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Keimbelastung des Eschbachs - Verhandlungen mit Bad Homburg einleiten

Vorlagentyp: STMagistrat
15 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren

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Thema Umwelt und Energie verfolgen

Inhalt

Stellungnahme des Magistrats vom 14.05.2018, ST 882

Betreff: Keimbelastung des Eschbachs - Verhandlungen mit Bad Homburg einleiten Seit März 2018 liegt der ausführliche Bericht des Gesundheitsamtes der Stadt Frankfurt zur hygienischen Güte der Oberflächengewässer vor (www.gesundheitsamt.stadt-frankfurt.de), der neben den Untersuchungen auf Fäkalindikatoren von 1996-2017 auch die Untersuchungs-Daten zu multiresistenten Erregern enthält. Die ersten Untersuchungen zu multiresistenten Erregern im Eschbach wurden im September 2017 bereits von der stellvertretenden Leiterin des Gesundheitsamtes dem Ortsbeirat vorgestellt und mit diesem ausführlich diskutiert. Insgesamt zeigt sich eine generelle Belastung der Oberflächengewässer mit Fäkalkeimen, nicht nur von Oberflächengewässern mit Kläranlagen am Oberlauf. Bei den Untersuchungen im Herbst 2017 "ließ sich kein klarer Hinweis auf eine Beeinflussung von Kläranlagen finden, da carbapenemresistente Erreger dreimal in Gewässerabschnitten ohne resp. vor einer Kläranlage detektiert wurden, jedoch nur einmal direkt nach einer Kläranlage (Urselbach 2). Insbesondere konnten bei dieser Untersuchung keine carbapenemresistenten Erreger im Eschbach nachgewiesen werden (Oberflächengewässerbericht, S. 72/73). Die bislang bekanntgewordenen Ergebnisse aus der bundesweiten HyReKa-Studie (www.hyreka.net) geben erste Hinweise, dass carbapenemresistente Erreger häufiger in urbanen kommunalen Abwässern mit Einfluss von Kliniken als in ländlichen Abwässern ohne Klinikeinfluss vorkommen. Die Datenlage ist aber noch nicht ausreichend, um eine endgültige Bewertung der Situation zu ermöglichen und ggf. Handlungsempfehlungen - wie z.B. eigene Kläranlagen von Kliniken oder eine generelle Desinfektion in kommunalen Kläranlagen o.ä. - abzuleiten. Die Frankfurter Oberflächengewässer wurden 2017 auch auf Antibiotika untersucht. Diese fanden sich in geringen Konzentrationen ausschließlich in kläranlagenbeeinflussten Gewässern, nicht in Gewässern ohne Kläranlagen. Die meisten Antibiotika werden - neben der Tiermedizin - in der ambulanten Medizin eingesetzt und gelangen dann auch in die kommunalen Kläranlagen; in den Kliniken werden zwar nur ca. 15-20% der in der Humanmedizin eingesetzten Antibiotika angewandt, allerdings eher die Breitspektrum-Antibiotika, die eher resistenzfördernd sind. Inwiefern sich hieraus besonderer Handlungsbedarf ergibt, kann derzeit noch nicht gesagt werden; auch hier wird die HyReKa-Studie abzuwarten sein. Vor diesem Hintergrund antwortet der Magistrat:

Zu 1: Alle Kläranlagen der Region arbeiten gemäß den gültigen gesetzlichen Vorgaben. Sollte nach Abschluss der HyReKa-Studie eine bundesweite zusätzliche Pflicht zu einer weiteren Reinigungs- resp. Desinfektionsstufe in Kraft treten, wird diese auch in den Kläranlagen der Region einschließlich der Kläranlage Ober-Eschbach umgesetzt.

Zu 2: Der Magistrat wird beim Magistrat der Stadt Bad Homburg eine Anfrage stellen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 1. Februar 2018OFOF 147/15Keimbelastung des Eschbachs - Verhandlungen mit Bad Homburg einleitenOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
  2. 16. Februar 2018OMOM 2724Keimbelastung des Eschbachs - Verhandlungen mit Bad Homburg einleitenDirektanregung
  3. 14. Mai 2018Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 15 Wochen
    STST 882Keimbelastung des Eschbachs - Verhandlungen mit Bad Homburg einleiten
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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