Politische Partizipationsmöglichkeiten durch Informationen über das aktive und passive Wahlrecht fördern
Zusammenfassung
Der Magistrat schlägt vor, die politischen Partizipationsmöglichkeiten durch Informationen über das aktive und passive Wahlrecht zu fördern. Dies soll durch die Bereitstellung von Informationen auf der Internetseite des Bürgeramtes und durch die Wahlbenachrichtigung der wahlberechtigten Einwohnerinnen und Einwohner geschehen. Das erwartete Ergebnis ist eine bessere Informiertheit der Bürgerinnen und Bürger über ihre Wahlrechte.
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenBeschlussvorschlag
Der Beschluss der Stadtverordnetenversammlung § 1220 vom 27.01.2022 (K 56) wird aufgehoben.
Begründung
Die Aufgaben des "Einwohnermeldeamtes" werden in Frankfurt am Main durch die Bürgerämter wahrgenommen. Grundprinzip der Bürgerämter ist es, im direkten Publikumskontakt schnell und unmittelbar zu erbringende Dienstleistungen an einer Stelle anzubieten. Dienstleistungen, die umfangreiche Erläuterungen und Prüfschritte erfordern, werden umgekehrt in den Fachämtern erledigt.
Anmeldungen sind bereits heute mit einigen Arbeitsschritten verbunden, die über den reinen Meldevorgang hinausgehen und das Prinzip der Ganzheitssachbearbeitung in den Bürgerämtern zunehmend in Frage stellen. So sind die Einwohnerinnen und Einwohner bspw. über Auskunfts- und Übermittlungssperren zu informieren, Bestätigungen der Wohnungsgeber zu überprüfen und Ausweisdokumente und Zulassungsbescheinigungen zu ändern. Erfahrungsgemäß lassen sich die Besucherinnen und Besucher der Bürgerämter darüber hinaus beraten, welche Verpflichtungen der Anmeldung folgen. Als Begrüßungsgeschenk erhalten Neubürgerinnen und Neubürger das so genannte "Ei-Gude-Buch".
Neben der Anmeldung umfasst das Aufgabenspektrum der Bürgerämter rund 30 Dienstleistungen. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter stoßen damit fachlich und quantitativ schon lange an ihre Leistungsgrenzen. Das bestehende Ungleichgewicht zwischen Terminnachfrage und -angebot verdeutlicht den bestehenden Arbeitsdruck bei unzureichender Personalausstattung.
Das Bürgeramt arbeitet mit der Digitalisierung darauf hin, die Dienstleistungen zunehmend papierlos anzubieten. Eine Aushändigung allgemeingültiger Informationen über das Wahlrecht in Papierform würde dem zuwiderlaufen.
Wahlberechtigte Einwohnerinnen und Einwohner werden rechtzeitig vor dem Wahltag über ihr individuelles aktives Wahlrecht durch eine Wahlbenachrichtigung informiert.
Auf der Internetseite des Bürgeramtes, Statistik und Wahlen sind außerdem rechtzeitig vor Wahlen allgemeine und detaillierte Informationen, u. a. auch zu Fragen des aktiven und passiven Wahlrechts sowie zu den Wahlintervallen zu finden. Diese werden stetig aktualisiert und zielgruppengerecht erweitert. Eine Übersicht über die anstehenden Wahlen z. B. der kommenden zwei Jahre und ein schnell ersichtlicher Hinweis darüber, wer bei welcher Wahl wahlberechtigt ist, wird angestrebt. Ein mehrsprachiges Angebot ist denkbar und wird, sofern es realisierbar ist, umgesetzt. Auf die Website soll sodann bei der nächstmöglichen Neuauflage des "Ei-Gude-Buches" über einen QR-Code im Buch aufmerksam gemacht werden.
Der Beschluss, bei der Anmeldung über das Wahlrecht zu informieren, ist hingegen leider weder umsetzbar noch zielführend.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 22. November 2021KK 56Politische Partizipationsmöglichkeiten durch Informationen über das aktive und passive Wahlrecht fördernKAV-Anregung
- 18. Juli 2022Sie sind hierMM 111Politische Partizipationsmöglichkeiten durch Informationen über das aktive und passive Wahlrecht fördernMagistratsvortrag
- 11. Oktober 2022AA 150Politische Partizipation verbessernSTVV-Anfrage · ÖkoLinX-ELF
- 13. Januar 2023Antwort des Magistrats · nach 60 WochenBB 11Politische Partizipation verbessernMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine Beschlussvorlage, die der Magistrat der Stadtverordnetenversammlung vorlegt — für Angelegenheiten, die deren Zustimmung brauchen. Sie wird in Ausschüssen und im Plenum beraten, dann entscheidet die Stadtverordnetenversammlung.
- 1Magistrat legt Vortrag vor
- 2Ausschüsse beraten
- 3Plenum entscheidet
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt und FRAKTION gegen ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: BFF-BIG (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, BFF-BIG und FRAKTION gegen ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei (= Enthaltung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, BFF-BIG und FRAKTION gegen ÖkoLinX-ELF (= Ablehnung); Gartenpartei (= Enthaltung)