Schutz des Mainbogens, seiner Flora, Fauna und seines Grundwassers
Zusammenfassung
Der Magistrat bekräftigt die Notwendigkeit des Einsatzes biologisch abbaubarer Folien beim Maisanbau im Fechenheimer Mainbogen und plant, diese bei unzureichender Zersetzung zukünftig zu entfernen. Ziel ist es, den Schutz von Boden und Grundwasser zu verbessern und die Gewässerbelastung zu reduzieren.
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenStellungnahme des Magistrats
Nach Auskunft des im Mainbogen wirtschaftenden landwirtschaftlichen Betriebs werden beim Maisanbau im Fechenheimer Mainbogen ausschließlich biologisch abbaubare Folien eingesetzt. Diese Folie sei im Rahmen der landwirtschaftlichen fachlichen Praxis nötig, um unterschiedliche Erntezeitpunkte beim Zuckermais erzielen zu können.
In trockenen Sommern zersetzt sich die Folie nicht in ausreichendem Umfang. Dies war im trockenen Sommerhalbjahr 2022 auch der Fall.
Sofern die Witterung erwarten lässt, dass sich die Folie nicht zersetzen kann, beabsichtigt der landwirtschaftliche Betrieb zukünftig die Folie aufzunehmen und zu entsorgen.
Neben positiven Effekten für den Boden- und Grundwasserschutz werden durch die Extensivierung oder Umwandlung der Flächen in Dauergrünland auch weitere Vorteile für den Gewässerschutz gesehen. Teile des Fechenheimer Mainbogens befinden sich im Hochwasserabflussbereich des Mains. Durch eine gewässer- und bodenschonende Bewirtschaftung der Flächen und den Schutz des Bodens vor Erosion können sich die Einträge von Bodenmaterial, Nährstoffen und Pflanzenschutzmitteln in den Main reduzieren.
Die gute fachliche Praxis gibt die Grundlagen des schonenden Umgangs mit dieser Ressource vor. Dazu gehört u.a. eine standortangepasste Bewirtschaftung und die Vermeidung von Bodenerosionen. Federführend für die Überwachung und die Beratung der Landwirte zur guten fachlichen Praxis sowie für die Umsetzung von Maßnahmen der WRRL an Grundwasserkörpern ist die hessische Landwirtschaftsverwaltung. Um einen "guten chemischen Zustand" des Grundwasserkörpers zu erreichen, bietet das Amt für ländlichen Raum eine grundwasserschutzorientierte landwirtschaftliche Beratung an. Beratungsschwerpunkt ist hierbei auch der Stickstoffeinsatz in der Landwirtschaft. Durch diese Beratung von Landwirten soll eine nachhaltige Reduktion der Grundwasserbelastung durch Nitrat erreicht werden.
Aufgrund der oben genannten Problematik wird die Untere Naturschutzbehörde der Stadt Frankfurt am Main im Dialog mit dem Betrieb bleiben und wird auf die Beseitigung der Folien achten, um das Landschaftsbild des Fechenheimer Mainbogens in seinem Wert für die Naherholung zu gewährleisten.
Seitens der Unteren Wasserbehörde wird das Anliegen grundsätzlich begrüßt, auf städtischen Flächen eine extensive Landwirtschaft zu befördern.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 13. Oktober 2019OFOF 619/11Wasserqualität des Grundwassers im Fechenheimer MainbogenOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 28. Oktober 2019VV 1455Wasserqualität des Grundwassers im Fechenheimer MainbogenAnfrage
- 7. Februar 2020STST 258Wasserqualität des Grundwassers im Fechenheimer MainbogenStellungnahme
- 11. Januar 2021OFOF 802/11Schutz des Mainbogens, seiner Flora und Fauna sowie seines GrundwassersOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 25. Januar 2021OMOM 7190Schutz des Mainbogens, seiner Flora und Fauna sowie seines GrundwassersDirektanregung
- 19. April 2021STST 880Schutz des Mainbogens, seiner Flora und Fauna sowie seines GrundwassersStellungnahme
- 14. August 2022OFOF 318/11Schutz des Mainbogens, seiner Flora, Fauna und seines GrundwassersOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 5. September 2022OMOM 2548Schutz des Mainbogens, seiner Flora, Fauna und seines GrundwassersDirektanregung
- 25. November 2022Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 163 WochenSTST 2662Schutz des Mainbogens, seiner Flora, Fauna und seines GrundwassersStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab