Pflanzen statt ödem Hotspot: Karlsplatz entsiegeln und begrünen
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Zusammenfassung
Der Ortsbeirat fordert die Stadtverordnetenversammlung auf, die Planungen zur Umgestaltung des Karlsplatzes an die Leitlinien zur klimaangepassten Stadtplatzgestaltung anzupassen. Dies wird vorgeschlagen, um die Aufenthaltsqualität zu erhöhen und umweltfreundliche Lösungen zu integrieren. Ziel ist es, Drogenverstecke zu verhindern und Überschwemmungen zu reduzieren, indem Grünflächen erhalten bleiben.
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Karlstraße — 7 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 19.10.2026.
- Rücksicht statt Dauerhupen und Dieselgestank: Wohnqualität in der Ottostraße schützen19.10.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
- Fahrradfreundliche Nebenstraße im Westend in Nord-Süd-Richtung24.09.2026 · OF (Antrag Ortsbeirat)
- Karlsplatz: Zusagen einhalten, Verdrängung vermeiden21.09.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
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Der Ortsbeirat möge gemäß § 3 Absatz 10 GOOBR folgende Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA) beschließen:
Die Planungen zur Erneuerung und Umgestaltung des Karlsplatzes und der Karlstraße ziehen sich nun bereits über Jahrzehnte. Konkret wurden die Planungen zuletzt ab 2022. Der Ortsbeirat hat dazu Planungsvorschläge unterbreitet und Wünsche geäußert, wie z.B. in OF 355 vom 22.02.2022:
"1. Teilflächen rund um das neue Trafogebäude sollen entsiegelt bleiben und begrünt werden. Es ist darauf zu achten, dass einerseits insekten- und vogelfreundliche Pflanzen gewählt werden sowie die Anordnung der Bepflanzung so vorzusehen ist, dass keine Drogenverstecke entstehen können, z.B. durch Staudenbeete, Einzelgehölze, etc., und andererseits möglichst eine wassergebundene Decke vorzusehen, die eine Versickerung der Niederschläge vor Ort ermöglichen und die Kosten senken würde."
Der Magistrat hat in der ST 1753 vom 08.08.2022 alle Maßnahmen zur Entsiegelung abgelehnt. Außerdem beabsichtigt der Magistrat, die derzeit noch existierenden Grünflächen auszurotten und zu versiegeln mit der Begründung, dass so keine Drogenverstecke auf dem Karlsplatz mehr möglich seien. Der Magistrat negiert damit jedoch die Tatsache, dass Drogen dann - wie so oft in Frankfurt - in umliegenden Hauseingängen, hinter Abdeckungen, in Blumenkübeln oder unter sonstigen Gegenständen versteckt werden. Die Erschaffung einer 100% versiegelten Platzfläche verhindert den Drogenkonsum und -verkauf jedenfalls nicht.
Der Magistrat fördert mit der aktuellen versiegelten Planung jedoch Überschwemmungen, da der Starkregen nicht versickern kann. Die sommerliche Hitze nimmt weiter zu, die Aufenthaltsqualität nimmt im gleichen Maße ab. Der Platz soll also so gestaltet werden wie jene Plätze, die der Magistrat gerade aufwändig entsiegelt, weil sie nicht funktionieren und nicht mehr zeitgerecht sind. Unweit des Karlsplatzes ist ein weiteres Negativbeispiel zu besichtigen: Der Francois-Mitterrand-Platz.
Dies vorangestellt, fordert der Ortsbeirat die Stadtverordnetenversammlung auf,
- den Magistrat dazu zu verpflichten, die Leitlinien zur klimaangepassten Stadtplatzgestaltung konsequent anzuwenden,
- die Forderungen des Ortsbeirats 1 ernst zu nehmen und nicht zu ignorieren,
- die Planungen zügig anzupassen und die Umsetzung schnell auf den Weg zu
bringen.
Beispielbild: Paul-Arnsberg-Platz, Stadt Frankfurt
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 22. Februar 2022OFOF 355/1Klimaschutz und Radverkehr im Ortsbezirk 1: Planungen zu Karlstraße und Karlplatz optimieren und zügig umsetzenOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 15. März 2022OMOM 1827Klimaschutz und Radverkehr im Ortsbezirk 1: Planungen zu Karlstraße und Karlplatz optimieren und zügig umsetzenDirektanregung
- 8. August 2022STST 1753Klimaschutz und Radverkehr im Ortsbezirk 1: Planungen zu Karlstraße und Karlsplatz optimieren und zügig umsetzenStellungnahme
- 11. Oktober 2024MM 136Umgestaltung des Karlsplatzes, der Karlstraße und der Niddastraße hier: Bau- und FinanzierungsvorlageMagistratsvortrag
- 24. Oktober 2024Sie sind hierOFOF 1436/1Pflanzen statt ödem Hotspot: Karlsplatz entsiegeln und begrünenOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 3. Dezember 2024OAOA 516Pflanzen statt ödem Hotspot: Karlsplatz entsiegeln und begrünenAnregung
- 5. Mai 2025Antwort des Magistrats · nach 167 WochenSTST 707Pflanzen statt ödem Hotspot: Karlsplatz entsiegeln und begrünenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. Einstimmige Annahme zu 2. Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. 5 GRÜNE, SPD, FDP und Linke gegen CDU und ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung) zu 2. Annahme bei Enthaltung CDU und ÖkoLinX-ARL