Zum Inhalt springenZur Navigation springenZum Fußbereich springen
Ortsbeiräte
Nachbarschaft
Abo

Dem Kinderärztemangel entgegenwirken

Vorlagentyp: OFSPD
25 Wochen bis zur Antwort7 Stationen im Verfahren1 SitzungAngenommen

Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.

Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.

Thema Abfall und Sauberkeit verfolgen

Begründung

Der Ortsbeirat möge beschließen, der Magistrat wird gebeten ausführlich und sofern notwendig, unter Zuhilfenahme von noch durchzuführenden Studien, zu prüfen und zu berichten:

  1. Aus welchem Jahr stammt die Grundlage zur Berechnung der Verteilung von Arztsitzen der Kassenärztlichen Vereinigung und der Krankenkassen? Ist eine neue Berechnung geplant? Wenn ja, wann?
  2. Wie hoch ist der tatsächliche aktuelle Bedarf an Kinderärzten in den Stadtteilen des Ortsbezirks 1? Zu berücksichtigen ist dabei die Anzahl der Kinder, wobei für Säuglinge und Kleinkinder ein realistischer höherer Versorgungsaufwand berücksichtigt werden soll als für ältere Kinder.
  3. Wie hoch ist der tatsächliche Bedarf an Kinderärzten in den Stadtteilen des Ortsbezirks 1 in den kommenden 10 Jahren? Zu berücksichtigen ist dabei natürlich die Anzahl der Kinder, wobei für Säuglinge und Kleinkinder ein realistischer höherer Versorgungsaufwand berücksichtigt werden soll als für ältere Kinder. Zudem müssen der Zu- und Wegzug sowie der erhöhte Zeitbedarf bei Behandlungen in den letzten Jahren generell Berücksichtigung finden. Es soll eine Aufschlüsselung nach Jahren erfolgen.
  4. Wie viele Kinderärzte gehen in den Stadtteilen des Ortsbezirks 1 in den kommenden 10 Jahren in Rente? Bitte eine jährliche Aufschlüsselung in relativen und absoluten Zahlen mit geeignetem Vergleichswert aufführen und sofern datenschutzrechtlich möglich nach Stadtteilen unterscheiden.
  5. Wie viele neue Kinderärzte stehen unter Berücksichtigung aller Umstände den in Rente gehenden Kinderärzten im Ortsbezirk 1 in den kommenden 10 Jahren gegenüber? Bitte eine jährliche Aufschlüsselung in relativen und absoluten Zahlen mit geeignetem Vergleichswert aufführen und sofern datenschutzrechtlich möglich nach Stadtteilen unterscheiden.
  6. Die Kassenärztliche Vereinigung und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte forderten die gesetzlichen Krankenkassen auf, 15 zusätzliche Kinderarzt-Sitze landesweit bereitzustellen. Wie viele der Sitze wurden für Frankfurt und wie viele für den Ortsbezirk 1 und dort für welche Stadtteile vorgesehen? Wie ist der aktuelle Sachstand?
  7. Ist die zunächst zeitlich befristete Zulassung von Kinderarzt-Sitzen in Stadtteilen mit einem schnell steigenden Bedarf, wie dem Gallus, möglich? Wenn ja, an welche Voraussetzungen ist die Zulassung geknüpft und wie kann dies zeitnah umgesetzt werden?
  8. Hat die Stadt Frankfurt eine Einflussmöglichkeit auf die Zulassung neuer Arzt-Sitze (z. B. in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung und dem Land Hessen)? Wenn ja, welche?
  9. Kann durch die Stadt Frankfurt darauf hingewirkt werden, dass neue Sitze nicht als Sonderbedarf finanziert werden? Wenn ja, wie? Da das öffentliche Interesse besonders groß ist und eine Lösung des Problems nunmehr dringend ist, wird bei längerer Bearbeitungsdauer des umfangreichen Prüfantrags gebeten einen Zwischenbericht zu fertigen. Begründung: Zahlreiche Eltern erkundigen sich nach Lösungsmöglichkeiten für den enormen Kinderärztemangel im Ortsbezirk
  10. Dabei scheint das Gallus mit dem Europaviertel zumindest in der subjektiven Wahrnehmung besonders betroffen zu sein. Der Zuzug in diesen Stadtteil ist durch die Entstehung neuer Quartiere immens. Dadurch ziehen auch neue Familien und damit Kinder hinzu. Doch die Berechnungsgrundlage für die Kinderarzt-Sitze stammt Presseberichten zufolge aus den 1990er Jahren. Neben der Einwohnerzahl ist jedoch seitdem der Zeitaufwand je Patient infolge von u. a. organisatorischen Belangen gestiegen, zudem sind Behandlungsmöglichkeiten vielfältiger geworden und ganze Stadtteile haben sich verändert. Folglich ist es unzureichend eine unflexible Berechnungsgrundlage zu nutzen und diese nicht Anlassbezogen anzupassen. Mehrere Familien im Gallus erwägen sogar einen Umzug, da es an einer ausreichenden Versorgung mit Kinderärzten mangelt. Die Arztsuche wird zum bestimmenden Thema für viele junge Familien. Der Kinderärztemangel betrifft dabei nicht nur Frankfurt, sondern ist ein Deutschlandweites Problem. Laut einer Umfrage des Deutschen Kinderhilfswerks betrachten 31 % der befragten Eltern in Großstädten, dass es einen Mangel an Kinderärzten in der Nähe gibt. Ursächlich ist neben vielen anderen Faktoren die Demografie, denn viele ältere Kinderärzte gehen in den nächsten Jahren in Rente. Dem gegenüber stehen steigende Geburtenzahlen. Die gesundheitliche Versorgung des Nachwuchses muss gesichert sein, dazu muss im ersten Schritt eine Datengrundlage geschaffen werden. Auf Basis dieser Daten sollen dann zeitnah konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Situation getroffen werden.

Inhalt

Antrag vom 17.04.2019, OF 930/1

Betreff: Dem Kinderärztemangel entgegenwirken Der Ortsbeirat möge beschließen, der Magistrat wird gebeten ausführlich und sofern notwendig, unter Zuhilfenahme von noch durchzuführenden Studien, zu prüfen und zu berichten:

  1. Aus welchem Jahr stammt die Grundlage zur Berechnung der Verteilung von Arztsitzen der Kassenärztlichen Vereinigung und der Krankenkassen? Ist eine neue Berechnung geplant? Wenn ja, wann?
  2. Wie hoch ist der tatsächliche aktuelle Bedarf an Kinderärzten in den Stadtteilen des Ortsbezirks 1? Zu berücksichtigen ist dabei die Anzahl der Kinder, wobei für Säuglinge und Kleinkinder ein realistischer höherer Versorgungsaufwand berücksichtigt werden soll als für ältere Kinder.
  3. Wie hoch ist der tatsächliche Bedarf an Kinderärzten in den Stadtteilen des Ortsbezirks 1 in den kommenden 10 Jahren? Zu berücksichtigen ist dabei natürlich die Anzahl der Kinder, wobei für Säuglinge und Kleinkinder ein realistischer höherer Versorgungsaufwand berücksichtigt werden soll als für ältere Kinder. Zudem müssen der Zu- und Wegzug sowie der erhöhte Zeitbedarf bei Behandlungen in den letzten Jahren generell Berücksichtigung finden. Es soll eine Aufschlüsselung nach Jahren erfolgen.
  4. Wie viele Kinderärzte gehen in den Stadtteilen des Ortsbezirks 1 in den kommenden 10 Jahren in Rente? Bitte eine jährliche Aufschlüsselung in relativen und absoluten Zahlen mit geeignetem Vergleichswert aufführen und sofern datenschutzrechtlich möglich nach Stadtteilen unterscheiden.
  5. Wie viele neue Kinderärzte stehen unter Berücksichtigung aller Umstände den in Rente gehenden Kinderärzten im Ortsbezirk 1 in den kommenden 10 Jahren gegenüber? Bitte eine jährliche Aufschlüsselung in relativen und absoluten Zahlen mit geeignetem Vergleichswert aufführen und sofern datenschutzrechtlich möglich nach Stadtteilen unterscheiden.
  6. Die Kassenärztliche Vereinigung und der Berufsverband der Kinder- und Jugendärzte forderten die gesetzlichen Krankenkassen auf, 15 zusätzliche Kinderarzt-Sitze landesweit bereitzustellen. Wie viele der Sitze wurden für Frankfurt und wie viele für den Ortsbezirk 1 und dort für welche Stadtteile vorgesehen? Wie ist der aktuelle Sachstand?
  7. Ist die zunächst zeitlich befristete Zulassung von Kinderarzt-Sitzen in Stadtteilen mit einem schnell steigenden Bedarf, wie dem Gallus, möglich? Wenn ja, an welche Voraussetzungen ist die Zulassung geknüpft und wie kann dies zeitnah umgesetzt werden?
  8. Hat die Stadt Frankfurt eine Einflussmöglichkeit auf die Zulassung neuer Arzt-Sitze (z. B. in Zusammenarbeit mit der Kassenärztlichen Vereinigung und dem Land Hessen)? Wenn ja, welche?
  9. Kann durch die Stadt Frankfurt darauf hingewirkt werden, dass neue Sitze nicht als Sonderbedarf finanziert werden? Wenn ja, wie? Da das öffentliche Interesse besonders groß ist und eine Lösung des Problems nunmehr dringend ist, wird bei längerer Bearbeitungsdauer des umfangreichen Prüfantrags gebeten einen Zwischenbericht zu fertigen. Begründung: Zahlreiche Eltern erkundigen sich nach Lösungsmöglichkeiten für den enormen Kinderärztemangel im Ortsbezirk
  10. Dabei scheint das Gallus mit dem Europaviertel zumindest in der subjektiven Wahrnehmung besonders betroffen zu sein. Der Zuzug in diesen Stadtteil ist durch die Entstehung neuer Quartiere immens. Dadurch ziehen auch neue Familien und damit Kinder hinzu. Doch die Berechnungsgrundlage für die Kinderarzt-Sitze stammt Presseberichten zufolge aus den 1990er Jahren. Neben der Einwohnerzahl ist jedoch seitdem der Zeitaufwand je Patient infolge von u. a. organisatorischen Belangen gestiegen, zudem sind Behandlungsmöglichkeiten vielfältiger geworden und ganze Stadtteile haben sich verändert. Folglich ist es unzureichend eine unflexible Berechnungsgrundlage zu nutzen und diese nicht Anlassbezogen anzupassen. Mehrere Familien im Gallus erwägen sogar einen Umzug, da es an einer ausreichenden Versorgung mit Kinderärzten mangelt. Die Arztsuche wird zum bestimmenden Thema für viele junge Familien. Der Kinderärztemangel betrifft dabei nicht nur Frankfurt, sondern ist ein Deutschlandweites Problem. Laut einer Umfrage des Deutschen Kinderhilfswerks betrachten 31 % der befragten Eltern in Großstädten, dass es einen Mangel an Kinderärzten in der Nähe gibt. Ursächlich ist neben vielen anderen Faktoren die Demografie, denn viele ältere Kinderärzte gehen in den nächsten Jahren in Rente. Dem gegenüber stehen steigende Geburtenzahlen. Die gesundheitliche Versorgung des Nachwuchses muss gesichert sein, dazu muss im ersten Schritt eine Datengrundlage geschaffen werden. Auf Basis dieser Daten sollen dann zeitnah konkrete Maßnahmen zur Verbesserung der Situation getroffen werden.Beratung im Ortsbeirat: 1

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar. Nach der letzten Antwort wurde das Thema erneut aufgegriffen.

  1. 19. Februar 2019VV 1184Kinderärzte dringend gesucht!Anfrage
  2. 17. April 2019Sie sind hier
    OFOF 930/1Dem Kinderärztemangel entgegenwirken
    Ortsbeiratsantrag · SPD
  3. 7. Mai 2019VV 1253Dem Kinderärztemangel entgegenwirkenAnfrage
  4. 17. Mai 2019STST 959Kinderärzte dringend gesucht!Stellungnahme
  5. 16. August 2019Antwort des Magistrats · nach 25 WochenSTST 1569Dem Kinderärztemangel entgegenwirkenStellungnahme
  6. 12. Oktober 2019OFOF 1092/1Dem Kinderärztemangel entgegenwirken - zweiter VersuchOrtsbeiratsantrag · SPD
  7. 29. Oktober 2019VV 1469Dem Kinderärztemangel entgegenwirken - zweiter VersuchAnfrage

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

OFAntrag aus dem Ortsbeirat

Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ortsbeirat berät & beschließt
  3. 3wird zu OA, OM, OI oder V
  4. 4Magistrat setzt um oder berichtet
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
OBR 1
Sitzung 31 · 07.05.2019
TO I, TOP 38
Angenommen
Auskunftsersuchen V 1253 2019 Die Vorlage OF 930/1 wird in der vorgelegten Fassung beschlossen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung
Alle verknüpften Vorlagen