Mahnmal für Opfer von Femiziden
Zusammenfassung
Der Antrag fordert die Errichtung eines Mahnmals für die Opfer von Femiziden in Frankfurt am Main, um geschlechtsspezifische Gewalt im gesellschaftlichen Bewusstsein zu verankern. Dies soll durch einen Künstlerinnen*wettbewerb und die Wahl eines zentralen, öffentlich zugänglichen Ortes geschehen. Ziel ist es, auf die fortwährenden Gewalttaten hinzuweisen und die Istanbul-Konvention umzusetzen.
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Thema Kultur verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat wird aufgefordert, zum Gedenken an die Opfer von Femiziden und zur Verankerung geschlechtsspezifischer Gewalt im gesellschaftlichen Bewusstsein ein Mahnmal - oder eine andere beständige Form des Gedenkens - an einem zentralen und öffentlich zugänglichen Ort zu errichten. Zur Ausgestaltung des Mahnmals wird ein Künstlerinnen*wettbewerb unter Federführung des Kulturdezernats, in Zusammenarbeit mit dem Frauenreferat der Stadt Frankfurt, und unter Beteiligung einer Jury ausgeschrieben. Dieser Jury sollen auch Vertreterinnen* der Stadtverordnetenversammlung angehören.
Begründung
Täglich versucht ein Mann in Deutschland, seine (Ex-)Partnerin zu töten. Jeden dritten Tag findet ein solches Verbrechen tatsächlich statt. Noch immer werden diese Gewalttaten als tragische Einzelfälle in den Medien dargestellt. Dass Frauen jedoch auf Grund von patriarchalen Machtstrukturen getötet werden, wird vernachlässigt. Die Verbrechen werden zur Privatsache erklärt, anstatt sie als gesamtgesellschaftliches Problem anzuerkennen. In Frankfurt am Main soll in Form eines Mahnmals für Femizide - oder in einer anderen beständigen Form des Gedenkens - geschlechtsspezifische Gewalt im gesellschaftlichen Bewusstsein verankert werden. Um auf die weiterhin stattfindenden Gewalttaten hinzuweisen wird ein zentraler und öffentlich zugänglicher Ort für das Mahnmal - oder die andere beständige Form des Gedenkens - gewählt. Zur Ausgestaltung des Werks wird ein Künstlerinnen*wettbewerb ausgeschrieben. Mit dem Errichten des Mahnmals wird zusätzlich zur Einrichtung der Koordinierungsstelle ein weiter wichtiger Schritt in Richtung Umsetzung der Istanbul-Konvention Seitens der Stadt Frankfurt getätigt.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 29. April 2022Sie sind hierNRNR 368Mahnmal für Opfer von FemizidenSTVV-Antrag · GRÜNE, SPD, FDP, Volt
- 25. November 2022Antwort des Magistrats · nach 30 WochenBB 439Mahnmal für Opfer von FemizidenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen CDU (= Annahme im Rahmen der Vorlage NR 399) und AfD (= Ablehnung) zu 2. GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt und ÖkoLinX-ELF Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG (NR 368 = Prüfung und Berichterstattung) FRAKTION (NR 368 = Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, Volt und ÖkoLinX-ELF gegen AfD (= Ablehnung) und BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) zu 2. GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, BFF-BIG und FRAKTION Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION und Gartenpartei (NR 368 = Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und Gartenpartei gegen AfD (= Ablehnung) sowie BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung)