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Was wurde aus der Umsetzung der B 425 aus 2012 "Gelingender Start ins Leben am Beispiel eines Stadtteils - Ausbau eines Netzwerkes für Frankfurter Kinder"

Vorlagentyp: STMagistrat
572 Wochen bis zur Antwort4 Stationen im Verfahren
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Stellungnahme des Magistrats

In I. und II. werden strukturelle Veränderungen aufgezeigt und unter III. werden die Veränderungen im schulischen und Kindertagesstätten Bereich dargestellt.

I. Familiennetzwerk im Stadtteil

Das Familiennetzwerk im Stadtteil bietet seit 2010 unter dem Motto "Wir machen uns stark für Kinder und Familien im Stadtteil" ein Angebot im Rahmen der Frühprävention an. Ausgehend davon, dass ein positives soziales Klima und ein unterstützendes nachbarschaftliches Umfeld eine wichtige Grundlage für einen positiven Start ins Leben bilden, entstand die Konzeptidee zum Projekt "Familiennetzwerk im Stadtteil", welches mittlerweile an 18 Standorten etabliert wurde. Ziel ist es die Förderung einer Willkommenskultur für Kinder und Familien auf Stadtteilebene unter dem aktiven Einbezug von Einrichtungen und Bürger:innen im Stadtteil.

Die Familien können durch verschiedene Zugangswege mit den Ansprechpartner:innen der Familienbildung im Familiennetzwerk in Kontakt treten.

Der Träger "FamilienGesundheitsZentrum" führt das Projekt Familiennetzwerk im Stadtteil in Fechenheim Nord aus. Es finden drei offene Treffs pro Woche in Kooperation mit dem "Kinderzentrum Lauterbachstraße" und "Caritas Kita St. Hildegard" statt.

Außerdem konnte seit dem Jahr 2022 ein Beratungsbüro in gemeinsamer Nutzung mit dem Quartiersmanagement eröffnet werden. Das Familiennetzwerk im Stadtteil spielt eine wichtige Rolle in Fechenheim Nord und ist fest etabliert.

Das Projekt "Fechenheim in Bewegung" und die damit zusammenhängende Kooperation mit dem Sportkreis Frankfurt und dem Quartiersmanagement ist ebenfalls ein wichtiger Baustein der sozialen Infrastruktur in Fechenheim.

II. Quartiersmanagement in Fechenheim:

Im Jahr 2017 wurde im Rahmen des Frankfurter Programms - Aktive Nachbarschaft ein Quartiersmanagement für Fechenheim eingerichtet. Das kommunale Frankfurter Programm - Aktive Nachbarschaft mit seinem sozialräumlichen und integrierten Ansatz gibt den Rahmen für Veränderungsprozesse hin zu Quartieren und Stadtteilen, in denen ein gutes nachbarschaftliches Miteinander gepflegt wird und mit denen die Menschen sich identifizieren können.

Aktuelle Beispiele aus der Arbeit des Quartiersmanagement Fechenheim sind u.a.:

- Die Ertüchtigung von Freizeit- und Spielflächen unter Einbeziehung der Bewohner:innenschaft in Kooperation städtischer Ämter mit dem Quartiersmanagement oder Wohnungsbaugesellschaften. Als laufende und abgeschlossene Maßnahmen sind hier das Freizeitgelände Wächtersbacher Straße im Fechenheimer Norden; der Spielplatz Konstanzer Straße/ Bodenseestraße und der Spielplatz Leo-Gans-Straße im Fechenheimer Süden zu nennen.

- Die Belebung öffentlicher Flächen und die Erweiterung von Angeboten zur gesundheitlichen, sozialen und kulturellen Teilhabe in den Wohngebieten durch Projekte des Quartiersmanagements und/ oder Finanzierung durch weitere Ämter, Gremien und Institutionen. Beispiele hierfür sind die durch den Ortsbeirat bzw. das Frankfurter Programm finanzierte Einsätze des Spielmobils und des Jungen Museums unterwegs, die Belebung der Gemeindewiese, das Projekt Spielplatzcontainer, ausgestattet mit Mitteln der Sportförderung und durch Spenden lokalen Gewerbes.

- Die Vernetzung von Akteur:innen und Aktiven im Sozialraum und mit angrenzenden Stadtteilen.

- Die Koordination und Abstimmung bzw. gemeinsame Durchführung von Freizeitangeboten und Ferienprogrammen mit lokalen Partner:innen. Beispiele hierfür sind die Koordination von Schließzeiten der Kinder- und Jugendeinrichtungen; die Sommerprogramme in den beiden Wohngebieten des Stadtteils in Kooperation mit der Familienbildung, außerschulischen Bildungseinrichten und dem Sportkreis Frankfurt e.V.; die Kooperationsprojekte Bewegungsbaustelle und Nachbarschaftscafé.

III. Änderungen im schulischen und Kindertagesstätten Bereich

Zu Frage 1

Zur Erfüllung des Rechtsanspruchs auf Bildung und Betreuung für Kinder ab dem ersten Geburtstag bis zur Einschulung wie auch zur Erhöhung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf und nicht zuletzt im Sinne der Bildungsgerechtigkeit wird der quantitative und qualitative Bedarf für Kindertagesbetreuung fortwährend beobachtet und analysiert. Untenstehend werden aktuelle Umsetzungen durch die Träger und Institutionen der Kindertagesbetreuung und Maßnahmen der Verwaltung erläutert. Grundsätzlich fußen die Maßnahmen auf rechtlichen Vorgaben und sind durch aktuelle gesellschaftliche Entwicklungen wie multiple Krisen, Inflation und Fachkräftemangel maßgeblich beeinflusst. Besondere Ressourcen erhalten auch im Stadtteil Fechenheim Kindertageseinrichtungen im Kontext des Besonderen Förderauftrags (BeFö) sowie von Kinder- und Familienzentren (KiFaZ) sowie im Stadtteil installierten alltagsintegrierten Sprachbildungsprogrammen.

In Bezug auf die Schulische Bildung und Betreuung gelten auch für Fechenheim die für die Gesamtstadt festzustellenden Bedingungen und Entwicklungen: Die Stadt Frankfurt am Main ist bereits seit dem Jahr 2000 in der Ganztagsschulentwicklung aktiv. Während dieser Zeit wurden die Formate Frühbetreuung und Übermittagsbetreuung an Grundschulen installiert, das heißt niedrigschwellige Betreuungsangebote vor und nach dem Unterricht zur Stärkung der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

Mit dem kommunalen Förderprogramm Erweiterte Schulische Betreuung (ESB) wurde 2006 ein familienfreundlicheres Programm entwickelt, das aufgrund der gesellschaftlichen Bedarfe Bildungs-, Betreuungs- und Freizeitangebote vorsieht, die von den Familien bis 15 Uhr oder 17 Uhr inklusive einer ganztägigen Ferienbetreuung bei 25 Schließtagen gebucht werden können. Im Gegensatz zur Übermittagsbetreuung ist bei dem Förderprogramm Erweiterte Schulische Betreuung explizit ein pädagogisches Fachkräftegebot vorgesehen.

Das Förderprogramm Erweiterte Schulische Betreuung ist als Element der Ganztagsschulentwicklung zu verstehen.

Mit Beginn des Schuljahres 2022/2023 wurde die letzte Übermittagsbetreuung in eine Erweiterte Schulische Betreuung umgewandelt. Insgesamt wurden in den vergangenen Jahren 75 Erweiterte Schulische Betreuungen mit rund 7.800 Betreuungsplätzen geschaffen. Damit wurden bezüglich nachmittäglicher Ganztagsangebote in der Folge die Zugangs- und Teilhabechancen für Kinder in Frankfurt am Main deutlich erhöht.

Landesprogramme im Kontext Ganztagsschulentwicklung wurden 2003 initiiert. Auf Grundlage des Hessischen Schulgesetzes bzw. der Richtlinie für ganztägig arbeitende Schulen in Hessen nach § 15 Hessisches Schulgesetz ist zu unterscheiden in:

a) Pakt für den Ganztag (Kooperation zwischen dem Land Hessen und der Stadt Frankfurt am Main). Ganztagsangebote in Kooperation von Grundschulen und freien Trägern von 07:30 Uhr bis 15 Uhr/17 Uhr inklusive Ferienbetreuung bei 25 Schließtagen. Erweiterte Schulische Betreuungen sind an diesen Standorten ein Teil des Paktes für den Ganztag.

b) Schulen mit Ganztagsangeboten nach Profil 1 mit einer Zeit- und Angebotsstruktur an mindestens 3 Tagen von 07:30 Uhr bis 14:30 Uhr.

c) Schulen mit Ganztagsangeboten nach Profil 2 mit einer Zeit- und Angebotsstruktur an fünf Tagen von 07:30 Uhr bis 16 Uhr oder 17 Uhr bzw. freitags bis 14 Uhr.

d) Ganztagsschulen nach Profil 3 mit einer Zeit- und Angebotsstruktur an fünf Tagen von 07:30 Uhr bis 16 Uhr oder 17 Uhr.

Insbesondere Profil 2 und Profil 3 unterscheiden sich im Grad der Verpflichtung zur Teilnahme an Angeboten. Details gehen aus der Richtlinie für ganztägig arbeitende Schulen in Hessen nach § 15 Hessisches Schulgesetz hervor.

Während bezüglich des weiteren Ausbaus der Pakt für den Ganztag im Schwerpunkt für die Frankfurter Grundschulen gilt, profitieren die weiterführenden Schulen von den Landesressourcen für die Profilstufen.

Zum Schuljahr 2022/ 2023 setzen 22 Standorte den Pakt für den Ganztag um, 85 Schulstandorte oder - zweige eine Profilstufe.

Parallel wird aktuell ein Gesamtkonzept Ganztag entwickelt, das zum Ziel hat die bisherigen kommunalen Programme im Kontext Ganztagsschulentwicklung zusammenzuführen und zudem den Rechtsanspruch 2026 auf Grundschulkindbetreuung vorzubereiten.

Grundlage für die Umsetzung des Rechtsanspruchs wird der Pakt für den Ganztag inklusive Erweiterter Schulischer Betreuung i.V.m. dem künftigen Gesamtkonzept Ganztag sein. Vor diesem Hintergrund ist es längerfristiges Ziel alle Grundschulen in diese Programme zu überführen.

Mit der Umsetzung des Rechtsanspruchs auf Grundschulkindbetreuung wird eine gute Basis geschaffen, um die Zugangs- und damit die Teilhabechancen von Kindern weiter zu stärken.

Zu Frage 2

Alle oben in Bezug auf die schulische Situation skizzierten Entwicklungslinien sind eine qualitative Weiterentwicklung und Verbesserung im Vergleich zu 2012.

In Bezug auf das KiFaZ Fechenheim kann beobachtet werden, dass es gut vernetzt und im Stadtteil bekannt ist und auf verschiedenste Angebote im Stadtteil hinweisen und Familien weiterleiten kann. Familien fühlen sich mit ihren Bedarfen im Stadtteil wahrgenommen und anerkannt. Projekte mit Kooperationspartner:innen können erfolgreich im oder mit dem KiFaZ und Familien durchgeführt werden. Der Kontakt zu den jungen Familien im Stadtteil wurde (wieder-) hergestellt und neue Familienbildnerin in Stadtteil bekannt gemacht. Eine bestehende Kooperation z.B. mit dem Kinder- und Jugendtheaterhaus und dem Projekt "Erzähl-Zeit" findet wöchentlich im KiFaZ im Kinderladenbereich statt und bildet so eine Brücke für die Kinder in den Sozialraum hinein. Da das Projekt ebenfalls in der Grundschule durchgeführt wird, können die zukünftigen Schulkinder in der ersten Klasse auf gemachten Erfahrungen aufbauen: sie erleben in der Schule etwas ihnen Vertrautes. Einige der Kooperationen im Stadtteil an Projekten und Angeboten konnten pandemiebedingt nur begrenzt stattfinden.

In Bezug auf Sprachbildungsangebote in Fechenheim kann Folgendes berichtet werden:

In neun Kitas wird das Projekt "Erzähl-Zeit" durchgeführt. Das Projekt "Erzähl-Zeit" Frankfurt ist ein künstlerisches Sprachförderprogramm, das Schauspieler:innen und Theaterpädagogen zu Erzähler:innen ausbildet. Jede Woche besuchen die Erzähler:innen "ihre" Kita bzw. Schulklasse und erzählen dort ein Märchen in der poetischen Form, jede Woche ein neues. Im Rahmen der Sprachbildung wird das Märchen der vergangenen Woche immer zu Beginn einer Stunde mit den Kindern besprochen. So kommen die Kinder vom Zuhören ins Sprechen. In Fechenheim ist auch die Freiligrathschule Teil des Projekts "Erzähl-Zeit".

Ein weiteres Projekt ist "Sprachförderprofis", das durch die Goethe-Universität durchgeführt wird und im Rahmen dessen alle pädagogischen Mitarbeitenden und Lehrkräfte in Frankfurt am Main kostenlos in 4 - 6 Fortbildungstagen zur Durchführung von Sprachdiagnostik und darauf aufbauender linguistisch orientierter Sprachförderung qualifiziert werden. Insgesamt konnten fünf Fachkräfte in drei der Fechenheimer Kitas weiterqualifiziert werden. Die Fortbildungen werden aktuell weiterhin angeboten.

Der Sozialpädagogische Verein beteiligt sich im Bundesprojekt "Sprach-Kita" mit dem Kinder- und Familienzentrum -KiFaZ- Fechenheim. Im Rahmen des Projektes erhält jede beteiligte Kita eine zusätzliche halbe Fachkraftstelle mit Expertise im Bereich sprachliche Bildung, die das Team fachlich begleitet und unterstützt. Außerdem finanziert das Programm zusätzliche Fachberatung, die prozessbegleitend die Qualitätsentwicklung in den Sprach-Kitas unterstützt.

Darüber hinaus setzen unterschiedliche Träger Schwerpunkte auf das Thema Sprachbildung. Kita Frankfurt, die zwei Kitas in Fechenheim betreiben, hat das Konzept "meine deine unsere Sprache" neu aktualisiert und arbeitet damit in ihren Kitas. Darüber hinaus ist bei Kita Frankfurt Sprachbildung strukturell in den Kitas verankert, in dem in jeder Kita zwei Fachkräfte zu sogenannten Sprachmultiplikatoren ernannt und qualifiziert werden, die sich regelmäßig mit einer Fachberaterin treffen und austauschen.

An der Freiligrathschule ist darüber hinaus das Projekt Frankfurter Bücherkoffer seit 4 Jahren in das Lernen der zweiten Jahrgangsstufe integriert. Das mehrsprachige Leseförderprojekt setzt an den Familiensprachen der Kinder an und vermittelt die Lust am gemeinsamen Lesen auch in den Familien, fördert dadurch Lesekompetenzen und Lesemotivation in Deutsch sowie weiteren Familiensprachen und bindet Familien in das schulische Lernen ein.

Die Angebote im Bereich der Sprachbildung sind somit vergleichsweise erweitert worden. Der Bedarf an weiteren Angeboten in diesem Bereich ist jedoch nach wie vor hoch.

Zu Frage 3

Im Stadtteil Fechenheim liegen mit der Freiligrathschule, der Konrad-Haenisch-Schule und der Schule am Mainbogen drei öffentliche Schulen. Zusätzlich gibt es in Fechenheim noch eine Schule in privater Trägerschaft. Um den steigenden Bedarfen an Grundschulplätzen gerecht zu werden, wurde im integrierten Schulentwicklungsplan -iSEP- 2015-19 eine Erhöhung der Zügigkeit an der Freiligrathschule von fünf auf sechs Züge beschlossen und darüber hinaus die Erweiterung der Konrad-Haenisch- Schule von zwei auf drei Züge dokumentiert.

Die Konrad-Haenisch-Schule ist eine verbundene Grund-, Haupt- und Realschule. Die Grundschule arbeitet mittlerweile im Pakt für den Ganztag inklusive Erweiterter Schulischer Betreuung. Darüber setzen Schule und Träger täglich Ganztagsangebote von 07:30 Uhr bis 17 Uhr inklusive ganztägiger Ferienbetreuung um. Für den Haupt- und Realschulbereich werden Ganztagsangebote nach Profil 2 umgesetzt. Träger der Ganztagsangebote ist der Internationale Bund.

Die Schule am Mainbogen (ehemals Heinrich-Kraft-Schule) ist als Schule mit Ganztagsangeboten nach Profil 1 anerkannt und setzt gemeinsam mit dem Träger KUBI e.V. Ganztagsangebote um.

Die Freiligrathschule arbeitet im laufenden Schuljahr 2022/2023 noch als Grundschule mit Ganztagsangeboten nach Profil 1 und verfügt zudem über eine Erweiterte Schulische Betreuung mit 60 Betreuungsplätzen. Träger der Ganztagsangebote ist Kita Frankfurt.

Die Jugendhilfeangebote wurden seit der Vorlage des Berichtes sowohl im Hinblick auf die Personalausstattung als auch auf die Standorte ausgebaut und erweitert. Im Einzelnen:

Jugendhilfe in der Schule*POHS*Jugendh. in der Grundschule*Sternpiloten*
Konrad-Haenisch-Schule20,52
Schule am Mainbogen41
Freiligrathschule12
Pestalozzischule0,5

* Fachkräfte (VZÄ) **Gruppen

Darüber hinaus sei an dieser Stelle noch das Programm "frankfurt zaubert" erwähnt, das infolge der Corona-Pandemie eingerichtet wurde. In diesem Programm wurden an Schulen und Kitas im Bereich des Ortsbeirats 11 seit 2021 siebzehn Projekte umgesetzt, an denen mehrere hundert Kinder teilgenommen haben.

Zu Frage 4

Die Versorgungssituation für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren im Planungsbezirk Fechenheim, stellt sich wie folgt dar:

Insgesamt stehen 627 Plätze für 724 Kinder in der Altersgruppe der drei bis sechs Jährigen zur Verfügung, hiermit wird eine Versorgungsquote von insgesamt 87% erreicht. Nach Umsetzung aller in Planung und Prüfung befindlichen Maßnahmen wird mit 656 Plätzen eine Versorgung von 91% in dieser Altersgruppe erzielt.

In den zwei Schulbezirken stellt sich die jeweilige Versorgungssituation unterschiedlich dar:

Im Schulbezirk der Freiligrathschule stehen 446 Plätze in Kindertageseinrichtungen für 490 Kinder in der Altersgruppe zur Verfügung; eine Versorgung von 91% wird hierbei erreicht.

Im Schulbezirk der Konrad- Haenisch-Schule stehen 181 Plätze in Kindertageseinrichtungen für 234 Kinder in der Altersgruppe der drei bis sechs Jährigen zur Verfügung. Hierdurch wir eine Versorgung von 77% erreicht.

In Planung und Prüfung befindliche Maßnahmen zur Verbesserung der Versorgungssituation für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren im Planungsbezirk Fechenheim:

Zum 01.08.2023 ist die Fertigstellung der KIZ Lauterbacherstrasse 18 in der Trägerschaft von Kita Frankfurt geplant. Nach Umsetzung der Sanierungsarbeiten werden zwei Hort Gruppen in Kindergartengruppen umgewandelt und bestehende Platzzahlen im Kindergarten auf insgesamt 50 Kindergartenplätze erhöht. Im Ergebnis wird mit 231 Plätzen im Kindergartenbereich eine Versorgung von 99% bezogen auf den Schulbezirk der Konrad-Haenisch-Schule erreicht.

Im Schulbezirk der Freiligrathschule wird eine Umwandlung von 24 Krippenplätzen (hier besteht eine rückläufige Nachfrage) in 42 Kindergartenplätzen in der "KS Fechenheimer", Dieburger Straße 5 in der Trägerschaft des Sozialpädagogischen Vereins e.V. geprüft.

Nach der angestrebten Umsetzung dieser Maßnahme unter Berücksichtigung der Schließung der "Kita Altes Rathaus" in der Trägerschaft der Caritas Frankfurt e.V. mit insgesamt 63 Plätzen, wird eine Versorgung von 87% erreicht.

Gesamtschau

In der Gesamtschau auf den Planungsbezirk Fechenheim wird mit den zwei benannten Maßnahmen eine Versorgungssteigerung von 87% auf 91% (+ 29 Plätze) erreicht. Die Schließung der "Kita Altes Rathaus" mit 63 Plätzen ist hierbei berücksichtigt. Im Planungsbezirk Fechenheim sind zudem fallende Kinderzahlen für die Altersgruppe der drei bis sechs Jährigen in den 3,5 Jahrgängen zu verzeichnen; 2021/2022 bis 2024/2025 um -13%, das heißt die Bedarfslage wird sich zunehmend wandeln.

Derzeit ist keine Maßnahme für die Altersgruppe der unter drei Jährigen in Prüfung. Mit den bestehenden Einrichtungen im Planungsbezirk werden für 600 Kinder dieser Altersgruppe mit 220 Plätzen insgesamt eine Versorgung von 37 % erreichen.

Im Schulbezirk der Freiliggrathschule stehen 395 Kindern 160 Plätze zur Verfügung (inkl. KTP -Kindertagespflege-) hierdurch wird ein Versorgungsgrad von 41% erreicht. Im Schulbezirk der Konrad-Haenisch-Schule stehen 205 Kindern nur 60 Plätze (inkl. KTP) zur Verfügung, hierbei wird ein Versorgungsgrad von 29% erreicht. Die Nachfrage nach Betreuungsplätzen in dieser Altersgruppe ist verhalten. Aufgrund einer Langzeitbeobachtung in der Dieburger Straße bei den "KS Fechenheimer", wo vorhandene Plätze über eine lange Zeit nicht angefragt wurden, werden zwei U3 Gruppen in Kindergartengruppen umgewandelt. Der Zeitpunkt der Inbetriebnahme kann noch nicht festgelegt werden.

Ergänzung

In Ergänzung ist ein weiterer Kita Neubau im Zusammenhang mit der Wohnbaulandgewinnung -B-Plan 698- Nördlich der Dieburger Straße geplant. In Planung ist eine Belegung als vier gruppige Kindertageseinrichtung mit 24 Plätzen für unter drei Jährige und 42 Plätzen für Kinder im Alter von drei bis sechs Jahren.

Da der Neubau der zukünftigen Versorgung der neuen Wohneinheiten dient, ist die Belegung nicht in der dargestellten Versorgungsrechnung eingerechnet worden.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 14. September 2012BB 425Gelingender Start ins Leben am Beispiel eines Stadtteils - Ausbau eines Netzwerkes für Frankfurts KinderMagistratsbericht
  2. 6. April 2023OFOF 442/11Was wurde aus der Umsetzung der B 425 aus 2012 „Gelingender Start ins Leben am Beispiel eines Stadtteils - Ausbau eines Netzwerkes für Frankfurter Kinder“Ortsbeiratsantrag · CDU
  3. 24. April 2023VV 650Was wurde aus der Umsetzung der B 425 aus 2012 „Gelingender Start ins Leben am Beispiel eines Stadtteils - Ausbau eines Netzwerkes für Frankfurter Kinder“Anfrage
  4. 4. September 2023Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 572 Wochen
    STST 1865Was wurde aus der Umsetzung der B 425 aus 2012 "Gelingender Start ins Leben am Beispiel eines Stadtteils - Ausbau eines Netzwerkes für Frankfurter Kinder"
    Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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