Schienenlärm durch Stadtbahnverkehr mindern - wie bewertet der Magistrat die Vorschläge der VDV-Studie?
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Stellungnahme des Magistrats vom 26.05.2014, ST 695
Betreff: Schienenlärm durch Stadtbahnverkehr mindern - wie bewertet der Magistrat die Vorschläge der VDV-Studie? Zu Frage 1: Die VDV-Schrift 611 vom Verband der Deutschen Verkehrsunternehmen hatte zum Ziel, die wichtigsten Informationen zu den in Gleisbögen auftretenden typischen Geräuschen zusammenzutragen. Sie gibt dabei einen Überblick über fahrweg- und fahrzeugseitige Maßnahmen, die zur Vermeidung dieser Geräusche bereits durchgeführt wurden, sowie über die Erfahrungen in der Praxis. Die entsprechenden Fachbereiche der VGF (Schienenfahrzeuge und Schienenfahrweg) können durch ihre jahrelange Erfahrung die in der Schrift 611 zusammengetragenen Informationen bestätigen. Eine Überprüfung der Anwendbarkeit wurde im Zusammenhang einer Kosten/ Nutzen- Analyse getätigt. Zu Frage 2: Im Wesentlichen ist der angesprochene Schienenlärm im Gleisbogen zwischen Niederursel (Krautgartenweg) und Zeilweg auf das klassische Kurvenquietschen ("Kreischen") zurückzuführen. Es entsteht während des Quergleitens der Fahrfläche des Rades auf dem Schienenkopf. An folgenden Bereichen lassen sich Maßnahmen zur Reduzierung der Geräusche in Gleisbögen ergreifen:
- am Fahrweg (Gleis / Schienen),
- am Fahrzeug (Fahrwerk / Drehgestell),
- im Kontaktbereich von Rad und Schiene. In der Praxis wurden verschiedene Maßnahmen mit unterschiedlichem Erfolg getestet. Teilweise zeigen Maßnahmen, die an einer Stelle eine gute Minderung ergeben, an anderer Stelle aber nur eine geringe oder gar keine Wirkung. Eine Beschichtung der Radscheibe (z. B. mit Polyurethan) ist lediglich für Vollräder sinnvoll, da der Radreifen und die Radscheibe miteinander starr gekoppelt sind und somit eine Einheit bilden. Die VGF setzt bei allen Fahrzeugen Räder ein, bei denen der Radreifen von der Radscheibe durch Gummielemente getrennt ist. Dies dient der besseren Einfederung und dem Komfort der Fahrgäste. Das entspricht den "allgemein anerkannten Regeln der Technik" (aaRdT) und ist Standard bei fast allen Nahverkehrsbetrieben mit Stadtbahn- bzw. Straßenbahn- Systemen. Unabhängig davon werden von der VGF derzeit weitere Lösungen mit der Wasserschmierung (ortsfeste und mobile Einrichtungen) auf ihre technische und finanzielle Machbarkeit untersucht. Die belastbaren Ergebnisse können allerdings nicht vor Herbst 2014 erwartet werden. Die VGF favorisiert derzeit ortsfeste Benetzungsanlagen weil: a) es sich um ein erprobtes und anerkanntes Verfahren handelt, b) das Kurvenquietschen damit weitestgehend beseitigt werden kann, c) das Verfahren skalierbar ist (die Anzahl der Anlagen kann dem Bedarf angepasst werden) d) durch Schmierstoffe der Verschleiß im Rad-Sc hiene-System reduziert wird.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 2. Januar 2014OFOF 394/8Schienenlärm durch Stadtbahnverkehr mindern . wie bewertet der Magistrat die Vorschläge der VDV-Studie?Ortsbeiratsantrag · fraktionsunabhängig
- 23. Januar 2014VV 920Schienenlärm durch Stadtbahnverkehr mindern - wie bewertet der Magistrat die Vorschläge der VDV-Studie?Anfrage
- 26. Mai 2014Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 21 WochenSTST 695Schienenlärm durch Stadtbahnverkehr mindern - wie bewertet der Magistrat die Vorschläge der VDV-Studie?Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab