Brauchwassernetz zur Bewässerung der Stadtbäume
Zusammenfassung
Der Magistrat berichtet über die Bewässerung der Stadtbäume durch ein Brauchwassernetz und die Herausforderungen, die sich aus extremen Trockenjahren ergeben. Es wird vorgeschlagen, die Wasserentnahme aus dem Main zu kombinieren, um den Trinkwasserverbrauch zu reduzieren und die Bäume nachhaltig zu bewässern.
Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.
Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.
Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.
Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenBericht
Neu gepflanzte Bäume werden in der Regel bis zum 5. Standjahr, in Ausnahmefällen an Extremstandorten bis zum 10. Standjahr gewässert. Das Grünflächenamt als zuständiges Fachamt wässert so im Durchschnitt ca. 9.000 bis 11.000 Bäume in diesem Standalter pro Jahr. Danach geht man davon aus, dass die Bäume ein ausreichendes Wurzelvolumen entwickelt haben, um auch Trockenphasen zu überstehen. Das Jahr 2003 und die Jahre 2018 und 2019 waren in dieser Hinsicht allerdings extreme Trockenjahre, die zu großen Baumschäden geführt haben. Besonders gelitten haben die Bäume, bei denen aufgrund von Oberflächenversiegelungen kein Regenwasser an die Wurzeln gelangen kann. Der Wasserbedarf für die Bewässerung der Jungbäume wird sowohl durch Trinkwasser, als auch über 26 Brauchwasserentnahmestellen gedeckt, die über die ganze Stadt verteilt sind. In Abstimmung mit dem Regierungspräsidium Darmstadt wurden nun am Main zwei Wasserentnahmestellen festgelegt. Mit Fahrzeugen, auf denen Tanks montiert sind, wird das Wasser von dort zu den entsprechenden Stellen gebracht werden. Um Umweltbelastungen durch häufige LKW-Fahrten quer durch das Stadtgebiet zu vermeiden, kombiniert das Fachamt die Wasserentnahme aus dem Main mit der Wasserentnahme aus den Brauchwasserentnahmestellen. Mit diesen Maßnahmen wird der Verbrauch von Trinkwasser reduziert. Ein völliger Verzicht darauf ist jedoch nicht möglich. Für die Bewässerung der Jungbäume werden jährlich ca. 0,04 bis 0,05 % des Gesamtwasserverbrauchs der Stadt Frankfurt benötigt. Das in der Begründung zum Antrag erwähnte Brauchwassernetz wurde um 1970 vollständig außer Betrieb genommen und ist aus verschiedenen Gründen nicht mehr funktionsfähig, da es bspw. bei Tiefbauarbeiten im Zusammenhang mit dem Wachstum der Stadt unterbrochen wurde. Auch wurde etwa die Flusswasser-Entnahme am Deutschherrnviertel inklusive der Pumpstation sowie der Gegenbehälter am Sachsenhäuser Berg in der Vergangenheit zurückgebaut. Der Aufbau einer neuen, vom Trinkwassernetz vollkommen unabhängigen Gewinnungs- und Verteilnetzinfrastruktur wäre erforderlich, welche anschließend betrieben und unterhalten werden müsste. Ein solcher Bau wäre sehr zeitaufwendig und nur in Kombination mit anderen Tiefbauarbeiten sinnvoll realisierbar. Der Betrieb eines lokalen Brauchwasserkreislaufes bei Gebäuden oder Gebäudekomplexen erscheint sinnvoll. Hierfür sind allerdings die entsprechenden Gebäudebetreiber verantwortlich. Mit Trinkwasser sparsam umzugehen, ist auf jeden Fall erforderlich. Hierzu sind viele Bereiche im Siedlungsgebiet zu betrachten. Leider sind Lösungen zur Brauchwassernutzung oft nicht im Bestand, sondern nur in Zusammenhang mit Neubaugebieten/Neubaumaßnahmen zu verwirklichen. Der Magistrat hat sich in den vergangenen Jahren bezüglich der Begrünung der städtischen Flächen mit verschiedenen Maßnahmen auf den Klimawandel eingestellt. Beispielhaft an dieser Stelle ist der Ersatz der Wechselflorbepflanzungen durch mehrjährige Staudenpflanzungen, die Trockenheit und Hitze gut vertragen, zu nennen. Bei der Auswahl der Stadtbäume werden bereits seit Jahren Anpassungen im Hinblick auf veränderte Klimabedingungen vorgenommen. Auch in der Zukunft sind weitere Anpassungen nötig. Das Fachamt ist dazu bundesweit im ständigen Informationsaustausch mit anderen Städten, etwa über die GALK (Gartenamtsleiterkonferenz) im Arbeitskreis Stadtbäume. Grundsätzlich wird im gesamten Stadtgebiet darauf geachtet, dass die ausgewählten Pflanzen eine hohe Trockenheitsverträglichkeit besitzen und seltener gewässert werden müssen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 15. August 2019NRNR 929Brauchwassernetz zur Bewässerung der StadtbäumeSTVV-Antrag · LINKE.
- 26. Juni 2020Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 45 WochenBB 302Brauchwassernetz zur Bewässerung der StadtbäumeMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP und BFF Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION und FRANKFURTER (= Kenntnis)