Luftverunreinigung durch Flugverkehr im Rhein-Main-Gebiet
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Thema Verkehr und Straße verfolgenInhalt
Anfrage vom 24.04.2001, A 5
Betreff:
Luftverunreinigung durch Flugverkehr im Rhein-Main-Gebiet
Welche Erkenntnisse liegen dem Magistrat vor über den Anteil der Luftverunreinigung im Rhein-Main-Gebiet, die auf den Flugverkehr zurückzuführen sind?
Wurden nach Kenntnis des Magistrats in der Vergangenheit spezifische Messungen durchgeführt, um den Anteil des Flugverkehrs an der Luftverunreinigung in der Region zu erfassen (z. B. durch die Hessische Landesanstalt für Geologie und Umwelt oder das Umweltbundesamt)?
Wenn ja, wo können die Messergebnisse eingesehen werden und kann auf der Grundlage dieser Ergebnisse eine Aussage über die Entwicklung der Luftqualität gemacht werden, wenn die von der FAG (Fraport) unterstellten Steigerungsraten im Luftverkehr Realität werden.
Begründung:
Die vom Umweltbundesamt bzw. der Hessischen Landesanstalt für Geologie und Umwelt veröffentlichten Messergebnisse lassen eine Unterscheidung von Abgasen aus dem Kraftfahrzeugverkehr und dem Flugverkehr in der Region Rhein-Main nicht zu.
Verschiedene Betrachtungsweisen des UBA (sog. Standortprinzip bzw. Teritorialprinzip) zeigen, dass insbesondere die emissionsintensive Startphase den größten Teil des Schadstoffausstoßes durch den Flugverkehr bei einer Transportleistung von 5 % zu 28 % der Stickstoffoxid-Emissionen bei.
Im Rahmen des Mediationsverfahrens wurde eine Immissionsberechnung für den Flughafen Frankfurt/Main und das Jahr 1998 erstellt. Diese Berechnung hat schon deshalb so gut wie keinen Aussagewert, weil die Ergebnisse auf einer zu schmalen Datenbasis stehen. Dies gilt sowohl für die Emissionsdaten als auch für den Vergleich zwischen gerechneten und von der HLFU gemessenen adhoc Werte.
Die im Jahresbericht 1998 des Umweltbundesamtes angestellten Abschätzungen der Emissionen des von Deutschland ausgehenden Flugverkehrs legen den Schluss nahe, dass speziell in der Umgebung des Rhein-Main-Flughafens die Luft erheblich durch startende Flugzeuge mit Stickstoffoxiden belastet wird.
Antragstellende Fraktion: PDS
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 24. April 2001Sie sind hierAA 5Luftverunreinigung durch Flugverkehr im Rhein-Main-GebietSTVV-Anfrage · PDS
- 10. August 2001BB 625Luftverunreinigung durch Flugverkehr im Rhein-Main-GebietMagistratsbericht
- 4. März 2002BB 241Luftverunreinigung durch Flugverkehr im Rhein-Main-GebietMagistratsbericht
- 6. Dezember 2002BB 1378a) Luftverunreinigung durch Flugverkehr im Rhein-Main-Gebiet b) Die Gesundheitsrisiken durch Flugzeugabgase müssen detailliert ermittelt werden!Magistratsbericht
- 2. Juni 2003BB 442a) Luftverunreinigung durch Flugverkehr im Rhein-Main-Gebiet b) Die Gesundheitsrisiken durch Flugzeugabgase müssen detailliert ermittelt werden!Magistratsbericht
- 9. Juli 2004BB 452a) Luftverunreinigung durch Flugverkehr im Rhein-Main-Gebiet b) Die Gesundheitsrisiken durch Flugzeugabgase müssen detailliert ermittelt werden!Magistratsbericht
- 11. November 2005Antwort des Magistrats · nach 237 WochenBB 771a) Luftverunreinigung durch Flugverkehr im Rhein-Main-Gebiet b) Die Gesundheitsrisiken durch Flugzeugabgase müssen detailliert ermittelt werden!Magistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Eine schriftliche Frage von Stadtverordneten oder Fraktionen an den Magistrat. Die Antwort erfolgt schriftlich innerhalb von drei Monaten und fließt in spätere Beratungen ein.
- 1Stadtverordnete stellen Anfrage
- 2Magistrat antwortet schriftlich
- 3Antwort fließt in Beratungen ein
Frist: 3 Monate