tleutviertel InnenstadtFraktion: SPDTitel/Betreff: Wann kümmert sich das Ordnungsdezernat endlich um die desolate Situation der Obdachlosen im Ortsbezirk 1 der…
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tleutviertel InnenstadtFraktion: SPDTitel/Betreff: Wann kümmert sich das Ordnungsdezernat endlich um die desolate Situation der Obdachlosen im Ortsbezirk 1 der reichen Stadt Frankfurt mitten im reichsten Land Europas?
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Thema Wohnen verfolgenBegründung
Ordnungsdezernat endlich um die desolate Situation der Obdachlosen im Ortsbezirk 1 der reichen Stadt Frankfurt mitten im reichsten Land Europas? Der Magistrat wird aufgefordert, durch die zuständigen Sozial- und Ordnungsdezernate folgende Fragen zu beantworten:
- Wie hat sich die Situation der Obdachlosen im Ortsbezirk 1, insbesondere an der Hauptwache, am Hauptbahnhof und im Gutleutviertel in den letzten fünf Jahren entwickelt?
- Welche konkreten Maßnahmen wurden in den letzten vier Wochen, nach Bekanntwerden der prekären Lage in der B-Ebene (Hauptwache) und im Gutleutviertel ergriffen?
- Haben Sozial- und Ordnungsdezernat irgend eine - aufeinander abgestimmte - politische Strategie, wie die menschenunwürdige Situation der Obdachlosen im Ortsbezirk 1, vor allem vor dem Hintergrund der zunehmenden Einwanderungsströme aus Osteuropa, kurz-, mittel- und langfristig verbessert werden kann? Wenn ja, wie sieht diese Strategie konkret aus und - noch wichtiger - wie soll sie in die Tat umgesetzt werden? Begründung: Obdachlosigkeit ist in mehreren Ecken des Ortsbezirks 1 seit vielen Jahren ein andauernder sozialpolitischer Skandal - zuerst für die Obdachlosen selbst, daneben auch für viele Anwohner und Bürger. Im Jahr 2013 hat sich diese Situation leider durch starke Zuwanderung aus Osteuropa und die Untätigkeit der Behörden massiv verschärft. So ist die Vereinnahmung oder gar der Missbrauch des Mainufers durch unterschiedliche, wechselnde Personengruppen an Sommer-Wochenenden oder abends unter der Woche, zu Lasten aller übrigen Bürger seit Jahren aktuell und präsent. In den Sommerwochen wurden gar Teile des Mainufers zu einem "Campingplatz" umgewidmet. Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom
- Dezember 2013 ("Auf der Platte wird es eng", S. 47) setzt sich diese Problematik in der B-Ebene der Hauptwache fort, wo die Vergabe der Schlafplätze gegen Geld, wohl vornehmlich durch selbst nicht obdachlose Rumänen mittlerweile bedauerlicherweise ebenso gut organisiert sein soll wie die organisierte Bettelei auf der Zeil. Es wird dort von Männern berichtet, die entscheiden sollen, wer in der B-Ebene nächtigen darf und wer nicht. Ordnungshüter und Sozialarbeiter berichten gar, dass teilweise "pro Schlafplatz abkassiert" werde. Wir begrüßen es, wenn die Sozialdezernentin Frau Daniela Birkenfeld als Ziel definiert, "dass kein Mensch auf Frankfurts Straßen erfriert", gehen aber einen Schritt weiter: Unser Ziel muss es sein, dass in einer wohlhabenden Stadt wie Frankfurt von vornherein kein Mensch auf der Straße nächtigen muss! Es ist Aufgabe der Stadtregierung, insbesondere des Ordnungsdezernenten, diese Herkulesaufgabe durch das Schaffen von bezahlbarem Wohnraum, Einweisungen von Obdachlosen in leerstehende Wohnungen und eine bessere Organisation von Obdachlosenheimen zumindest anzustreben und anzupacken. Notfalls müssen durch eine bessere Absicherung von Schutzräumen wie der B-Ebene zumindest Leib- und Lebensgefahren von betroffenen Menschen abgewendet werden. Alarmierend ist in diesem Zusammenhang die katastrophale Situation von osteuropäischen Einwanderern, die nach einem aktuellen Bericht der Frankfurter Rundschau vom
- Dezember 2013 (im Gutleutviertel "wie in einem Slum" hausen sollen, ohne Aussicht auf Besserung. Ähnlich wie bereits im Zusammenhang mit der Sicherheitslage im Allerheiligenviertel drängt sich auch hier der Eindruck auf, dass es bislang an einer durchdachten, konsequenten und nachhaltigen politischen Strategie zu fehlen scheint, die Probleme rund um die Obdachlosigkeit auch nur ansatzweise in den Griff zu bekommen.
Inhalt
Antrag vom 01.01.2014, OF 383/1
Betreff: Wann kümmert sich das Ordnungsdezernat endlich um die desolate Situation der Obdachlosen im Ortsbezirk 1 der reichen Stadt Frankfurt mitten im reichsten Land Europas? Der Magistrat wird aufgefordert, durch die zuständigen Sozial- und Ordnungsdezernate folgende Fragen zu beantworten:
- Wie hat sich die Situation der Obdachlosen im Ortsbezirk 1, insbesondere an der Hauptwache, am Hauptbahnhof und im Gutleutviertel in den letzten fünf Jahren entwickelt?
- Welche konkreten Maßnahmen wurden in den letzten vier Wochen, nach Bekanntwerden der prekären Lage in der B-Ebene (Hauptwache) und im Gutleutviertel ergriffen?
- Haben Sozial- und Ordnungsdezernat irgend eine - aufeinander abgestimmte - politische Strategie, wie die menschenunwürdige Situation der Obdachlosen im Ortsbezirk 1, vor allem vor dem Hintergrund der zunehmenden Einwanderungsströme aus Osteuropa, kurz-, mittel- und langfristig verbessert werden kann? Wenn ja, wie sieht diese Strategie konkret aus und - noch wichtiger - wie soll sie in die Tat umgesetzt werden? Begründung: Obdachlosigkeit ist in mehreren Ecken des Ortsbezirks 1 seit vielen Jahren ein andauernder sozialpolitischer Skandal - zuerst für die Obdachlosen selbst, daneben auch für viele Anwohner und Bürger. Im Jahr 2013 hat sich diese Situation leider durch starke Zuwanderung aus Osteuropa und die Untätigkeit der Behörden massiv verschärft. So ist die Vereinnahmung oder gar der Missbrauch des Mainufers durch unterschiedliche, wechselnde Personengruppen an Sommer-Wochenenden oder abends unter der Woche, zu Lasten aller übrigen Bürger seit Jahren aktuell und präsent. In den Sommerwochen wurden gar Teile des Mainufers zu einem "Campingplatz" umgewidmet. Laut einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom
- Dezember 2013 ("Auf der Platte wird es eng", S. 47) setzt sich diese Problematik in der B-Ebene der Hauptwache fort, wo die Vergabe der Schlafplätze gegen Geld, wohl vornehmlich durch selbst nicht obdachlose Rumänen mittlerweile bedauerlicherweise ebenso gut organisiert sein soll wie die organisierte Bettelei auf der Zeil. Es wird dort von Männern berichtet, die entscheiden sollen, wer in der B-Ebene nächtigen darf und wer nicht. Ordnungshüter und Sozialarbeiter berichten gar, dass teilweise "pro Schlafplatz abkassiert" werde. Wir begrüßen es, wenn die Sozialdezernentin Frau Daniela Birkenfeld als Ziel definiert, "dass kein Mensch auf Frankfurts Straßen erfriert", gehen aber einen Schritt weiter: Unser Ziel muss es sein, dass in einer wohlhabenden Stadt wie Frankfurt von vornherein kein Mensch auf der Straße nächtigen muss! Es ist Aufgabe der Stadtregierung, insbesondere des Ordnungsdezernenten, diese Herkulesaufgabe durch das Schaffen von bezahlbarem Wohnraum, Einweisungen von Obdachlosen in leerstehende Wohnungen und eine bessere Organisation von Obdachlosenheimen zumindest anzustreben und anzupacken. Notfalls müssen durch eine bessere Absicherung von Schutzräumen wie der B-Ebene zumindest Leib- und Lebensgefahren von betroffenen Menschen abgewendet werden. Alarmierend ist in diesem Zusammenhang die katastrophale Situation von osteuropäischen Einwanderern, die nach einem aktuellen Bericht der Frankfurter Rundschau vom
- Dezember 2013 (im Gutleutviertel "wie in einem Slum" hausen sollen, ohne Aussicht auf Besserung. Ähnlich wie bereits im Zusammenhang mit der Sicherheitslage im Allerheiligenviertel drängt sich auch hier der Eindruck auf, dass es bislang an einer durchdachten, konsequenten und nachhaltigen politischen Strategie zu fehlen scheint, die Probleme rund um die Obdachlosigkeit auch nur ansatzweise in den Griff zu bekommen.Nebenvorlage: Antrag vom 19.01.2014, OF 406/1 Antrag vom 18.01.2014, OF 407/1 Beratung im Ortsbeirat: 1
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 1. Januar 2014Sie sind hierOFOF 383/1tleutviertel InnenstadtFraktion: SPDTitel/Betreff: Wann kümmert sich das Ordnungsdezernat endlich um die desolate Situation der Obdachlosen im Ortsbezirk 1 der reichen Stadt Frankfurt mitten im reichsten Land Europas?Ortsbeiratsantrag
- 21. Januar 2014VV 918Sind ausreichend Schlafplätze für Obdachlose im Ortsbezirk 1 vorhanden?Anfrage
- 9. Mai 2014Antwort des Magistrats · nach 18 WochenSTST 644tleutviertel InnenstadtTitel/Betreff: Sind ausreichend Schlafplätze für Obdachlose im Ortsbezirk 1 vorhanden?Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. Einstimmige Annahme zu 2. Einstimmige Annahme zu 3. Einstimmige Annahme