In der neuen Altstadt den Opfern von Krieg und nationalsozialistischer Gewaltherrschaft gedenken
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Krieg und nationalsozialistischer Gewaltherrschaft gedenken Vor dem Technischen Rathaus, auf dem Weg zwischen Römer und Dom, befand sich seit 1978 eine vom Bildhauer Willy Schmidt gestaltete Gedenkplatte zur Erinnerung an die Opfer der Luftangriffe, die Frankfurt im Verlauf des Zweiten Weltkriegs zu beklagen hatte. Die Gedenkplatte selbst ist inzwischen ein historisches Dokument und erinnert unter anderem an die hohe Zahl der zivilen Opfer, die vor allem der Großangriff im März 1944 zur Folge hatte. Im Zuge der aktuellen Bauarbeiten wurde die Platte von der Dom-Römer GmbH geborgen. Mit der Neuentstehung des Altstadtkerns zwischen Dom, Braubachstraße und Römer besteht die Chance, die Gedenkplatte in einem neuen historischen Kontext wieder an den oder in die Nähe des angestammten Platzes zu setzen, wie die Stadtverordnetenversammlung dies im Jahr 2009 (Beschluss §6673) beschlossen hat. Ferner kann in geeigneten (künstlerischen) Formen an die ehemaligen jüdischen bzw. politisch oder rassistisch verfolgten Bewohnerinnen und Bewohnern dieses Altstadtquartiers, die zwischen 1933 und 1945 verhaftet, vertrieben, gefoltert und ermordet wurden, angemessen erinnert werden. Dies vorangestellt möge die Stadtverordnetenversammlung folgendes beschließen:
- Der Stadtverordnetenbeschluss § 6673 aus dem Jahr 2009 wird dahingehend präzisiert, zu prüfen, ob die Gedenkplatte im Bereich des "Hühnermarkts" installiert werden kann.
- Das Institut für Stadtgeschichte wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit anderen städtischen Institutionen bereits vorhandene und neue Erkenntnisse über verfolgte Bewohnerinnen und Bewohner der ehemaligen Altstadt für eine neue Auseinandersetzung mit dem Thema aufzuarbeiten.
- Darauf aufbauend wird der Magistrat beauftragt, in Verbindung mit der Neu-platzierung der Gedenkplatte eine geeignete Form des Erinnerns für das Altstadtareal zu erarbeiten und zur Beschlussfassung vorzustellen.
Inhalt
Antrag vom 26.08.2013, NR 687
Betreff: In der neuen Altstadt den Opfern von Krieg und nationalsozialistischer Gewaltherrschaft gedenken Vor dem Technischen Rathaus, auf dem Weg zwischen Römer und Dom, befand sich seit 1978 eine vom Bildhauer Willy Schmidt gestaltete Gedenkplatte zur Erinnerung an die Opfer der Luftangriffe, die Frankfurt im Verlauf des Zweiten Weltkriegs zu beklagen hatte. Die Gedenkplatte selbst ist inzwischen ein historisches Dokument und erinnert unter anderem an die hohe Zahl der zivilen Opfer, die vor allem der Großangriff im März 1944 zur Folge hatte. Im Zuge der aktuellen Bauarbeiten wurde die Platte von der Dom-Römer GmbH geborgen. Mit der Neuentstehung des Altstadtkerns zwischen Dom, Braubachstraße und Römer besteht die Chance, die Gedenkplatte in einem neuen historischen Kontext wieder an den oder in die Nähe des angestammten Platzes zu setzen, wie die Stadtverordnetenversammlung dies im Jahr 2009 (Beschluss §6673) beschlossen hat. Ferner kann in geeigneten (künstlerischen) Formen an die ehemaligen jüdischen bzw. politisch oder rassistisch verfolgten Bewohnerinnen und Bewohnern dieses Altstadtquartiers, die zwischen 1933 und 1945 verhaftet, vertrieben, gefoltert und ermordet wurden, angemessen erinnert werden. Dies vorangestellt möge die Stadtverordnetenversammlung folgendes beschließen:
- Der Stadtverordnetenbeschluss § 6673 aus dem Jahr 2009 wird dahingehend präzisiert, zu prüfen, ob die Gedenkplatte im Bereich des "Hühnermarkts" installiert werden kann.
- Das Institut für Stadtgeschichte wird beauftragt, in Zusammenarbeit mit anderen städtischen Institutionen bereits vorhandene und neue Erkenntnisse über verfolgte Bewohnerinnen und Bewohner der ehemaligen Altstadt für eine neue Auseinandersetzung mit dem Thema aufzuarbeiten.
- Darauf aufbauend wird der Magistrat beauftragt, in Verbindung mit der Neu-platzierung der Gedenkplatte eine geeignete Form des Erinnerns für das Altstadtareal zu erarbeiten und zur Beschlussfassung vorzustellen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 26. August 2013Sie sind hierNRNR 687In der neuen Altstadt den Opfern von Krieg und nationalsozialistischer Gewaltherrschaft gedenkenSTVV-Antrag · CDU, GRÜNE
- 17. Januar 2014Antwort des Magistrats · nach 21 WochenBB 14In der neuen Altstadt den Opfern von Krieg und nationalsozialistischer Gewaltherrschaft gedenkenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf4 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD und LINKE.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE und SPD Sonstige Voten/Protokollerklärung: Linke. und FREIE WÄHLER (= Ablehnung) FDP und Piraten (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE und SPD gegen LINKE. (= Ablehnung) und RÖMER (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP und Piraten (= Annahme) FREIE WÄHLER und REP (= Ablehnung) ÖkoLinX-ARL (Ziffer 1. = Ablehnung, Ziffer 2. = Annahme, Ziffer 3. = Annahme mit der Maßgabe, dass die Worte "in Verbindung mit der Neuplatzierung der Gedenkplatte" gestrichen werden)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, FDP und Piraten gegen LINKE., FREIE WÄHLER und REP (= Ablehnung) sowie RÖMER (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL (Ziffer 1. = Ablehnung, Ziffer 2. = Annahme, Ziffer 3. = Annahme mit der Maßgabe, dass die Worte "in Verbindung mit der Neuplatzierung der Gedenkplatte" gestrichen werden)