Frankfurter Westen: Bauen mit Hanf
Zusammenfassung
Im Antrag wird vorgeschlagen, die Nutzung von Hanfziegeln als Baustoff im Frankfurter Westen zu prüfen. Die Vorteile von Hanfziegeln könnten zur Lösung verschiedener Probleme beitragen und die Umwelt schonen. Es wird erwartet, dass durch die Förderung von Hanfziegeln ein Beitrag zur Biodiversität geleistet wird.
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenFragen an den Magistrat
- Wie beurteilt der Magistrat die vorgenannten Möglichkeiten der Nutzung von Hanfziegeln als Baustoff?
- Sind dem Magistrat Gebäude bekannt, die aus Hanfziegeln gebaut wurden?
- Hält es der Magistrat für möglich und sinnvoll, im Frankfurter Westen einen Versuch mit einem aus Hanfziegeln gebauten Gebäude zu machen (zum Beispiel durch die KEG)?
- Wäre es sinnvoll, den Einsatz von Hanfziegeln durch private Bauträger durch das Angebot einer Förderung versuchsweise zu initiieren?
- Gibt es bereits einen Markt für Hanffasern, der es ermöglichen würde, im Frankfurter Westen einige Felder auf Hanfanbau umzustellen?
Kontext
Die Symbiose einer der ältesten Kulturpflanzen der Menschheit (Hanf) mit einem der ältesten und bewährtesten Baumaterialien (Naturkalk) soll den Baustoff der Zukunft ergeben. Die beiden Materialien werden in einem Kaltluftverfahren zu einem Ziegel gepresst. Die Hanfpflanze wächst circa 50-mal schneller als Holz, auf einem Hektar Hanffeld wächst in nur fünf Monaten Biomasse für ein kleines Einfamilienhaus. Die Verbindung der losen Hanfschäben mit Naturkalk und Mineralien lässt das Material hart wie Stein und beständig gegenüber äußeren Einflüssen werden, womit das Bauwerk für viele Generationen standhält. Dies schont die Umwelt und erspart Geld. Die hervorragenden thermischen Eigenschaften machen zusätzliche Dämmung wie Polystyrol überflüssig. Hanfkalk hat bezüglich Luftreinigung und Feuchtigkeitsregulation ähnliche Eigenschaften wie Lehm, sorgt dadurch für ein gesundes Wohnklima und für reine Luft. Der Zyklus bindet mehr CO2 als es abgibt und entlastet damit aktiv die Umwelt. So wird es jedenfalls von Verfechtern des Verfahrens versprochen.
Begründung
Die geschilderten Vorteile von Hanfziegeln könnten genau die richtigen Lösungsansätze für eine ganze Reihe von Problemen sein. Man sollte dem Verfahren deswegen eine Chance geben und es fördern, auch wenn es jetzt vielleicht noch nicht wirtschaftlich sein sollte. Hanf auf den Feldern würde die Fruchtfolge bereichern und wäre sicher ein Beitrag zur Biodiversität. Im Bioanbau hat sich Hanf als sehr anspruchslos erwiesen und kommt gut ohne Pestizide aus.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 1. März 2020OFOF 1280/6Frankfurter Westen: Bauen mit HanfOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 12. Mai 2020Sie sind hierVV 1608Frankfurter Westen: Bauen mit HanfAnfrage
- 10. August 2020Antwort des Magistrats · nach 23 WochenSTST 1410Frankfurter Westen: Bauen mit HanfStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Mit einer Anfrage verlangt der Ortsbeirat vom Magistrat schriftlich Auskunft. Die zuständigen Ämter erarbeiten eine Stellungnahme. Der Magistrat muss innerhalb von zwölf Wochen antworten — sonst kommt die Anfrage erneut auf die Tagesordnung des Ortsbeirats.
- 1Ortsbeirat beschließt Anfrage
- 2direkt an den Magistrat
- 3Ämter erarbeiten Stellungnahme
- 4Magistrat antwortet (12 Wochen)
Frist: 12 Wochen