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Brauchwassernetz zur Bewässerung der Stadtbäume

Vorlagentyp: NRLINKE
45 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren5 Sitzungen
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Idee
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgen

Begründung

zur Bewässerung der Stadtbäume Vorgang: Zwischenbescheid des Magistrats vom 15.01.2020 Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird beauftragt, zu prüfen und zu berichten, wie für die Bewässerung der Stadtbäume ein Brauch- und Flusswassernetz geschaffen werden kann. Begründung: Die monatelange Trockenheit und die Temperaturen nahe 40 Grad Celsius in den Jahren 2018 und 2019 haben ein großes Baumsterben zur Folge. Frankfurt war 2018 die heißeste Stadt in Deutschland. Betroffen sind Stadtbäume in allen Stadtteilen, in den Grünanlagen und Parks, entlang der Straßen und im Stadtwald. Die Grundwasserabsenkung ist enorm. Wochenlanger Regen, der die großflächig sehr eingeschränkte Wasserversorgung für die Natur ausgleichen könnte, ist nicht zu erwarten. Auch mit den vereinzelten, trinkwassergespeisten Bewässerungsmaßnahmen gelingt es nicht, die Bäume in der Stadt zu stabilisieren. Wegen der schlechten Bewässerungslage vertrocknen selbst junge, neu gepflanzte Bäume. Die Notwendigkeit der nachhaltigen künstlichen Bewässerung von Stadtbäumen mit Brauch- und Flusswasser hat sich seit Jahren abgezeichnet. Im Jahr 2008 hat die FAG mit der Anfrage A 586 auf das notwendige Brauchwassernetz hingewiesen. Im Bericht B 604/2008 hat die damalige CDU-GRÜNEN-Koalition ein Brauchwassernetz abgelehnt. Seitdem ist nur im Hauptfriedhof ein solches entstanden, gespeist aus Brunnen und Zisternen. Dabei gab es in Frankfurt schon einmal ein Brauchwassernetz, das im Wesentlichen aus Mainwasser gespeist wurde. Es ist im Zuge des Baus der A-Strecke der Stadtbahn wohl gekappt und nie wieder reaktiviert worden. Hieran könnte wieder angedockt werden. Das Brauchwassernetz könnte wie ehemals hauptsächlich aus entsprechend aufbereitetem Mainwasser (Uferfiltrat) gespeist werden. Die Gräser in den Wallanlagen werden seit Jahren mit kostbarem Trinkwasser grün gehalten. Im Rothschildpark wird derzeit ein Trinkwassernetz zur Wässerung der Wiesen verlegt, weil es dort keine Blumenwiesen gibt. Sowohl in den Wallanlagen als auch im Rothschildpark könnte die erste Bauphase des Brauchwassersystems starten. Der Vogelsberg, Burgwald und das Hessische Ried dürfen nicht weiter für die Wiesenbewässerung ausgetrocknet werden. Ein aktueller Hintergrundbericht der Hessenschau (https://t1p.de/jcmx) zeigt die Zusammenhänge deutlich auf.

Inhalt

Antrag vom 15.08.2019, NR 929

Betreff: Brauchwassernetz zur Bewässerung der Stadtbäume Vorgang: Zwischenbescheid des Magistrats vom 15.01.2020 Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird beauftragt, zu prüfen und zu berichten, wie für die Bewässerung der Stadtbäume ein Brauch- und Flusswassernetz geschaffen werden kann.

Begründung: Die monatelange Trockenheit und die Temperaturen nahe 40 Grad Celsius in den Jahren 2018 und 2019 haben ein großes Baumsterben zur Folge. Frankfurt war 2018 die heißeste Stadt in Deutschland. Betroffen sind Stadtbäume in allen Stadtteilen, in den Grünanlagen und Parks, entlang der Straßen und im Stadtwald. Die Grundwasserabsenkung ist enorm. Wochenlanger Regen, der die großflächig sehr eingeschränkte Wasserversorgung für die Natur ausgleichen könnte, ist nicht zu erwarten. Auch mit den vereinzelten, trinkwassergespeisten Bewässerungsmaßnahmen gelingt es nicht, die Bäume in der Stadt zu stabilisieren. Wegen der schlechten Bewässerungslage vertrocknen selbst junge, neu gepflanzte Bäume. Die Notwendigkeit der nachhaltigen künstlichen Bewässerung von Stadtbäumen mit Brauch- und Flusswasser hat sich seit Jahren abgezeichnet. Im Jahr 2008 hat die FAG mit der Anfrage A 586 auf das notwendige Brauchwassernetz hingewiesen. Im Bericht B 604/2008 hat die damalige CDU-GRÜNEN-Koalition ein Brauchwassernetz abgelehnt. Seitdem ist nur im Hauptfriedhof ein solches entstanden, gespeist aus Brunnen und Zisternen. Dabei gab es in Frankfurt schon einmal ein Brauchwassernetz, das im Wesentlichen aus Mainwasser gespeist wurde. Es ist im Zuge des Baus der A-Strecke der Stadtbahn wohl gekappt und nie wieder reaktiviert worden. Hieran könnte wieder angedockt werden. Das Brauchwassernetz könnte wie ehemals hauptsächlich aus entsprechend aufbereitetem Mainwasser (Uferfiltrat) gespeist werden. Die Gräser in den Wallanlagen werden seit Jahren mit kostbarem Trinkwasser grün gehalten. Im Rothschildpark wird derzeit ein Trinkwassernetz zur Wässerung der Wiesen verlegt, weil es dort keine Blumenwiesen gibt. Sowohl in den Wallanlagen als auch im Rothschildpark könnte die erste Bauphase des Brauchwassersystems starten. Der Vogelsberg, Burgwald und das Hessische Ried dürfen nicht weiter für die Wiesenbewässerung ausgetrocknet werden. Ein aktueller Hintergrundbericht der Hessenschau (https://t1p.de/jcmx) zeigt die Zusammenhänge deutlich auf.Nebenvorlage: Antrag vom 31.10.2019, NR 1015

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 15. August 2019Sie sind hier
    NRNR 929Brauchwassernetz zur Bewässerung der Stadtbäume
    STVV-Antrag · LINKE.
  2. 26. Juni 2020Antwort des Magistrats · nach 45 WochenBB 302Brauchwassernetz zur Bewässerung der StadtbäumeMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf5 Beratungen
Ausschusses für Umwelt und Sport
Sitzung 33 · 12.09.2019
TO I, TOP 10
Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage NR 929 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDPFRAKTION
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP und FRAKTION

Ausschusses für Umwelt und Sport
Sitzung 34 · 24.10.2019
TO I, TOP 11
Beraten
nicht auf TO Die Vorlage NR 929 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüne
Ablehnung:
AfDLinkeFRAKTIONFDP
Sonstige:
BFF (Annahme)Frankfurter (Annahme)
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD und GRÜNE gegen AfD, LINKE. und FRAKTION (= Annahme) sowie FDP (= Annahme mit Angabe der Kosten) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF und FRANKFURTER (= Annahme)

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 35 · 05.11.2019
TO I, TOP 44
Beraten
1. Die Vorlage NR 929 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. 2. Die Vorlage NR 1015 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUSPDGrüne
Ablehnung:
AfDLinkeBFFFRAKTIONFrankfurterFDP
Sonstige:
ÖkoLinX-ARL (NR 929 und NR 1015 = Ablehnung)
zu 2)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFRAKTIONFrankfurter
Ablehnung:
AfDBFFFDP
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, SPD und GRÜNE gegen AfD, LINKE., BFF, FRAKTION und FRANKFURTER (= Annahme) und FDP (= Annahme mit Angabe der Kosten) zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FRAKTION und FRANKFURTER gegen AfD und BFF (= Annahme) sowie FDP (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL (NR 929 und NR 1015 = Ablehnung)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 37 · 07.11.2019
TO II, TOP 69
Beraten
1. Die Vorlage NR 929 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. 2. Die Vorlage NR 1015 wird abgelehnt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUSPDGrüne
Ablehnung:
AfDLinkeBFFFRAKTIONFrankfurterFDPÖkoLinX-ARL
zu 2)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFRAKTIONFrankfurterÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
AfDBFFFDP
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, SPD und GRÜNE gegen AfD, LINKE., BFF, FRAKTION und FRANKFURTER (= Annahme) sowie FDP (= Annahme mit Angabe der Kosten) und ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung) zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FRAKTION, FRANKFURTER und ÖkoLinX-ARL gegen AfD und BFF (= Annahme) sowie FDP (= Prüfung und Berichterstattung)

Ausschusses für Umwelt und Sport
Sitzung 38 · 12.03.2020
TO I, TOP 3
Beraten
nicht auf TO Der Magistrat wird aufgefordert, den Bericht zur Vorlage NR 929 spätestens in drei Monaten vorzulegen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDPBFF
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP und BFF

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