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Goldsteinstraße - Vorplanung des Straßenraumes zwischen der Hahnstraße und der Kalmitstraße und Anpassung der Eisenbahnüberführung

Vorlagentyp: M
9 SitzungenAngenommen
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Inhalt

Vortrag des Magistrats vom 09.11.2012, M 255

Betreff: Goldsteinstraße - Vorplanung des Straßenraumes zwischen der Hahnstraße und der Kalmitstraße und Anpassung der Eisenbahnüberführung Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 15.12.2005, § 10477 (M 32)

  1. Die Vorplanung wird zustimmend zur Kenntnis genommen.
  2. Der Magistrat wird beauftragt, a) auf Grundlage der Vorplanung eine baureife Planung zu erstellen. b) die Verhandlungen zur Bereinigung der Eigentumsverhältnisse im Straßenraum westlich der Eisenbahnüberführung einzuleiten. c) in das Planungsverfahren der Deutsche Bahn AG (DB AG) die Aufweitung des Straßenraumes an der Eisenbahnüberführung einzubringen. Die DB AG beabsichtigt, das Planfeststellungsverfahren für die Erweiterung der Schieneninfrastruktur bereits im laufenden Jahr 2012 einzuleiten. d) zu prüfen, ob die Maßnahme förderfähig ist (FAG/GVFG) und ggf. entsprechende Anträge zu stellen. e) eine Bau- und Finanzierungsvorlage zu erstellen und diese der Stadtverordnetenversammlung vorzulegen. Begründung: A) Zielsetzung Die DB AG hat die Planungen für die 2. Ausbaustufe des Eisenbahnknotens Sportfeld, einem Bestandteil des Projektes Frankfurt RheinMainplus, wieder aufgenommen. Die Planung sieht die Erweiterung der Schieneninfrastruktur zwischen dem Bahnhof Frankfurt Stadion und dem Vorfeld des Hauptbahnhofes um 2 weitere Gleise vor (Anlage 1). Die Herstellung der zusätzlichen Gleise erfolgt im Wesentlichen östlich des vorhandenen Schienenstranges. In diesem Zusammenhang ist es u. a. erforderlich, auch die Eisenbahnüberführung Goldsteinstraße auf der Ostseite um ein weiteres Brückenbauwerk zu erweitern. Die DB AG beabsichtigt, das Planfeststellungsverfahren für die Erweiterung der Schieneninfrastruktur bereits im laufenden Jahr 2012 einzuleiten. Die ältere der bestehenden Eisenbahnüberführungen Goldsteinstraße ist nicht anforderungsgerecht dimensioniert und weist völlig unzureichende Verkehrsverhältnisse für alle Verkehrsteilnehmer auf. So beträgt die Gehwegbreite abschnittsweise nur 1.20 m, eine Radverkehrsführung fehlt und die Fahrbahn ist für den Begegnungsverkehr der Kraftfahrzeuge zu schmal. Die eher winklige Trassierung der Straßenachse Kalmitstraße - Goldsteinstraße macht die Situation zusätzlich unübersichtlich und führt insbesondere im Lkw- und Linienbusverkehr zu Problemen. Daher ist der Magistrat der Stadt Frankfurt bestrebt, im Planungsverfahren darauf hinzuwirken, dass das zusätzliche Bauwerk der DB für eine anforderungsgerechte und zukunftsfähige Trassierung der Straßenachse Kalmitstraße - Goldsteinstraße ausgelegt wird. Darüber hinaus wird der Neubau zum Anlass genommen, für die unerträgliche verkehrliche Situation im Bereich des historischen Bestandsbauwerkes eine stadtverträgliche Lösung zu finden. B) Alternativen 1. Herstellung des neuen Bauwerkes in der Flucht des vorhandenen älteren Bauwerkes. Damit würden für die Stadt Frankfurt am Main keine weiteren Kosten entstehen. Allerdings würden die schon heute unzureichenden Verkehrsverhältnisse durch die Verlängerung der Engstelle drastisch weiter verschlechtert. Diese Alternative scheidet aus Gründen der Verkehrssicherheit aus. 2. Herstellung einer zukunftsfähigen Lösung nur für das neue Bauwerk der DB AG. Die Engstelle am älteren Bestandsbauwerk und damit die unzureichenden Verkehrsverhältnisse blieben auf unabsehbare Zeit erhalten. Diese Alternative scheidet aus Gründen der Verkehrssicherheit aus. 3. Herstellung eines großzügig dimensionierten Straßenraumes im gesamten Bereich der Eisenbahnüberführung. Dazu wäre es erforderlich, auch das westliche Bauwerk komplett zu erneuern. Als Veranlasser hätte die Stadt Frankfurt am Main die Kosten für den Neubau des westlichen Bauwerkes nahezu komplett zu tragen. Diese Alternative scheidet aus Kostengründen aus. C) Lösung Der Ansatz zur Verbesserung der Situation im Bereich der Eisenbahnüberführung Goldsteinstraße orientiert sich pragmatisch am westlichen Bauwerk. Dieses Bauwerk wurde mit einer lichten Weite von 13.00 m hergestellt. Innerhalb dieses Querschnittsmaßes ist eine regelkonforme und anforderungsgerechte Aufteilung wie folgt möglich: jeweils 2.50 m Gehweg und eine Fahrbahnbreite von 8.00 m inkl. beidseitig 1.50 m Schutzstreifen zur Führung des Radverkehrs innerhalb der Fahrbahn. Mit der Trassierung dieses Regelquerschnittes in der Achse Kalmitstraße - Goldsteinstraße ergibt sich - unter Beachtung der schleppkurvenbedingten Aufweitungen im Kurvenbereich für den Busbegegnungsverkehr - die im Lageplan dargestellte Lösung (Anlage 2). Die Trassierung eröffnet dabei die im GVP-Beschluss enthaltene Option, die Straßenbahnlinie 15 vom Haardwaldplatz über die Achse Kalmitstraße - Goldsteinstraße in die Bürostadt Niederrad hinein zu verlängern. Diese Verlängerung ist aber nicht Bestandteil dieses Projektes. Die Kalmitstraße wird in der Bestandsbreite angeschlossen. Der untergeordnete Ast der Goldsteinstraße (vom Knoten wegführende Einbahnstraße) wird abgesetzt von der Eisenbahnüberführung im rechten Winkel an die Kalmitstraße angebunden. Die entstehende Fläche wird baulich als Gehweg hergestellt. Westlich der Eisenbahnüberführung wird in diesem Zusammenhang der Anschluss an die Hahnstraße funktionsgerecht neu beordnet. Beidseitig werden die Gehwege in der Regelbreite 2.50 m bis zur Hahnstraße fortgesetzt. Die Schutzstreifen für den Radverkehr können bis an die Hahnstraße herangeführt werden. Innerhalb der im Bebauungsplan festgesetzten Verkehrsfläche besteht zusätzlich der Spielraum, die Fahrbahn für einen Linksabbiegefahrstreifen aufzuweiten. In diesem Zusammenhang ist eine Beordnung der südlich an die heutige Fahrbahn angrenzenden Flächen erforderlich. Die Eigentumsverhältnisse (privat/öffentlich) sind derzeit nicht deckungsgleich mit den bestehenden und den geplanten Nutzungen. D) Kosten Die erforderlichen Planungsmittel betragen ca. 475.000,00 €. Diese sind in der Produktgruppe 16.3, Produktdefinition 5.001994 - Erneuerung der Eisenbahnüberführung Goldsteinstraße - im Zuge der Haushaltsaufstellung 2013, Finanzplanung 2013-2016 entsprechend dem Bedarf wie folgt beantragt: 2012 45.000,00 € 2013 170.000,00 € 2014 125.000,00 € 2015 135.000,00 €. Die Gesamtkosten (brutto) für die bauliche Umsetzung der Straßenplanung werden über eine Flächenpauschale geschätzt. Die überplante Fläche außerhalb des DB-Projektes beträgt ca. 3.000 m2. Bei einem Ansatz von 300 Euro/m2 (Bruttogesamtkosten) zzgl. pauschal 100.000 Euro für die Anpassung der Lichtsignalanlage ergeben sich überschlägig Gesamtkosten für den Straßenbau außerhalb der DB-Maßnahme in Höhe von rund 1 Mio. Euro. Der Kostenanteil der Stadt Frankfurt am Main an der Eisenbahnüberführung Goldsteinstraße wird nach dem Eisenbahnkreuzungsgesetz (EKrG) ermittelt. Dabei wird der Mehraufwand für die größere lichte Weite unter Berücksichtigung von Abschreibungen und Vorteilsausgleich anhand des tatsächlichen Entwurfes und von Fiktiventwürfen ermittelt. Eine Planungsvereinbarung wird derzeit mit der DB AG abgeschlossen. Nach erster überschlägiger Schätzung der DB wird der städtische Anteil ca. 2,5 Mio. Euro betragen. Anlage 1_Uebersicht (ca. 1,7 MB) Anlage 2_Lageplan (ca. 342 KB)

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Was bedeutet diese Vorlage?

MVortrag des Magistrats

Eine Beschlussvorlage, die der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung vorlegt — für Angelegenheiten, die deren Zustimmung brauchen. Sie wird in Ausschüssen und im Plenum beraten, dann entscheidet die Stadtverordnetenversammlung.

  1. 1Magistrat legt Vortrag vor
  2. 2Ausschüsse beraten
  3. 3Plenum entscheidet

Der Weg dieser Vorlage

Am 9. November 2012 legte der Magistrat diesen Vortrag der Stadtverordnetenversammlung vor. In 9 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten. Zuletzt wurde sie am 31.01.2013 im Stadtverordnetenversammlung angenommen.

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf9 Beratungen
KAV
Sitzung 20 · 26.11.2012
TO I, TOP 13
Angenommen
Der Vorlage M 255 wird zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

OBR 5
Sitzung 16 · 30.11.2012
TO I, TOP 44
Beraten
a) Die Vorlage M 255 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt. b) Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, die Vorlage ebenfalls zurückzustellen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

Ausschusses für Planung, Bau und Wohnungsbau
Sitzung 15 · 03.12.2012
TO I, TOP 16
Zur Kenntnis
Es dient zur Kenntnis, dass der Ausschuss für Planung, Bau und Wohnungsbau die Beratung der Vorlage M 255 auf den Verkehrsausschuss delegiert hat.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneLinkePiratenRömer
Ablehnung:
SPDFDP
Enthaltung:
Freie Wähler
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, LINKE., Piraten und RÖMER gegen SPD und FDP (= Zurückstellung der Vorlage); FREIE WÄHLER (= Enthaltung)

Verkehrsausschusses
Sitzung 15 · 04.12.2012
TO I, TOP 11
Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage M 255 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeFDPRömer
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und RÖMER

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 16 · 11.12.2012
TO II, TOP 11
Beraten
nicht auf TO Die Beratung der Vorlage M 255 wird bis zur nächsten turnusmäßigen Sitzung zurückgestellt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeFDPRömer
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP und RÖMER

OBR 5
Sitzung 17 · 18.01.2013
TO I, TOP 13
Angenommen
Der Vorlage M 255 wird zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Enthaltung:
FAG
Abstimmung im Original

Abstimmung: Annahme bei Enthaltung FAG

Verkehrsausschusses
Sitzung 16 · 22.01.2013
TO I, TOP 9
Angenommen
Der Vorlage M 255 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeFreie WählerPiratenRömerFDPREP
Ablehnung:
ÖkoLinX-ARL
Enthaltung:
NPD
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FREIE WÄHLER, Piraten und RÖMER Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP und REP (= Annahme) ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung) NPD (= Enthaltung)

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 17 · 29.01.2013
TO II, TOP 2
Angenommen
Der Vorlage M 255 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeFDPFreie WählerPiratenRömer
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER, Piraten und RÖMER

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 18 · 31.01.2013
TO II, TOP 18
Angenommen
Der Vorlage M 255 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUGrüneSPDLinkeFDPFreie WählerPiratenRömerREP
Ablehnung:
ÖkoLinX-ARL
Enthaltung:
NPD
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER, Piraten, RÖMER und REP gegen ÖkoLinX-ARL (= Ablehnung); NPD (= Enthaltung)

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