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Wird das südliche Ostend zum behindertenfeindlichen Terrain?

Vorlagentyp: B
71 Wochen bis zur Antwort4 Stationen im Verfahren3 Sitzungen
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Inhalt

Bericht des Magistrats vom 24.09.2010, B 622

Betreff: Wird das südliche Ostend zum behindertenfeindlichen Terrain? Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 01.07.2010, § 8297 - A 1091 FAG - Vorbemerkung Die Umgestaltung der Oskar-von-Miller-Straße und Sonnemannstraße beruht auf der von der Stadtverordnetenversammlung mit Beschluss, § 678, vom 14.09.2006 angenommenen Vorlage des Magistrats M 130 vom 30.06.2006. Der Leitfaden "Ungehinderte Mobilität" wurde ca. ein halbes Jahr danach herausgegeben, und bedurfte unter Berücksichtigung stadtspezifischer Erfordernisse einer Anpassung durch den Anfang 2009 entwickelten "Arbeitsplan Barrierefreiheit". Vor diesem Hintergrund war es im Zuge der bereits begonnenen Umgestaltung der Oskar-von-Miller-Straße nicht mehr möglich, eine Umplanung aller darin festgelegten Kriterien zu berücksichtigen. Im Rahmen des Möglichen sollen die Überwege in der Oskar-von-Miller-Straße und Sonnemannstraße gleichwohl noch in diesem Jahr mit taktilen Elementen (Rillenplatten) ausgestattet werden. Ferner wird die Natursteinbänderung vor den Querungsbereichen der derzeit im Bau befindlichen Abschnitte der Sonnemannstraße ausgesetzt, um die Querungsstellen taktil besser wahrnehmen zu können. Dort werden ebenfalls taktile Elemente eingebaut. Dies vorangestellt beantwortet der Magistrat die Anfrage wie folgt:

Zu 1.) Die Planung und Umsetzung der Maßnahme erfolgte zu einem Zeitpunkt als der Leitfaden "Ungehinderte Mobilität" noch nicht herausgegeben bzw. auf der Fachebene noch nicht an die städtischen Bedürfnisse angepasst war. Ungeachtet dessen ist anzumerken, dass die Wahl für einen alternierenden Gehwehbelag in den angesprochenen Bereichen der Oskar-von-Miller-Straße und Sonnemannstraße dem Leitfaden "Unbehinderte Mobilität" nicht grundsätzlich entgegensteht. Als geeignetes Material kommt neben Asphalt, Beton- oder Natursteinplatten auch Natursteinpflaster in Betracht, sofern es eben gestaltet bzw. ein entsprechend eingebetteter Gehweg vorhanden ist.

Zu 2.) Es gibt keine Bestrebungen, das Pflaster in den fertig hergestellten Bereichen der Oskar-von-Miller-Straße und der Sonnemannstraße wieder zu entfernen. Eine Freigabe des Radweges für Rollstuhlfahrer ist weder straßenverkehrsrechtlich möglich noch sachgerecht.

Zu 3.) Die Behindertenbeauftragte war mit der konkreten Maßnahme nicht befasst und befürwortet die Ausführung aus heutiger Sicht nicht. Im Übrigen ist eine Beteiligung der Behindertenbeauftragten im Planungsprozess grundsätzlich über die Beratungen der "Koordinierungsgruppe Verkehr" gewährleistet. Darüber hinaus ist sie Teilnehmerin des ämterübergreifenden "Arbeitskreises Barrierefreiheit", in dem die Anforderungen für die Ausstattung von Gehwegen mit alternierenden Gehwegplatten und Natursteinbänder erörtert wurde. Danach wurde u.a. vereinbart, in Querungsbereichen die alternierende Verlegung auszusetzen sowie die Oberflächen der Pflastersteine in glatt gesägter, rutschfester Form herzustellen.Nebenvorlage: Antrag vom 28.10.2010, NR 2054

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 3. November 2009AA 1091Wird das südliche Ostend zum behindertenfeindlichen Terrain?STVV-Anfrage · FAG
  2. 24. September 2010Sie sind hier
    BB 622Wird das südliche Ostend zum behindertenfeindlichen Terrain?
    Magistratsbericht
  3. 28. Oktober 2010NRNR 2054Arbeitsplan Barrierefreiheit veröffentlichenSTVV-Antrag · LINKE.
  4. 18. März 2011Antwort des Magistrats · nach 71 WochenBB 154Wird das südliche Ostend zum behindertenfeindlichen Terrain? hier: Arbeitsplan Barrierefreiheit veröffentlichenMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

BBericht des Magistrats

Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.

  1. 1Magistrat legt Bericht vor
  2. 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf3 Beratungen
OBR 4
Sitzung 46 · 02.11.2010
TO II, TOP 9
Zur Kenntnis
Die Vorlage B 622 dient zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

Verkehrsausschusses
Sitzung 46 · 07.12.2010
TO I, TOP 28
Zur Kenntnis
1. Die Vorlage B 622 dient zur Kenntnis. 2. Die Vorlage NR 2054 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDP
Ablehnung:
Linke
Sonstige:
FAG (B 622 = Kenntnis, NR 2054 = Annahme)Freie Wähler (B 622 = Kenntnis, NR 2054 = Prüfung und Berichterstattung)REP (B 622 = Kenntnis, NR 2054 = Prüfung und Berichterstattung)NPD (B 622 = Kenntnis, NR 2054 = Prüfung und Berichterstattung)Stv. Holtz (B 622 = Kenntnis, NR 2054 = Enthaltung)
zu 2)
Zustimmung:
CDUGrüneFDP
Ablehnung:
SPDLinke
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE und FDP gegen LINKE. (= Kenntnis als Zwischenbericht) zu 2. CDU, GRÜNE und FDP gegen SPD und LINKE. (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FAG (B 622 = Kenntnis, NR 2054 = Annahme) FREIE WÄHLER, REP und NPD (B 622 = Kenntnis, NR 2054 = Prüfung und Berichterstattung) Stv. Holtz (B 622 = Kenntnis, NR 2054 = Enthaltung)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 49 · 16.12.2010
TO II, TOP 60
Zur Kenntnis
1. Die Vorlage B 622 dient zur Kenntnis. 2. Die Vorlage NR 2054 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu 1)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDPFAGFreie WählerREPNPDStv. Holtz
Ablehnung:
Linke
zu 2)
Zustimmung:
CDUGrüneFDPFreie WählerREPNPD
Ablehnung:
SPDLinkeFAG
Enthaltung:
Stv. Holtz
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, FDP, FAG, FREIE WÄHLER, REP, NPD und Stv. Holtz gegen LINKE. (= Kenntnis als Zwischenbericht) zu 2. CDU, GRÜNE, FDP, FREIE WÄHLER, REP und NPD gegen SPD, LINKE. und FAG (= Annahme); Stv. Holtz (= Enthaltung)

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