Kapazität der Kanalisation im Frankfurter Nordend bei Starkregen
Zusammenfassung
Der Magistrat stellt fest, dass die Kanalisation im Frankfurter Nordend für ein 3-jährliches Niederschlagsereignis ausgelegt ist, jedoch bei extremen Starkregenereignissen nicht allein ausreicht. Es wird auf die Starkregengefahrenkarten verwiesen, die Bürger über mögliche Überflutungen informieren. Zudem wird die Notwendigkeit einer Koordinierungsstelle zur effektiven Bewältigung von Starkregenereignissen betont.
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Thema Stadtplanung verfolgenStellungnahme des Magistrats
Die Kanalisation im Frankfurter Nordend ist gemäß den Regelwerken für ein 3-jährliches Niederschlagsereignis ausgelegt. Die Kanäle sind ausreichend dimensioniert. Die Ableitung seltener Starkregenereignisse kann jedoch nicht ausschließlich über die Kanalisation erfolgen. Der Magistrat verweist zudem auf die Starkregengefahrenkarten (Starkregengefahrenkarten | Stadt Frankfurt am Main), mit der sich alle Interessierten über die Gefährdung durch Starkregen informieren können. Die Karten zeigen Überflutungstiefen und Fließgeschwindigkeiten für verschiedene Regenmengen für das Stadtgebiet Frankfurt am Main. Das heißt auf den Karten ist zu sehen, wo und wie tief bei entsprechenden Regenmengen das Wasser stehen könnte und wie schnell es wo entlangfließt. Die Schmutzfangeimer in den Sinkkästen werden zweimal jährlich entleert und gereinigt. Der Inhalt der Schmutzfangeimer wird von der FES abtransportiert und entsorgt. In der Tat stellen verstopfte Sinkkästen dennoch ein Problem dar. Einige Sinkkästen werden nur unzureichend gereinigt, da dort parkende Fahrzeuge die Leerung verhindern. In der Praxis geschieht das auch im Bereich von Parkverboten. Generell können sich Bürgerinnen und Bürger direkt an unsere Baubezirke (https://frankfurt.de/service-und-rathaus/verwaltung/aemter-und-institutionen/am t-fuer-strassenbau-und-erschliessung/baubezirke) wenden und auf verstopfte Straßenabläufe hinweisen. Ebenso ist die Meldung über den Mängelmelder auf der Seite "Frankfurt fragt mich" (https://www.ffm.de/frankfurt/de/flawRep/43535) möglich, so dass kurzfristig Abhilfe geschaffen werden kann. Als Folge des Klimawandels nehmen extreme Wetterlagen auch in Frankfurt am Main zu. Generell spricht man ab einer Regenmenge von 15 Litern pro Stunde beziehungsweise 20 Litern pro sechs Stunden auf einen Quadratmeter von einem Starkregen. Starkregen können im gesamten Stadtgebiet blitzschnell zu Überflutungen führen. Um diesen Starkregenereignissen wirksam zu begegnen, arbeiten derzeit unterschiedliche Stellen ämterübergreifend zusammen. Generell sieht der Magistrat hier den Bedarf nach einer Koordinierungsstelle, die wirksame Konzepte erarbeitet und die erforderlichen Aufgaben koordiniert. Konkrete Maßnahmen im Bereich Nordend sind derzeit nicht vorgesehen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 29. August 2024OFOF 752/3Kapazität der Kanalisation im Frankfurter Nordend bei StarkregenOrtsbeiratsantrag · FDP
- 12. September 2024VV 1019Kapazität der Kanalisation im Frankfurter Nordend bei StarkregenAnfrage
- 13. Januar 2025Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 20 WochenSTST 84Kapazität der Kanalisation im Frankfurter Nordend bei StarkregenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab