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Dem Kinderärztemangel entgegenwirken

Vorlagentyp: V
53 Wochen bis zur Antwort9 Stationen im Verfahren

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Thema Abfall und Sauberkeit verfolgen

Inhalt

Auskunftsersuchen vom 07.05.2019, V 1253 entstanden aus Vorlage: OF 930/1 vom 17.04.2019

Betreff: Dem Kinderärztemangel entgegenwirken Der Magistrat wird gebeten, ausführlich und sofern notwendig unter Zuhilfenahme von noch durchzuführenden Studien zu prüfen und zu berichten:

  1. Aus welchem Jahr stammt die Grundlage zur Berechnung der Verteilung von Arztsitzen der Kassenärztlichen Vereinigung und der Krankenkassen? Ist eine neue Berechnung geplant? Wenn ja, wann?
  2. Wie hoch ist der tatsächliche aktuelle Bedarf an Kinderärzten in den Stadtteilen des Ortsbezirks 1? Zu berücksichtigen ist dabei die Anzahl der Kinder, wobei für Säuglinge und Kleinkinder ein realistischer, höherer Versorgungsaufwand berücksichtigt werden soll als für ältere Kinder.
  3. Wie hoch ist der tatsächliche Bedarf an Kinderärzten in den Stadtteilen des Ortsbezirks 1 in den kommenden zehn Jahren? Zu berücksichtigen ist dabei natürlich die Anzahl der Kinder, wobei für Säuglinge und Kleinkinder ein realistischer, höherer Versorgungsaufwand berücksichtigt werden soll als für ältere Kinder. Zudem müssen der Zu- und Wegzug sowie der erhöhte Zeitbedarf bei Behandlungen in den letzten Jahren generell Berücksichtigung finden. Es soll eine Aufschlüsselung nach Jahren erfolgen.
  4. Wie viele Kinderärzte gehen in den Stadtteilen des Ortsbezirks 1 in den kommenden zehn Jahren in Rente? Bitte eine jährliche Aufschlüsselung in relativen und absoluten Zahlen mit geeignetem Vergleichswert aufführen und sofern datenschutzrechtlich möglich nach Stadtteilen unterscheiden.
  5. Wie viele neue Kinderärzte stehen unter Berücksichtigung aller Umstände den in Rente gehenden Kinderärzten im Ortsbezirk 1 in den kommenden zehn Jahren gegenüber? Bitte eine jährliche Aufschlüsselung in relativen und absoluten Zahlen mit geeignetem Vergleichswert aufführen und sofern datenschutzrechtlich möglich nach Stadtteilen unterscheiden.
  6. Die Kassenärztliche Vereinigung und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte forderten die gesetzlichen Krankenkassen auf, 15 zusätzliche Kinderarztsitze landesweit bereitzustellen. Wie viele der Sitze wurden für Frankfurt und wie viele für den Ortsbezirk 1, und dort für welche Stadtteile, vorgesehen? Wie ist der aktuelle Sachstand?
  7. Ist die zunächst zeitlich befristete Zulassung von Kinderarztsitzen in Stadtteilen mit einem schnell steigenden Bedarf, wie dem Gallus, möglich? Wenn ja, an welche Voraussetzungen ist die Zulassung geknüpft und wie kann diese zeitnah umgesetzt werden?
  8. Hat die Stadt Frankfurt eine Einflussmöglichkeit auf die Zulassung neuer Arztsitze (z. B. in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung und dem Land Hessen)? Wenn ja, welche?
  9. Kann durch die Stadt Frankfurt darauf hingewirkt werden, dass neue Sitze nicht als Sonderbedarf finanziert werden? Wenn ja, wie? Da das öffentliche Interesse besonders groß ist, und eine Lösung des Problems nunmehr dringend ist, wird der Magistrat bei längerer Bearbeitungsdauer des umfangreichen Prüfantrags gebeten, einen Zwischenbericht zu fertigen. Begründung: Zahlreiche Eltern erkundigen sich nach Lösungsmöglichkeiten für den enormen Kinderärztemangel im Ortsbezirk
  10. Dabei scheint das Gallus mit dem Europaviertel zumindest in der subjektiven Wahrnehmung besonders betroffen zu sein. Der Zuzug in diesen Stadtteil ist durch die Entstehung neuer Quartiere immens. Dadurch ziehen auch neue Familien und damit Kinder hinzu. Doch die Berechnungsgrundlage für die Kinderarztsitze stammt Presseberichten zufolge aus den 1990er-Jahren. Neben der Einwohnerzahl ist jedoch seitdem der Zeitaufwand je Patient infolge von u. a. organisatorischen Belangen gestiegen, zudem sind Behandlungsmöglichkeiten vielfältiger geworden und ganze Stadtteile haben sich verändert. Folglich ist es unzureichend, eine unflexible Berechnungsgrundlage zu nutzen, und diese nicht anlassbezogen anzupassen. Mehrere Familien im Gallus erwägen sogar einen Umzug, da es an einer ausreichenden Versorgung mit Kinderärzten mangelt. Die Arztsuche wird zum bestimmenden Thema für viele junge Familien. Der Kinderärztemangel betrifft dabei nicht nur Frankfurt, sondern ist ein deutschlandweites Problem. Laut einer Umfrage des Deutschen Kinderhilfswerks geben 31 Prozent der befragten Eltern in Großstädten an, dass es einen Mangel an Kinderärzten in der Nähe gibt. Ursächlich ist neben vielen anderen Faktoren die Demografie, denn viele ältere Kinderärzte gehen in den nächsten Jahren in Rente. Dem gegenüber stehen steigende Geburtenzahlen. Die gesundheitliche Versorgung des Nachwuchses muss gesichert sein, dazu muss im ersten Schritt eine Datengrundlage geschaffen werden. Auf Basis dieser Daten sollen dann zeitnah konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Situation getroffen werden. Antragstellender Ortsbeirat: Ortsbeirat 1

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 31. Januar 2019OFOF 862/1Kinderärzte dringend gesucht!Ortsbeiratsantrag · CDU
  2. 19. Februar 2019VV 1184Kinderärzte dringend gesucht!Anfrage
  3. 17. April 2019OFOF 930/1Dem Kinderärztemangel entgegenwirkenOrtsbeiratsantrag · SPD
  4. 7. Mai 2019Sie sind hier
    VV 1253Dem Kinderärztemangel entgegenwirken
    Anfrage
  5. 17. Mai 2019STST 959Kinderärzte dringend gesucht!Stellungnahme
  6. 16. August 2019STST 1569Dem Kinderärztemangel entgegenwirkenStellungnahme
  7. 12. Oktober 2019OFOF 1092/1Dem Kinderärztemangel entgegenwirken - zweiter VersuchOrtsbeiratsantrag · SPD
  8. 29. Oktober 2019VV 1469Dem Kinderärztemangel entgegenwirken - zweiter VersuchAnfrage
  9. 7. Februar 2020Antwort des Magistrats · nach 53 WochenSTST 228Dem Kinderärztemangel entgegenwirken - zweiter VersuchStellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

VAnfrage des Ortsbeirats

Mit einer Anfrage verlangt der Ortsbeirat vom Magistrat schriftlich Auskunft. Die zuständigen Ämter erarbeiten eine Stellungnahme. Der Magistrat muss innerhalb von zwölf Wochen antworten — sonst kommt die Anfrage erneut auf die Tagesordnung des Ortsbeirats.

  1. 1Ortsbeirat beschließt Anfrage
  2. 2direkt an den Magistrat
  3. 3Ämter erarbeiten Stellungnahme
  4. 4Magistrat antwortet (12 Wochen)

Frist: 12 Wochen

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