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Burka statt Ausweis oder vollververschleiert ohne Ausweis- und Gesichtskontrolle in den Römer?

Vorlagentyp: ARÖMER
16 Wochen bis zur Antwort2 Stationen im Verfahren1 Sitzung
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Inhalt

Anfrage vom 01.12.2014, A 750

Betreff: Burka statt Ausweis oder vollververschleiert ohne Ausweis- und Gesichtskontrolle in den Römer? Vorgang: Zwischenbescheid des Magistrats vom 19.01.2015 Die beiden Stadtverordneten Dr. Dr. Rainer Rahn und Bernhard E. Ochs waren Zeuge wie im Rathauseingang Bethmannstraße einer vollverschleierten Person (männlich oder weiblich?) ohne Ausweis- bzw. Gesichtskontrolle Zugang gewährt wurde. In diesem Zusammenhang wurde ihnen von einem Vorfall berichtet, dass ein Mitarbeiter eines externen Sicherheitsdienstes, der für die Einlasskontrolle zuständig ist von einer vollverschleierten Person einen Ausweis sowie das Zeigen des unverschleierten Gesichts zur ordnungsgemäßen Kontrolle verlangte. Dabei soll es zu einem Eklat gekommen sein, in dessen Folge der Mitarbeiter arbeitsrechtlich abgemahnt wurde und die anderen Mitarbeiter angewiesen wurden auf Gesichts-kontrollen bei vollverschleierten Personen zu verzichten. Der (unverschleierte) Stadtverordnete Bernhard E. Ochs, der seit dem Jahr 1978 regelmäßig im Rathaus Römer aufgrund seines kommunalpolitischen Tätigkeit zu tun hat, wurde hingegen am Rathauseingang Römerberg kontrolliert und nach seinem städtischen Dienstausweis gefragt. Dies vorausgeschickt fragen wir den Magistrat:

  1. Ist es richtig, dass vollverschleierte Personen ohne Ausweis- bzw. Gesichtskontrolle Zugang zum Rathaus Römer gewährt wird?
  2. Ist es richtig, dass ein städtischer Mitarbeiter oder Mitarbeiter eines externen Sicherheits-dienstes im Zusammenhang mit der Einlasskontrolle einer vollverschleierten Person bzw. eines daraus resultierenden Eklats arbeitsrechtlich abgemahnt wurde oder mit einer anderen arbeitsrechtlichen Sanktionen belegt wurde?
  3. Ist es richtig, dass städtische Mitarbeiter oder Mitarbeiter eines externen Sicherheits-dienstes bezüglich der Einlasskontrolle vollverschleierter Personen angewiesen wurden, auf das Enthüllen (Demaskierung) des Gesichtes zu verzichten?
  4. Wenn ja, ist dies ein Verhalten falsch verstandener Toleranz oder eine Form ebenso falsch verstandener Deeskalationsstrategie?
  5. Ist dem Magistrat bekannt, dass vor kurzem in der Türkei eine vollverschleierte Frankfurterin und angebliche ISIS-Anhängerin nach dem Grenzübertritt aus dem Irak kommend wegen Terrorverdacht verhaftet wurde?
  6. Verhallen die mahnenden Worte des Frankfurter Kämmerers und Kirchendezernenten Uwe Becker zum Burkaverbot bzw. zum Verbot der Vollverschleierung, nach französischem und belgischem Beispiel, im Römer und in der Frankfurter Öffentlichkeit im Leeren?
  7. Wird dem Stadtverordneten Bernhard E. Ochs empfohlen, wenn er demnächst das Frankfurter Rathaus Römer beziehungsweise sein dortiges Büro zwecks Arbeit aufsuchen möchte und seinen Dienstausweis vergessen hat, ersatzweise eine Burka mitzuführen, um sie dann zwecks unkontrolliertem Zugang überzustreifen?

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 1. Dezember 2014Sie sind hier
    AA 750Burka statt Ausweis oder vollververschleiert ohne Ausweis- und Gesichtskontrolle in den Römer?
    STVV-Anfrage · RÖMER
  2. 20. März 2015Antwort des Magistrats · nach 16 WochenBB 138Burka statt Ausweis oder vollverschleiert ohne Ausweis- und Gesichtskontrolle in den Römer?Magistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

AAnfrage in der Stadtverordnetenversammlung

Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.

  1. 1Stadtverordnete stellen Anfrage
  2. 2Magistrat antwortet schriftlich
  3. 3Antwort fließt in Beratungen ein

Frist: 3 Monate

Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
Ausschusses für Recht, Verwaltung und Sicherheit
Sitzung 38 · 23.03.2015
TO I, TOP 3
Beraten
nicht auf TO Es dient zur Kenntnis, dass der Magistrat zwischenzeitlich einen Bericht (B 138) vorgelegt hat. Aktenzeichen: 32 4

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

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