Zum Inhalt springenZur Navigation springenZum Fußbereich springen
Ortsbeiräte
Nachbarschaft
Abo

Fernwärme in Kalbach-Riedberg

Vorlagentyp: STMagistrat
131 Wochen bis zur Antwort7 Stationen im Verfahren

Zusammenfassung

Die Stadt Frankfurt erarbeitet eine Kommunale Wärmeplanung, die ab 2026 verpflichtend ist. Mainova AG unterstützt dabei mit einem Fernwärme-Transformationsplan, der den Ausbau des Fernwärmenetzes und die Integration erneuerbarer Energiequellen vorsieht. Ziel ist es, über 40 % des Wärmebedarfs der Stadt durch Fernwärme zu decken.

Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.

Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.

Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.

Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgen

Stellungnahme des Magistrats

Aktuell erarbeitet die Stadt Frankfurt die Kommunale Wärmeplanung. Nach dem vom Bundestag verabschiedeten und seit 01.01.2024 in Kraft getretenen Wärmeplanungsgesetz (WPG) ist dies für Frankfurt ab 2026 verpflichtend. Die Mainova AG unterstützt die Stadt Frankfurt bei der Erarbeitung der kommunalen Wärmeplanung mit ihrer Expertise.

Ergänzend dazu hat Mainova einen Fernwärme-Transformationsplan erarbeitet, in dem sowohl die Dekarbonisierung als auch der Ausbau des Netzes beschrieben wird. Der Fernwärme-Transformationsplan führt die Kundenbedarfe mit den mit aktuellen Wärmequellen in einer Gesamtplanung zusammen. Der Fernwärme-Transformationsplan wurde im Juli 2024 fertiggestellt. Demnach wird das aktuell über 310 Kilometer lange Fernwärmenetz in Frankfurt um weitere bis zu 450 Kilometer ausgebaut. Damit sollen mehr als 40 % des Wärmebedarfs der Stadt mit Fernwärme gedeckt werden.

Mainova setzt bei der Erzeugung von Fernwärme auf drei Säulen der Fernwärmeversorgung. Zum einen wird die Wärme aus erneuerbaren Quellen gewonnen. Dafür werden im Müllheizkraftwerk Nordweststadt und im Biomassekraftwerk Fechenheim bereits heute emissionsarm Strom und Wärme erzeugt. Ergänzend dazu sollen langfristig weitere Quellen wie Geothermie integriert werden. Insbesondere für die bessere Integration erneuerbarer Energiequellen in das Fernwärmesystem, sind Wärmespeicher geplant.

Zum anderen wird auch weiterhin konventionelle Kraftwerkstechnik in der Kraft-Wärme-Kopplung benötigt. Dies soll langfristig mit erneuerbaren Brennstoffen erfolgen. Zu diesem Zweck wird das Heizkraftwerk West zunächst auf Erdgas und perspektivisch auf Wasserstoff umgestellt.

Außerdem soll Abwärme aus Rechenzentren verstärkt für die Wärmeversorgung eingesetzt werden. Schon heute nutzt Mainova Abwärme aus Rechenzentren zu Heizzwecken. Diese kann entweder für Bestandsbauten, Neubauquartiere oder für die Einspeisung in das Fernwärmenetz verwendet werden.

Um die Abwärme aus Rechenzentren mit einem Temperaturniveau von ca. 35 Grad Celsius nutzbar zu machen, sind Großwärmepumpen notwendig, welche die Temperatur auf das für die Fernwärmeleitung erforderliche Temperaturniveau von 120 Grad Celsius und höher anheben. Für die Abwärmenutzung aus Rechenzentren sind dabei verschiedene technische Parameter zu beachten. Dazu zählen neben der Entfernung der Abwärmequelle zum Fernwärmenetz auch die Leitungskapazität der Netzinfrastruktur vor Ort, eine angemessene Flächenvorhaltung für die Wärmepumpe sowie die Berücksichtigung der statischen Anforderungen an diese Fläche und die Berücksichtigung der benötigten Stromkapazität für den Betrieb der Wärmepumpe vor Ort.

Hinsichtlich des Ausbaus der Fernwärme untersucht Mainova jedes potenzielle Gebiet für Fernwärme genau und ermittelt bei Eignung, in welchem Zeitraum und mit welcher Priorität der Anschluss an das Fernwärmenetz erfolgen kann. Die Ergebnisse des Fernwärme-Transformationsplans sind daher in der Kommunalen Wärmeplanung zu berücksichtigen.

In Riedberg befindet sich bereits ein Fernwärmenetz, dessen genaues Ausbaupotential im Rahmen des Fernwärme-Transformationsplans noch geprüft wird. Für das in Frage 1 benannte Gebiet "Heddernheim Nord" mit u.a. den Straßen im Klausenstück, Crutzenkirchweg, Am Bonifatiusbrunnen ist keine Erschließung absehbar, da die Anschlusskosten für die Kunden unwirtschaftlich wären.

In Kalbach ist auch langfristig kein Ausbau des Fernwärmenetzes geplant. Eine wie in Frage 2 und 3 aufgeworfene Fortführung des Wärmenetzes durch die Felder von Riedberg nach Kalbach ist aufgrund technischer und kapazitiver Grenzen nicht darstellbar.

Das in Frage 4 und 5 benannte Gewerbegebiet "Am Martinszehnten" eignet sich aufgrund der mit 1,5 Kilometer großen Entfernung vom Fernwärmenetz und der für eine Einspeisung zu kleinen Rohrleitungen am Feldrand des Riedbergs, nicht für die Einspeisung in das bestehende Fernwärmenetz.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 9. September 2022OMOM 2660Biogasanlage im Gewerbegebiet „Am Martinszehnten“Direktanregung
  2. 31. August 2023OFOF 431/12Fernwärme in KalbachOrtsbeiratsantrag · SPD
  3. 22. September 2023OMOM 4527Fernwärme in Kalbach-RiedbergDirektanregung
  4. 21. Oktober 2024OFOF 558/12Kommunale WärmeplanungOrtsbeiratsantrag · SPD
  5. 8. November 2024OAOA 504Kommunale WärmeplanungAnregung
  6. 17. März 2025Sie sind hier
    STST 393Fernwärme in Kalbach-Riedberg
    Stellungnahme
  7. 17. März 2025Antwort des Magistrats · nach 131 WochenSTST 389Kommunale WärmeplanungStellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung
Alle verknüpften Vorlagen