströme aus Osteuropa, kurz-, mittel- und langfristig verbessert werden kann? Wenn ja, wie sieht diese Strategie konkret aus und - noch wichtiger - wie soll sie in die Tat umgesetzt werden? Begründung: Obdachlosigkeit ist in mehreren Ecken des Ortsbezirks 1 seit vielen Jahren ein andauernder sozialpolitischer Skandal - zuerst für die Obdachlosen selbst, daneben auch für viele Anwohner und Bürger. Im Jahr 2013 hat sich diese Situation leider durch starke Zuwanderung aus Osteuropa und die Untätigkeit der Behörden massiv verschärft. So ist die Vereinnahmung oder gar der Missbrauch des Mainufers durch unterschiedliche, wechselnde Personengruppen an Sommer-Wochenenden oder abends unter der Woche, zu Lasten aller übrigen Bürger seit Jahren aktuell und präsent. In den Sommerwochen wurden gar Teile des Mainufers zu einem "Campingplatz" umgewidmet. Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom
  4. Dezember 2013 ("Auf der Platte wird es eng", S. 47) setzt sich diese Problematik in der B-Ebene der Hauptwache fort, wo die Vergabe der Schlafplätze gegen Geld, wohl vornehmlich durch selbst nicht obdachlose Rumänen mittlerweile bedauerlicherweise ebenso gut organisiert sein soll wie die organisierte Bettelei auf der Zeil. Es wird dort von Männern berichtet, die entscheiden sollen, wer in der B-Ebene nächtigen darf und wer nicht. Ordnungshüter und Sozialarbeiter berichten gar, dass teilweise "pro Schlafplatz abkassiert" werde. Wir begrüßen es, wenn die Sozialdezernentin Frau Daniela Birkenfeld als Ziel definiert, "dass kein Mensch auf Frankfurts Straßen erfriert", gehen aber einen Schritt weiter: Unser Ziel muss es sein, dass in einer wohlhabenden Stadt wie Frankfurt von vornherein kein Mensch auf der Straße nächtigen muss! Es ist Aufgabe der Stadtregierung, insbesondere des Ordnungsdezernenten, diese Herkulesaufgabe durch das Schaffen von bezahlbarem Wohnraum, Einweisungen von Obdachlosen in leerstehende Wohnungen und eine bessere Organisation von Obdachlosenheimen zumindest anzustreben und anzupacken. Notfalls müssen durch eine bessere Absicherung von Schutzräumen wie der B-Ebene zumindest Leib- und Lebensgefahren von betroffenen Menschen abgewendet werden. Alarmierend ist in diesem Zusammenhang die katastrophale Situation von osteuropäischen Einwanderern, die nach einem aktuellen Bericht der Frankfurter Rundschau vom
  5. Dezember 2013 (im Gutleutviertel "wie in einem Slum" hausen sollen, ohne Aussicht auf Besserung. Ähnlich wie bereits im Zusammenhang mit der Sicherheitslage im Allerheiligenviertel drängt sich auch hier der Eindruck auf, dass es bislang an einer durchdachten, konsequenten und nachhaltigen politischen Strategie zu fehlen scheint, die Probleme rund um die Obdachlosigkeit auch nur ansatzweise in den Griff zu bekommen.Nebenvorlage: Antrag vom 19.01.2014, OF 406/1 Antrag vom 18.01.2014, OF 407/1 Beratung im Ortsbeirat: 1

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 1. Januar 2014Sie sind hier
    OFOF 383/1tleutviertel InnenstadtFraktion: SPDTitel/Betreff: Wann kümmert sich das Ordnungsdezernat endlich um die desolate Situation der Obdachlosen im Ortsbezirk 1 der reichen Stadt Frankfurt mitten im reichsten Land Europas?
    Ortsbeiratsantrag
  2. 21. Januar 2014VV 918Sind ausreichend Schlafplätze für Obdachlose im Ortsbezirk 1 vorhanden?Anfrage
  3. 9. Mai 2014Antwort des Magistrats · nach 18 WochenSTST 644tleutviertel InnenstadtTitel/Betreff: Sind ausreichend Schlafplätze für Obdachlose im Ortsbezirk 1 vorhanden?Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

OFAntrag aus dem Ortsbeirat

Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ortsbeirat berät & beschließt
  3. 3wird zu OA, OM, OI oder V
  4. 4Magistrat setzt um oder berichtet
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
OBR 1
Sitzung 27 · 21.01.2014
TO I, TOP 6
Angenommen
Auskunftsersuchen V 918 2014 1. Die Vorlage OF 383/1 wird als gemeinsamer Antrag von GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FREIE WÄHLER und FDP mit der Maßgabe beschlossen, dass der Antrag wie folgt lautet: "Sind ausreichend Schlafplätze für Obdachlose im Ortsbezirk 1 vorhanden? Der Magistrat wird aufgefordert, folgende Fragen zu beantworten: 1. Wie hat sich die Situation der Obdachlosen im Ortsbezirk 1, insbesondere an der Hauptwache, am Hauptbahnhof und im Gutleutviertel in den letzten fünf Jahren entwickelt? 2. Welche konkreten Maßnahmen wurden in den letzten vier Wochen nach Bekanntwerden der prekären Lage in der B-Ebene (Hauptwache) und im Gutleutviertel ergriffen? 3. Haben Sozial- und Ordnungsdezernat eine - aufeinander abgestimmte - politische Strategie, wie die menschenunwürdige Situation der Obdachlosen im Ortsbezirk 1, vor allem vor dem Hintergrund der zunehmenden Einwanderungsströme aus Südosteuropa, kurz-, mittel- und langfristig verbessert werden kann? Wenn ja, wie sieht diese Strategie konkret aus, und - noch wichtiger - wie soll sie in die Tat umgesetzt werden? 4. Hat die Anzahl von Menschen ohne Obdach innerhalb des Ortsbezirks 1 im letzten Jahr zugenommen? 5. Wenn ja, welche Gründe sind dafür ausschlaggebend? 6. Wie viele Übernachtungsplätze stellt der Magistrat jahreszeitabhängig zur Verfügung, die auch von obdachlosen Menschen aus dem Bereich des Ortsbezirks 1 genutzt werden können? 7. Wie viele der zur Verfügung stehenden Plätze werden nicht genutzt? 8. Welche besonderen Maßnahmen hat der Magistrat ergriffen, um speziell die Situation der südosteuropäischen Einwanderer abzufedern? 9. Wie viele Obdachlose suchen eine Unterkunft im Ortsbezirk 1 auf? 10. Wie viele meiden diese Unterkünfte und warum? 11. Welche Kosten entstehen den Obdachlosen durch die Nutzung der verschiedenen Unterkunftsmöglichkeiten im Ortsbezirk 1? 12. Warum wird die B-Ebene von einigen Obdachlosen nicht angenommen? 13. Können kurzfristig noch temporäre Unterkünfte in der Innenstadt eingerichtet werden (z. B. in der leer stehenden Diskothek U60311)?". 2. Die Vorlage OF 406/1 wird durch die Annahme der Vorlage OF 383/1 für erledigt erklärt. 3. Die Vorlage OF 407/1 wird durch die Annahme der Vorlage OF 383/1 für erledigt erklärt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
Alle
zu 2)
Zustimmung:
Alle
zu 3)
Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. Einstimmige Annahme zu 2. Einstimmige Annahme zu 3. Einstimmige Annahme

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