Projekt Stadtteilmütter im Rahmen des Projekts Soziale Stadt - Neue Nachbarschaften erproben
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Thema Wohnen verfolgenInhalt
Bericht des Magistrats vom 07.12.2012, B 545
Betreff: Projekt Stadtteilmütter im Rahmen des Projekts Soziale Stadt - Neue Nachbarschaften erproben Vorgang: l. Beschl. d. Stv.-V. vom 06.09.2012, § 1984 - NR 318/07 CDU und GRÜNE, l. B 91/11 - Zentrale Idee des Projektes "Stadtteilmütter" ist es, dass einzelne Personen eine Lotsenrolle für das soziale Gemeinwesen des Stadtteils übernehmen, in dem sie leben. Ihre Aufgabe ist es, den Menschen im Stadtteil einen Überblick über das bestehende Hilfsangebot zu vermitteln. Um Zugangshindernisse zu beseitigen, können die Menschen auch zu den Hilfsangeboten begleitet werden. Ein Schritt in diese Richtung ist aus Sicht des Magistrats, diesem Projekt einen, das Ziel beschreibenden, Titel zu geben. Insoweit entspricht die Änderung des Projektnamens "Stadtteilmütter" zu "Stadtteillotse" diesem sehr weitgehenden Ansatz am besten. Ziel des Projektes Stadtteillotse ist es, generationsübergreifend ein Informations- und Unterstützungsangebot für Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils aufzubauen, aus dem sie kommen. Unter anderem soll durch die Kooperation mit der aufsuchenden Familienarbeit im Angebot "HIPPY" und die Mitarbeit in "Elterncafés" die Entwicklungs- und Bildungschancen von Kindern aus sozial benachteiligten Familien nachhaltig verbessert werden. Vor Ort sollen Familiennetzwerke gestärkt, Nachbarschaftskontakte aufgebaut und Unterstützungssysteme für Bewohnerinnen und Bewohner des Stadtteils begleitet und bei Bedarf geschaffen werden. Die Darstellung der vorhandenen Angebote im Rahmen der Untersuchung zu "Gelingenden Start ins Leben" (Bericht des Magistrates B 425 vom 14.09.2012) haben gezeigt, dass auch konkret in Fechenheim ein breites und qualitativ hochwertiges Angebot, das die möglichen Aufgaben der "Stadtteillotsen" in Teilen beinhaltet und vorhält, existiert. Eine grundlegende Aufgabe bei der Erstellung einer belastbaren Planung für die Ausbildung und weitergehende Arbeit wird es daher sein, diese fachlichen Ressourcen mit den Aufgaben der Stadtteillotsen zu verknüpfen und wohnortnah anzubieten. Es soll mit diesem Projekt der Grundstein gelegt werden für eine vernetzte, wohnortnahe und sozialräumliche und damit "Inklusive" Lösung. Ein wichtiger Baustein ist die Heranführung aller Bewohnerinnen und Bewohner an bestimmte Inhalte, die für das Zusammenleben, aber auch für die persönliche Weiterentwicklung insbesondere von Eltern und Familien im Stadtteil wichtig sind. Im Rahmen des Projekts Stadtteillotse sollen die Akteure/innen über folgende Bereiche weitergehende Informationen erhalten: - Gesundheitserziehung/ Ernährung; Bewegung und Sport - Spracherziehung - das deutsche Bildungssystem / Betreuungsmöglichkeiten - Familien und Geschlechterrollen; Gewaltfreie Erziehung / häusliche Gewalt - Menschenrechte / Bürgerrechte und Pflichten - Kulturelle Unterschiede / Verschiedenheit der Erziehungsansätze und deren gegenseitige Wertschätzung - die Wichtigkeit des Spielens, Bastelns, Singens; Zeit und Zuwendung für die Kinder. Nach Bedarf sollen auch andere auf den jeweiligen Stadtteil abgestimmte Inhalte vermittelt werden. Nach Vorliegen des Beschlusses der Stadtverordnetenversammlung zu "Gelingender Start ins Leben" (B 425) wird die verwaltungsintern erforderliche Abstimmung durch das Fachteam "Aktive Nachbarschaft und Projekte" durchgeführt. Hierbei werden integrierte Ansätze und Vorgehensweisen diskutiert und exemplarisch bewertet, um zu prüfen, welche bereits bestehende Strukturen zum Aufbau des geplanten Netzwerkes Stadtteillotse in Fechenheim beitragen und integriert werden können. Dies verdeutlicht die Notwendigkeit einer umfassenden Gesamtkoordination im Rahmen der Unterstützungsangebote für die Bewohnerinnen und Bewohner in einem Stadtteil und der bestehenden Netzwerke in Fechenheim und in der Folge ggf. auch stadtweit. Das Orientierungs- und Beratungsangebot der Stadtteillotsen wird dabei im Rahmen einer zunächst modellhaften Struktur gewährleistet werden. In enger Kooperation zwischen den beteiligten Partnern wird in einer dreijährigen Pilotphase eine nachhaltige Struktur entwickelt. Der Verbundcharakter des Pilotprojektes wird durch das unterstützende Engagement des Fachteams "Aktive Nachbarschaft und Projekte" im Jugend und Sozialamt gefördert und ermöglicht Synergieeffekte hinsichtlich der Projektorganisation und der Vernetzungs- und Öffentlichkeitsarbeit. Diese Ansätze werden in eine belastbare finanz- und konzeptionelle Beschreibung des Projekts münden. Die dazu erforderlichen Recherchen und Gespräche konnten bisher noch nicht geführt werden. Die Kosten für die Entwicklung des Projektes können für 2013 aus Mitteln des Frankfurter Programms Aktive Nachbarschaft bereitgestellt werden. Für die Durchführung des Projektes wird es erforderlich sein, einen kompetenten Träger als Partner einzubinden. Hierzu wird der Magistrat ein Interessenbekundungsverfahren durchführen, das in der ersten Hälfte des kommenden Jahres abgeschlossen sein soll. Die in dem "Frankfurter Programm - Aktive Nachbarschaft" betreuten Quartiere sollen nach Beginn der Arbeit sukzessive in dieses Netzwerk einbezogen werden. Mit dieser hoch komplexen Abstimmungsaufgabe wird der Magistrat - wie in dem Bericht B 425 bereits dargestellt - das Frankfurter Programm - Aktive Nachbarschaft beauftragen. Der Magistrat hält die vorgesehene dreijährige Erprobungsphase für dieses Modell weiterhin für erforderlich, um die ambitionierten Ziele, die mit diesem Projekt verfolgt werden, zu erreichen. Der Magistrat wird in regelmäßigen Abschnitten unaufgefordert über den Sachstand berichten und nach Abschluss der Erprobungsphase einen Bericht vorlegen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 12. Februar 2007NRNR 318Projekt Stadtteilmütter im Rahmen des Projekts Soziale Stadt - Neue Nachbarschaften erprobenSTVV-Antrag · CDU, GRÜNE
- 8. Oktober 2007BB 736Projekt Stadtteilmütter im Rahmen des Projekts Soziale Stadt - Neue Nachbarschaften erprobenMagistratsbericht
- 22. Februar 2008BB 103Projekt Stadtteilmütter im Rahmen des Projekts Soziale Stadt - Neue Nachbarschaften erprobenMagistratsbericht
- 22. Januar 2010BB 48Projekt Stadtteilmütter im Rahmen des Projekts Soziale Stadt - Neue Nachbarschaften erprobenMagistratsbericht
- 4. Februar 2011BB 91Projekt Stadtteilmütter im Rahmen des Projekts Soziale Stadt - Neue Nachbarschaften erprobenMagistratsbericht
- 7. Dezember 2012Sie sind hierBB 545Projekt Stadtteilmütter im Rahmen des Projekts Soziale Stadt - Neue Nachbarschaften erprobenMagistratsbericht
- 15. Juni 2015Antwort des Magistrats · nach 435 WochenBB 230Projekt Stadtteilmütter im Rahmen des Projekts Soziale Stadt - Neue Nachbarschaften erprobenMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf4 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER, Piraten und RÖMER gegen SPD (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: CDU, GRÜNE, LINKE., FREIE WÄHLER, Piraten und RÖMER gegen SPD (= Zurückweisung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FDP (= Kenntnis) Die SPD-Fraktion gibt folgende Erklärung zur Protokoll: "Die SPD-Fraktion im Römer lehnt den Bericht B 545/2012 nicht aus inhaltlichen Gründen ab, sondern vielmehr um ihr Bedauern über die Verschleppungstaktik des Magistrats auszudrücken. Wir selbst haben die Einführung von Stadtteilmüttern im Jahr 2007 beantragt; beschlossen wurde sie kurz darauf auf Antrag der Koalition ebenfalls im Jahr 2007. Im Januar 2013 lesen wir nun, dass noch keine einzige Stadtteilmutter ausgebildet wurde, sondern stattdessen ein dreijähriges Pilotprojekt für "Stadtteillotsen" in Vorbereitung ist. Beschämend ist, dass es in Frankfurt nicht gelingt und offenbar nicht gewollt ist, was inzwischen jede deutsche Kleinstadt eingeführt hat. Ein bildungs- und sozialpolitisches Armutszeugnis."
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.