1. Risiken für die soziale Stadt "Erster Frankfurter Sozialbericht" 2. Sozialraumanalyse der Wohngebiete mit verdichteten sozialen Problemlagen hier: Teil VI…
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1. Risiken für die soziale Stadt "Erster Frankfurter Sozialbericht" 2. Sozialraumanalyse der Wohngebiete mit verdichteten sozialen Problemlagen hier: Teil VI "Risiken und Chancen einer alternden Stadt"
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Thema Wohnen verfolgenInhalt
Bericht des Magistrats vom 12.01.2004, B 1
Betreff:
- Risiken für die soziale Stadt "Erster Frankfurter Sozialbericht"
- Sozialraumanalyse der Wohngebiete mit verdichteten sozialen Problemlagen hier: Teil VI "Risiken und Chancen einer alternden Stadt" Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 26.02.1998, § 1642 - NR 231 GRÜNE, NR 262 CDU und SPD, l. B 570/02 - Der Magistrat legt hiermit einen weiteren Teilbericht des Frankfurter Sozialberichts vor. Der Bericht behandelt die Herausforderungen, die sich aus der demographischen Alterung für Frankfurt am Main ergeben. Ausgehend von einer Bestandsaufnahme der heutigen Lebenssituation Älterer zeigt der Bericht Handlungsfelder, auf denen die kommunale Sozialpolitik künftig den Herausforderungen einer älter werdenden Stadt begegnen kann. In Frankfurt am Main leben heute unterdurchschnittlich viele alte und junge Menschen und vergleichsweise viele Personen im Erwerbsalter von 18 bis unter
- Ohne die hohe Zahl von Zuzügen aus dem Ausland hätte sich die Einwohnerzahl der Stadt in den vergangenen Jahrzehnten deutlich verringert. In den nächsten Jahren wird es zunächst im Rhein-Main-Gebiet wie auch in der Bundesrepublik insgesamt noch zu einem leichten Bevölkerungszuwachs kommen. Erst nach 2015 wird in Deutschland ein Bevölkerungsrückgang einsetzen, der allerdings die verschiedenen Regio.nen sehr ungleich trifft. Wie auch in der Vergangenheit schon werden die prosperierenden Regionen Süd- und Westdeutschlands, zu denen auch das Rhein-Main Gebiet mit Frankfurt als Kernstadt gehört, Zuwanderer aus dem Ausland wie auch aus ande.ren Regionen der Bundesrepublik anziehen, während einige altindustrielle Regionen wie das Ruhrgebiet und ländliche Regionen in Ostdeutschland von Schrumpfungs.prozessen be.troffen sein werden. Innerhalb der Verdichtungsräume wird es tendenziell zu einer Abwan.derung der Bevölkerung aus den Kernstädten in die Umlandgemeinden kommen, ein Prozess, in dessen Verlauf sich soziale Problemgruppen wie Arme, gering Qualifizierte und Alleinerziehende, aber auch ältere Personen mit ihrem besonderen Bedarf an Betreuung und Unterstützung in den Kernstädten wie Frankfurt am Main konzentrieren, wäh.rend wohl.habendere Haushalte mit ökonomisch aktiven Erwachsenen in die Eigenheimsiedlungen des Umlandes abwandern. Der merkliche Anstieg der Zahl der älteren Bewohner Frankfurts führt dazu, dass der Bedarf an ambulanter Pflege und an Plätzen in Pflegeeinrichtungen bis 2020 um rund ein Drittel steigen wird. Verschärfend kommt hinzu, dass bei vielen Angehörigen der mittleren Generation die Bereitschaft sinken dürfte, pflegebedürftige Angehörige selber zu pflegen. Der Wandel der Lebensformen (z. B. bleiben mehr Frauen kinderlos als früher) führt dazu, dass ein größer werdender Anteil älterer Menschen später keine oder nur sehr wenige Verwandte hat und dass deshalb bei vielen die Möglichkeiten, Hilfe und Unterstützung aus deren Kreis zu finden, stark eingeschränkt sein werden. Am ehesten dürften solche Netzwerke noch bei "alteingesessenen" Frankfurtern vorhanden sein, während unter den zahlreichen Neubürgern der Anteil derjenigen, deren Verwandte in der Nähe wohnen, gering sein dürfte. Wer aus beruflichen Gründen in die wirtschaftlich dynamische Stadt gezogen ist, lebt meist in Ein- oder Zweifamilienhaushalten und verfügt nicht über ein verwandtschaftliches Netzwerk, das in späteren Jahren Hilfe und Unterstützung leisten kann. Auch der Arbeitsmarkt ändert sich spürbar. So wird es immer weniger "frisch ausgebildete", junge Menschen geben. Für die Betriebe bedeutet dies, dass sie Belegschaften haben werden, die im Schnitt älter sind und deren Qualifikationen nur über Weiterqualifizierung und nicht über die Einstellung neu ausgebildeter junger Arbeitskräfte auf dem jeweils neuesten Stand gehalten werden können. Neben den Herausforderungen werden auch die Chancen, die in einer älter werdenden Bevölkerung liegen, im Bericht angesprochen. Die künftigen Alten werden voraussichtlich eine längere Lebenserwartung haben, einen besseren Gesundheitszustand aufweisen und besser gebildet sein, als es alte Menschen jemals vorher waren. Für viele ältere Menschen bedeutet dies, dass sie bei Erreichen des Renteneintrittsalters noch eine lange Lebensphase vor sich haben, in der sie relativ frei von gravierenden körperlichen Beschwerden und im Vollbesitz ihrer geistigen Kräfte ihr Leben gestalten können. Dieses individuelle Potenzial stellt eine gesellschaftliche Ressource dar, die es zum Vorteil der Stadt zu nutzen gilt. Anlage: Teilplan VI -nicht vervielfältigt- Hinweis: Zum Öffnen der Anlage 1 ist die Acrobat Reader Version 6 erforderlich! Anlage 1 (ca. 917 KB)
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Der Weg dieser Vorlage
Am 12. Januar 2004 veröffentlichte der Magistrat diesen Bericht. Sie geht auf NR 262 zurück — STVV-Antrag von CDU, SPD, beschlossen am 26. Februar 1998. In 20 Sitzungen wurde über die Vorlage beraten.
Weitere Vorlagen in diesem Verfahren
Beratungsverlauf20 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
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Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
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Abstimmung: Einstimmige Annahme
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Abstimmung: Einstimmige Annahme
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Abstimmung: Einstimmige Annahme
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Abstimmung: Einstimmige Annahme
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Abstimmung: Einstimmige Annahme
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Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, FDP und PDS gegen SPD (= Kenntnis als Zwischenbericht)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD und FDP gegen ÖkoLinX- ARL (= Zurückweisung)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, FDP und FAG Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, FDP, FAG und REP Sonstige Voten/Protokollerklärung: PDS und ÖkoLinX-ARL (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu a) CDU, SPD, GRÜNE, FDP, FAG, REP und PDS gegen ÖkoLinX-ARL und E.L. (= Ablehnung)