Gelingender Start ins Leben am Beispiel eines Stadtteils - Ausbau eines Netzwerkes für Frankfurts Kinder
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Bericht des Magistrats vom 14.09.2012, B 425
Betreff: Gelingender Start ins Leben am Beispiel eines Stadtteils - Ausbau eines Netzwerkes für Frankfurts Kinder Vorgang: Beschl. d. Stv.-V. vom 29.01.2009, § 5328 - NR 1190/08 CDU und GRÜNE, B 444/11 - "Gelingender Start ins Leben am Beispiel eines Stadtteils - Ausbau eines Netzwerks für Frankfurter Kinder" Inhaltsverzeichnis
- Hintergrund und Auftrag 3
- Ziele und Vorgehen des dezernatsübergreifenden Konzepts 4
- Einbettung des Konzepts in den Bereich "Zukunft für Frankfurter Kinder sichern" 5
- Ausbau eines tragfähigen Netzwerks für Frankfurter Kinder - Zusammenführung ausgewählter gesamtstädtischer Angebote und Projekte zu biografiebegleitenden und vernetzten Handlungsfeldern 8 4.1 Handlungsfeld 1: Frühe Hilfen 8 4.2 Handlungsfeld 2: Kindertagesbetreuung 11 4.3 Handlungsfeld 3: Entwicklungs- und Gesundheitsförderung/ medizinische Versorgung 12 4.4 Handlungsfeld 4: Erziehungsberatung und Familienbildung 13 4.5 Handlungsfeld 5: Sprachförderung 15 4.6 Handlungsfeld 6: Ganztagsschule - Betreuungs- und Ganztagsangebote für Grundschulkinder 15 4.7 Handlungsfeld 7: Jugendhilfe und Kinderschutz in der Schule 17 4.8 Handlungsfeld 8: Freizeit- und Ferienangebote 19 4.9 Handlungsfeld 9: Übergang Schule - Beruf 22 4.10 Handlungsfeld 10: Soziale Stadt(teil)entwicklung und nachbarschaftliches Zusammenleben 26
- Der Modellstandort Fechenheim - Von der Gesamtstadt in den Stadtteil 27 5.1 Der Modellstandort Fechenheim 27 5.2 Implementierung und Weiterentwicklung von Angebotsstrukturen auf den Stadtteil Fechenheim unter Einbindung der wissenschaftlichen Empfehlungen 28
- Umsetzung 35
- Hintergrund und Auftrag Im Zusammenhang mit den Diskussionen um Bildungs- und Teilhabegerechtigkeit von Kindern und Jugendlichen sowie der Sicherung des Kinderschutzes steht die biografiebegleitende kinder- und familienzentrierte Entwicklungsförderung zunehmend im Blickpunkt von Politik, Wissenschaft und Öffentlichkeit. Ebenfalls gewinnen, bedingt durch die Bildungsexpansion und dem schwierigen Zugang für gering qualifizierte Personen auf dem Arbeitsmarkt, die materiellen, kulturellen und sozialen Ressourcen einer Familie immer mehr an Bedeutung. Insbesondere sozial und finanziell belastete Familien geraten vor diesem Hintergrund schnell ins gesellschaftliche Abseits. Kinder und Jugendliche, die in einer sozial belasteten Familie aufwachsen, sind oft in mehreren Lebensbereichen benachteiligt und ausgegrenzt. Speziell in Ballungsgebieten und Großstädten ist die Armutsgefährdung besonders hoch. Allein in Frankfurt lebte 2011 fast jedes vierte Kind im SGB II-Bezug. Diese ungleichen Bildungs-, und Teilhabechancen von Kindern und Jugendlichen erschweren die Entfaltungsmöglichkeiten und die Entwicklungsbedingungen. Viele in den letzten Jahren veröffentlichte Studien namhafter Institute und Stiftungen belegen dies und zeigen eine Wechselwirkung zwischen den Bildungs- und Entwicklungschancen der Kinder und ihrer sozialen Herkunft. Ebenfalls zeigt sich, dass zwischen der gesundheitlichen Situation der Kinder und Jugendlichen, ihren Entwicklungs- und Bildungschancen und der materiellen Situation der Eltern ein Zusammenhang besteht (vgl. hierzu Pisa-Studie 2011, IGLU-Studie 2006, Bildungsbericht des BMBF 2010, Soziale Gerechtigkeit in der OECD der Berthelsmann Stiftung 2011, KIGGS-Studie 2003-2006). Eine jüngst veröffentlichte Untersuchung der Bertelsmann Stiftung in Kooperation mit der empirica AG und dem Robert-Koch-Institut unter dem Titel "Gesundheit lernen - Wohnquartiere als Chance für Kinder" zeigt, dass sich die Zusammensetzung der Wohnbevölkerung und die infrastrukturellen Begebenheiten in einem Wohnquartier im Bereich der Bildungschancen und Gesundheitsbedingungen einen eigenständigen Einfluss auf die Entwicklung von Kindern haben. Dieses komplexe Gefüge gilt es, stärker in den Fokus zu nehmen, und Familien, insbesondere Kinder und Jugendliche ganzheitlich in ihren Lebens- und Entwicklungsphasen zu betrachten. Ein gesundes und gedeihliches Aufwachsen ist auch mit der Implementierung und der Weiterentwicklung von niedrigschwelligen und vernetzten Angebotsstrukturen in den Stadtteilen verbunden. Auf diesem Weg ist es möglich, Zugänge zu verbessern, Informationen über Angebote in die Familien zu bringen und Übergänge vorzubereiten und passgenaue und wohnortnahe Unterstützungsbedarfe vorzuhalten. Besonders für Kinder und Jugendliche in sozial belasteten Verhältnissen ist es demnach unumgänglich, durch entsprechende Angebote ungleiche Startbedingungen frühzeitig auszugleichen und die Zugänge zu zielgruppenspezifischen Maßnahmen und Einrichtungen zu verbessern. Konkret bedeutet das: Es sollen speziell in sozial belasteten Quartieren gesundheitliche Chancengleichheit gewährleistet, Bildungsgerechtigkeit und berufliche Zukunftsperspektiven verbessert werden. Dies setzt voraus, dass hemmende Sozialisationsverläufe von Kindern in belasteten Wohnquartieren durch eine gezielte und vernetzte Angebotssteuerung und -entwicklung verhindert werden. Wichtige Lern- und Lebensorte, wie Kindertagesstätten, Schulen und andere Einrichtungen, wie Familienbildungsstätten, Kinder- und Familienzentren, Erziehungsberatungsstellen oder Kinder- und Jugendhäuser tragen einen entscheidenden Teil zur Entwicklung und Förderung von Kindern und Jugendlichen bei. Ein "Gelingender Start ins Leben" bedeutet auch, den Gesundheitsbereich stärker einzubeziehen. Darüber hinaus ist es wichtig, die Wirksamkeit bestehender Angebote zu prüfen und in Bezug auf eine kleinräumige Gesamtstrategie zu bündeln und ggf. weiterzuentwickeln. Junge Menschen verfügen über ungleiche Lebens-, Entwicklungs- und Teilhabechancen. Die Verfestigung solcher Ungleichheiten gilt es mit niedrigschwelligen Angebotsstrukturen zu durchbrechen. Auch in Frankfurt am Main wachsen Kinder und Jugendliche unter sehr unterschiedlichen Lebensbedingungen auf. Ebenfalls gibt es eine nicht unerhebliche Zahl an Familien, in denen benachteiligende Faktoren und vielfältige Problemlagen miteinander verwoben sind. Ungleiche Lebensbedingungen und spezifische Entwicklungsbedürfnisse von jungen Menschen und ihren Familien erfordern demnach sowohl vielfältige Maßnahmen als auch miteinander vernetzte und aufeinander aufbauende Handlungsstrategien. Es gibt in Frankfurt am Main viele Angebote und Maßnahmen mit niedrigschwelligen Zugängen und Angeboten speziell für sozial belastete Familien. In den letzten Jahren wurden viele Projekte im Rahmen einer kindbezogenen Armutsprävention auf den Weg gebracht. So wurden z. B. die offenen Angebote weiterentwickelt, aufsuchende Hilfen verstärkt und im Rahmen der "Frühen Hilfen" präventive Hausbesuche und das Kinder- und Jugendschutztelefon eingeführt. Ebenfalls wurde der Ausbau von Kinder- und Familienzentren in den Stadtteilen vorangetrieben, die eine wichtige Säule im Bereich der Kinder- und familienzentrierten Prävention darstellen. Die Förderung von Bildungs- und Teilhabechancen ist derzeit eines der zentralen Themen in Frankfurt am Main. Diese Thematik aufgreifend, wurde der Magistrat im Januar 2009 mit Beschluss der Stadtverordnetenversammlung gebeten, ein Konzept für eine wirksame Unterstützung von Kindern zur Verbesserung der Gesundheits-, Bildungs- und Entwicklungsförderung vorzulegen. Eine Umsetzung der Vorschläge des Konzeptes soll des Weiteren in einem Stadtteil erprobt werden (Beschluss der Stadtverordnetenversammlung vom 29.01.2009, § 5328). Zur Bündelung von Ressourcen und Fachkenntnissen der beteiligten Dezernate und Ämter wurde eigens für das Projekt "Gelingender Start ins Leben" eine Lenkungsgruppe aus Vertretern der Dezernate IV, VIII und X sowie Vertretern der beteiligten Ämter 40, 51 und 53 einberufen. Darüber hinaus begleitet eine Arbeitsgruppe mit kommunalen Vertretern und Akteuren des Stadtteils das Projekt und soll in dieser Funktion auch in der Umsetzungsphase weiter arbeiten. Eine Erweiterung des Teilnehmerkreises mit weiteren lokalen Akteuren aus dem Stadtteil ist anzustreben.
- Ziele und Vorgehen des dezernatsübergreifenden Konzepts Grundgedanke dieser Konzeption ist, jedem Kind in Frankfurt am Main ein gesundes und gedeihliches Aufwachsen zu ermöglichen. "Ziel der Konzeption muss es sein, die bislang nach 'Zuständigkeiten' getrennt angebotenen Unterstützungsangebote und Hilfeleistungen der Stadt Frankfurt, zu einem leistungs- und tragfähigen Netzwerk für Kinder auszubauen, mit dem Ziel, dass Kinder und deren Familien auch in schwierigen Lebenssituationen die Hilfestellungen rechtzeitig in Anspruch nehmen und sich somit Problemlagen nicht verfestigen können." (NR 1190, 27.11.2008) Dies setzt voraus, dass die Stadt Frankfurt am Main niedrigschwellige präventive und kompensatorische Angebote stadtweit und in besonders belasteten Teilräumen der Stadt konzentriert vorhält. Um dies zu ermöglichen, soll zunächst der derzeitige Bestand von Hilfeangeboten und Maßnahmen, die für die einzelnen Handlungsfelder des Konzeptes eine tragende Bedeutung haben, dargestellt und auf ihre Wirksamkeit hin überprüft werden. Diese Notwendigkeit ergibt sich zum einen aus sozialpolitischer und zum anderen aus finanzieller Perspektive, um die begrenzten kommunalen Ressourcen gezielt und bedarfsgerecht zu steuern. Ebenso soll eine Verbesserung der Ausgangssituationen der Kinder in Risikolebenslagen weiter vorangetrieben werden und präventive Angebote im Bildungs- und Gesundheitsbereich gebündelt werden. Lernorte, wie Kindertagesstätten und Schulen, aber auch Kinder- und Familienzentren sind in die Alltagsstruktur von Familien eingebunden und eignen sich besonders für niedrigschwellige Angebote. Des Weiteren sollen Arbeits- und Bildungsbündnisse zur Verbesserung der Angebotsstrukturen im Stadtgebiet und in spezifischen Stadtteilen in wichtigen biografiebegleitenden Institutionen, wie z. B. Kindertagesstätten, Schulen, Familienbildungsstätten auf ihre Wirksamkeit geprüft und weiterentwickelt werden. Wichtige konzeptionelle Eckpunkte, die zur Reduzierung von Armutsrisiken bei Kindern und ihren Familien beitragen, sind die Erfassung und Überprüfung der Versorgungsleistung sozialer Infrastruktureinrichtungen, von Diensten und Angeboten, die von zentraler Bedeutung für die Zielerreichung sind. Ein Ist-Soll-Abgleich des Bestandes und ihrer Vernetzungsstrukturen im Hinblick auf die Leitziele und Zielgruppen ist vorzunehmen, um unnötige Doppelstrukturen abzubauen. Die Qualifizierung und die gemeinsame Weiterentwicklung bereits bestehender Angebote sollten im Hinblick auf die Leitziele und die Zielgruppen überprüft werden, um eine verbesserte Koordination und Intensivierung der Vernetzung, auch innerhalb der bestehenden Hilfesysteme, zu erreichen. Des Weiteren führt die Schaffung niedrigschwelliger zielgruppenspezifischer Zugänge und Übergänge in (andere) Hilfesysteme zum Aufbau einer ganzheitlichen Präventionskette und zur Reduzierung von kosten- und eingriffsintensiven Interventionen durch frühzeitige und effiziente Prävention. Das Konzept sieht vor, eine zielgerichtete Verbindung und Vorgehensweise von zuvor isolierten kommunalen Leistungen in die bedarfsgerechte Folge von zusammenhängenden Aktivitäten zu bringen. Beginnend ab der Schwangerschaft, über die Geburt, Krippe, Kindergarten, Grundschule und weiterführenden Schule bis hin zum Übergang in den Beruf, sollen Kindern und deren Familien passgenaue Hilfe- und Unterstützungsangebote zukommen. Dieser ganzheitliche Ansatz muss als Querschnittsaufgabe verstanden werden, die die Unterstützung aller zuständigen Bereiche und Akteure vor Ort voraussetzt. Das Kind und seine Familie wird in den Mittelpunkt gestellt und funktionale Teilaufgaben der Kommune nach dem Prinzip der Kunden- und Bürgerorientierung verbunden.
- Einbettung des Konzepts in den Bereich "Zukunft für Frankfurter Kinder sichern" Im Zuge der kommunalen Armutsprävention und der damit verbundenen Priorität des Magistrats, Frankfurt am Main zur Familienstadt (weiter) zu entwickeln, verbindet das Konzept "Gelingender Start ins Leben" wichtige Handlungsbereiche der kind-bezogenen Armutsprävention und -kompensation zu einer in sich vernetzten zielgruppenbezogenen, aber auch biografiebegleitenden Präventionskette. Aus diesem Grund werden besondere Anforderungen an eine interdisziplinäre Kooperation der beteiligten Akteure vor Ort gestellt. Besonders Familien in sozial belasteten Lebenslagen sind stark quartiersbezogen und benötigen wohnortnahe Unterstützungsmaßnahmen und Hilfsangebote. Zur Reduzierung von Kosten und eingriffsintensiven Interventionsmaßnahmen muss eine Vernetzung und Absprache innerhalb der Angebotslandschaft sowie eine gemeinsame Vorgehensweise zur Armutsprävention in Frankfurt am Main verfolgt und stärker vorangetrieben werden. Vernetzungsstrukturen der beteiligten Akteure innerhalb des Projektes sind dabei ebenso wichtig wie eine Einbettung des gesamten Vorgehens in eine kommunale Gesamtstrategie. Die Verbesserung des Kinderschutzes, der Bildungs-, Gesundheits- und der Entwicklungsförderung muss deshalb im Zusammenhang mit der kommunalen Armutsprävention der Stadt Frankfurt am Main gesehen werden. Mittlerweile gibt es eine Vielzahl an zielgruppen- und lebenslagenorientierten Aktivitäten, die die Gesundheits-, Bildungs- und Entwicklungsförderung von Kindern und Jugendlichen stärker in den Blick nehmen und dem Anliegen der Vernetzung von Angeboten und Unterstützungsmaßnahmen bereits jetzt schon Rechnung tragen. So wurden unter dem Titel: "Zukunft für Frankfurter Kinder sichern" in Frankfurt am Main in den letzten Jahren viele Aktivitäten der verschiedenen Ämter und Dezernate koordiniert und abgesprochen. Der Jugendhilfeausschuss richtete im Jahr 2008 hierfür eigens eine dezernatsübergreifende Arbeitsgruppe ein, die sich seitdem dem Thema "Zukunft für Frankfurter Kinder sichern" annimmt. Im Sinne einer Weiterentwicklung der kindbezogenen Armutsprävention und der Verbesserung der Chancengleichheit sollen hier auf der Basis von kooperativen Arbeitsprozessen und themenspezifischen Arbeitsgruppen, Maßnahmen, Konzepte und Projekte weiter gedacht und vorangetrieben werden. Vertreter der Dezernate und Ämter treffen sich hierfür in einem regelmäßigen Turnus, um sich fachlich auszutauschen und ein zielgerichtetes Handeln zu befördern. Das Konzept für einen "Gelingenden Start ins Leben" ist in diese Gesamtstrategie "Zukunft für Frankfurter Kinder sichern" eingebunden und bildet ein eigenes Themenfeld. Begleitend wurde vom JHA eine sogenannte Ad-hoc-AG aus Vertretern des JHA, der Fachausschüsse und der Verwaltung beauftragt, aus den bereits gewonnenen Erkenntnissen der eingerichteten sechs Unter-Arbeitsgruppen der dezernatsübergreifenden AG einen Bericht mit entsprechenden Handlungsvorschlägen zu erarbeiten. Diese Handlungsvorschläge wurden vom Jugendhilfeausschuss im September 2011 angenommen und von der Stadtverordnetenversammlung im März 2012 zustimmend zur Kenntnis genommen (§1437 vom 29.03.2012). Eine ganzheitliche Betrachtung von Kindern und Familien in Frankfurt am Main impliziert eine systematische Berichterstattung, die sowohl die Risiken als auch die Ressourcen für eine bessere Entwicklung der Kinder und Jugendlichen berücksichtigt und kontinuierlich fortschreibt. Unter Einbezug des kommunalen Berichtswesens entsteht nicht nur eine Verbesserung der kleinräumigen Wissensgenerierung in den einschlägigen Handlungsfeldern, sondern es eröffnet durch seine bereits erhobenen Kennzahlen erste Evaluationsmöglichkeiten zur Überprüfung einzelner Handlungsziele. Das bestehende Berichtswesen der Stadt Frankfurt liefert hierfür jetzt schon die nötige Grundlage. Beispielhaft seien genannt:
- Die Frankfurter Sozialberichterstattung, die im Rahmen ihrer Themenschwerpunkte immer wieder die Lebenslagen und Lebenssituationen besonders belasteter Bevölkerungsgruppen aufzeigt, widmete sich in ihrem letzten Sozialbericht IX explizit dem Thema "Zukunft für Frankfurter Kinder sichern" unter dem Fokus des SBG II-Leistungsbezuges von Kindern und deren sozialer Segregation in Frankfurt am Main.
- Das Jugend- und Sozialamt veröffentlichte im Dezember 2011 das erste Monitoring zur sozialen Segregation und Benachteiligung in Frankfurt am Main und beschreibt detailliert auf der Ebene der Stadtbezirke, wie die soziale Zusammensetzung der Bevölkerung in den einzelnen Teilräumen der Stadt ist und in welchen Stadtbezirken besonders hohe soziale Belastungen vorzufinden sind.
- Vom Amt für Gesundheit wurde 2010 mit der Berichtserstattung "Kindergesundheit in Frankfurt, Daten des Amtes für Gesundheit der 2002 - 2008" ein erweiterter, umfassend überarbeiteter Bericht zur gesundheitlichen Lage der Kinder in Frankfurt am Main vorgelegt. Dieser Bericht hat zum Ziel, interessierte Bürger, die Fachöffentlichkeit als auch politische Gremien über den gesundheitlichen Zustand von Frankfurter Kindern zu informieren. Es werden Problembereiche aufgezeigt, die zukünftig bei den Maßnahmenplanungen als Datenbasis herangezogen werden können. Auf der Basis von Auswertungen im kleinräumigen Stadtteilbezug sollen gezielte, sozialräumlich differenzierte Vorgehensweisen ermöglicht werden.
- Für den Bereich der Kindertagesstätten berichtet das Dezernat IV regelmäßig über den Stand und die Perspektiven der Kindertagesstätten-Entwicklungsplanung, um die Planungen in der Betreuung der Kinder bis ins Schulalter darzulegen. Das Berichtswesen rund um die Schulentwicklung legt ebenfalls regelmäßig ihren Ist-Stand und die notwendige Ausbauplanung vor.
- Im Rahmen der Schulentwicklungsplanung werden bislang Schulentwicklungspläne zu den Förderschulen, Berufsschulen und zu den Allgemeinbildenden Schulen im Zeitabstand von etwa fünf Jahren erstellt. Im vierten Quartal 2012 soll die Arbeit zur Erstellung eines neuen Schulentwicklungsplanes für die Allgemeinbildenden Schulen aufgenommen werden.
- Der erste Frankfurter Bildungsbericht wurde zu Beginn des Jahres 2012 erstellt und befindet sich gegenwärtig im parlamentarischen Verfahren. Der Bericht wurde bereits in der Magistratssitzung vom 25.05.2012 verabschiedet. Die Bildungsberichterstattung hat den Anspruch datengestützte Informationen der Öffentlichkeit und Fachleuten zur Verfügung zu stellen, die über Rahmenbedingungen, Ergebnisse und Erträge von Bildungsprozessen im Lebenslauf Auskunft geben. Mit dem Bildungsbericht 2012 wird eine empirische Bestandsaufnahme vorgelegt, die auch als Grundlage für kommunale Steuerungsprozesse genutzt werden kann. Erkenntnisse aus diesen Berichten und seinen Handlungsfeldern fließen in eine Erfassung, Prüfung und Weiterentwicklung der derzeitigen Versorgungslage in den Bereichen der Betreuungs-, Bildungs- und Gesundheitsangebote ein. So ist es möglich, den Ausbau von Angeboten in den Bereichen der Beratung und Begleitung in schwierigen Lebenssituationen schon jetzt systematisch und interdisziplinär voranzutreiben. Darüber hinaus wurden in den letzten Jahren zahlreiche Projekte und Maßnahmen angestoßen, die auch für dieses Konzept wichtige Handlungsfelder bedeuten. So wurde beispielsweise im Bereich der "Frühen Hilfen" eine Evaluation der derzeitigen Maßnahmen durchgeführt (siehe Kapitel 4.1). Ebenso ist vom Dezernat IV eine Untersuchung zum Thema "Benachteiligte Kinder mit guten Schulnoten" geplant.
- Ausbau eines tragfähigen Netzwerks für Frankfurter Kinder - Zusammenführung ausgewählter gesamtstädtischer Angebote und Projekte zu biografiebegleitenden und vernetzten Handlungsfeldern Das Konzept "Gelingender Start ins Leben" sieht vor, die bereits gut funktionierenden Anstrengungen der Stadt und deren Aktivitäten in belasteten Quartieren zu verstärken und ggf. passgenau mit den Akteuren vor Ort für den spezifischen Sozialraum weiterzuentwickeln. Der Aufbau eines Präventionsnetzwerkes innerhalb und zwischen den verschiedenen Handlungsfeldern soll zu einer biografiebegleitenden Präventionskette führen. Die folgenden ausgewählten Maßnahmen und Projekte, die diese Zielsetzung befördern, bilden das Gerüst des Konzeptes. Die Zugänge zu den verschiedenen (Hilfs-)Angeboten und Diensten sollen für die Familien erleichtert und Übergänge in andere Maßnahmen verbessert werden. Darauf aufbauend sollen an einem Modellstandort die Wirksamkeit der Angebote in diesen Handlungsfeldern überprüft werden und sich weitere sozialraumbezogene und zielgruppenorientierte Maßnahmen anschließen, die passgenau auf die Gegebenheiten und Problematiken vor Ort abgestimmt werden (Kapitel 5). Durch dieses Vorgehen wird eine Übertragbarkeit des Konzeptes auf andere Stadtteile sichergestellt und gleichzeitig den sozialraumbezogenen Besonderheiten Rechnung getragen. Im Folgenden wird die Zeit von der Schwangerschaft bis zum Übergang in den Beruf aufgeführt. 4.1 Handlungsfeld 1: Frühe Hilfen In Frankfurt gibt es eine Vielfalt von Angeboten präventiver und früher Hilfen für Kinder in den ersten Lebensjahren. Zahlreiche Institutionen bieten Unterstützungsangebote und Kurse für Familien an. Der Zugang zu den Hilfs- und Beratungsangeboten erfolgt auf unterschiedlichem Wege. Um das vielfältige Angebot der unterschiedlichen Träger und Institutionen darzustellen, hat das Jugend- und Sozialamt eine Übersicht über Eltern stärkende und frühe Hilfen erstellt. Die in dieser Broschüre aufgeführten Einrichtungen und Kurse sind sowohl trägerübergreifend als auch zielgruppenspezifisch dargestellt. Die einzelnen Angebote reichen von der Erziehungs- und Gesundheitsberatung über Familienbildung bis hin zu speziellen Förder- und Lernkursen für alle Frankfurter Familien mit ihren Kindern in unterschiedlichsten Lebenssituationen. 4.1.1 Konzept "Frühe Hilfen - Prävention von Kindesvernachlässigung in Frankfurt am Main" Auf Grundlage des dezernatsübergreifenden Konzeptes "Frühe Hilfen - Prävention von Kindesvernachlässigung" (Beginn der Umsetzung im November 2008) wurden beim Amt für Gesundheit das Team Frühe Hilfen (Hebammen, Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen, Kinderärzte und Kinderärztinnen) und beim Jugend- und Sozialamt das Team Kinder- und Jugendschutz geschaffen. Das Kinderschutzkonzept basiert insgesamt auf drei Säulen: auf dem Team "Frühe Hilfen" des Amtes für Gesundheit, dem Team "Kinder- und Jugendschutz" des Jugend- und Sozialamtes und als dritte Säule auf der Einbindung von freien Trägern in eine Netzwerkstruktur. Aufgabe des Amtes für Gesundheit ist, Familien mit besonderem Unterstützungsbedarf zu erkennen, auf sie zuzugehen und sie - grundsätzlich mit ihrem Einverständnis - im ersten Lebensjahr der Kinder zu begleiten. Es wurde ein präventives Hausbesuchsangebot in Form von passender Unterstützung, Beratung und Betreuung auf freiwilliger Grundlage geschaffen. Familienhebammen und Gesundheits- und Kinderkrankenpfleger/innen aus dem Amt für Gesundheit, die für diese Aufgabe besonders qualifiziert wurden, betreuen Familien und Mütter in belasteten Lebenssituationen vom Zeitraum der Schwangerschaft bis zum Ende des ersten Lebensjahres des Kindes im gesamten Frankfurter Stadtgebiet. Auch die Ärzte der Abteilung Kinder- und Jugendmedizin sind in dieses Projekt involviert. Nachfragen und Anmeldungen zur Betreuung kommen über verschiedene Zugangswege und werden im Amt für Gesundheit gesammelt und hinsichtlich der Betreuungsbedürftigkeit evaluiert. Die betreffenden Familien werden dann in ihrem häuslichen Umfeld aufgesucht. Die Arbeit des Teams "Frühe Hilfen" des Amtes für Gesundheit hat präventiven Charakter, darüber hinausgehende Problemstellungen, z. B. die Einschätzung einer Kindeswohlgefährdung ist eine der wichtigen Aufgaben des "Sozialen Dienstes Jugendhilfe" und des Teams "Kinder- und Jugendschutz" des Jugend- und Sozialamtes. Für eine koordinierte Einschätzung der verschiedenen Fachdisziplinen ist eine Zusammenarbeit der verschiedenen Fachdisziplinen etabliert. Die Arbeit der Frühen Hilfen erfolgt sowohl fall- als auch organisationsbezogen auf der Basis einer Kooperationsvereinbarung zwischen dem Team "Frühe Hilfen" des Amtes für Gesundheit und dem Team "Kinder- und Jugendschutz" des Jugend- und Sozialamtes. In regelmäßigen Abständen werden gemeinsame Fall- und Teambesprechungen sowie Fortbildungsveranstaltungen zur Thematik des Kinder- und Jugendschutzes und weiteren sozialpädiatrischen Aspekten durchgeführt. Die präventive Arbeit der "Frühen Hilfen" im Amt für Gesundheit hat die folgenden Ziele: - Befähigung der Eltern zu Pflege, Ernährung und Erziehung eines Säuglings, Unterstützung der Mutter bei Aufbau einer emotionalen Bindung zum Kind - Unterstützung und Strukturierung der Eltern bzw. Familie bei der Bewältigung von Alltagsaktivitäten - Unterstützung bei Aufbau und Einbindung in eine bedarfs- und altersgerechte Betreuungsstruktur innerhalb der Unterstützungssysteme des Stadtteiles bzw. der Stadt - Einleitung einer Förderung im Rahmen einer "Inklusion" wenn Behinderungen im Sinne des SGB XII vorliegen Das Frankfurter Kinder- und Jugendschutztelefon steht grundsätzlich allen Frankfurter Bürgerinnen und Bürgern zur Verfügung. Sie erhalten Beratung in allen Fragen rund um Kinder- und Jugendschutz. Das im Jugend- und Sozialamt angesiedelte Team Kinder- und Jugendschutz sichert die Erreichbarkeit des Jugend- und Sozialamtes durch das Kinder- und Jugendschutztelefon, welches über eine gebührenfreie Rufnummer täglich zu erreichen ist. Eingehende Anrufe über Kindeswohlgefährdungen werden eingeschätzt, kanalisiert und bei Bedarf an den zuständigen Sozialen Dienst weitergeleitet. Ebenso koordiniert das Team die Rufbereitschaft, die sicherstellt, dass das Jugend- und Sozialamt außerhalb der Dienstzeiten für die Polizei erreichbar ist. Eine weitere zentrale Aufgabe des Teams Kinder- und Jugendschutz ist die Vernetzung und Kontaktpflege mit den Trägern der freien Jugendhilfe und ihren bestehenden Angeboten. Fachlicher Austausch, Fortbildungen und notwendige Öffentlichkeitsarbeit werden durch das Team koordiniert und durchgeführt. Regelmäßige Kontakte mit sämtlichen Anlaufstellen in den Stadtteilen sowie die Beteiligung aller mit Kinderschutz und Frühen Hilfen befassten Stellen sichert eine zuverlässige Kooperation bei allen Fällen eines Verdachts auf Kindeswohlgefährdung. Einzelfallbezogene Aufgaben werden bei Bedarf durch den Sozialen Dienst des Jugend- und Sozialamtes übernommen. Neben der Sicherstellung der Erreichbarkeit des Frankfurter Jugend- und Sozialamtes und der Beratung am Frankfurter Kinder- und Jugendschutztelefon ist die Weiterentwicklung der Zusammenarbeit von Angehörigen verschiedener Professionen von zentraler Bedeutung. Zwischen beiden Teams gibt es eine regelmäßige Zusammenarbeit. Durch eine enge Zusammenarbeit mit dem Amt für Gesundheit und den Hebammen / Kinderkrankenschwestern soll die interdisziplinäre Kooperation zwischen Jugendhilfe und Gesundheitshilfe weiterentwickelt und verbessert werden. Durch regelmäßige Kontakte und Austausch mit freien Trägern wie u.a. Familienbildungsstätten, Beratungsstellen, Einrichtungen der Kindertagesbetreuung, Kinderbüro, Polizei, auch im Rahmen von bereits bestehenden Arbeitsgruppen (AG § 78 SGB VIII mit den beiden Fachgruppen "Stärken und Vorbeugen" sowie "Kinderschutz") werden Informationen über vorhandene Angebote, Zugänge zu den Hilfen und Erfordernisse beim Ausbau gebündelt. 4.1.2 Weitere Entwicklung im Bereich Früher Hilfen In Frankfurt am Main gibt es bisher in Verbindung mit Schwangerschaft und der Geburt eines Kindes keine etablierten Verfahren zur systematischen Früherkennung von sozialen Risiken und eines evtl. Hilfebedarfs. In den zurzeit bestehenden acht Frankfurter Geburtskliniken bestehen keine verbindlichen Verfahrensabläufe, die eine entsprechende Risikoeinschätzung ermöglichen. Das Universitätsklinikum Erlangen hat einen Risikobogen (Screening-Bogen) an deutschlandweit sieben Standorten in Geburtskliniken mit zusammen etwa 4.000 Geburten validiert. Die Ergebnisse dieses bundesweiten Projektes werden abgewartet. Um ein solches Screeningverfahren einzuführen ist es nötig, die Kooperation mit den Geburtskliniken zu verbessern. Hierbei geht es insbesondere darum, familiäre Risikokonstellationen früh zu erkennen und die Eltern zu motivieren, passende Unterstützungsmaßnahmen und Beratungen anzunehmen. Auf Grund der hohen Bedarfslage ist es bei den "Frühen Hilfen" des Amtes für Gesundheit in einigen Stadtteilen zu Wartelisten gekommen. Das hat zur Folge, dass das Hilfeangebot erst verzögert umgesetzt werden kann, was im Widerspruch zum Konzept der möglichst "früh" einsetzenden, präventiven Intervention steht. Dementsprechend ist eine Anpassung der Personalressourcen geplant. In zahlreichen Fällen hat sich gezeigt, dass eine Betreuung der Mutter bzw. der Familie über das erste Lebensjahr des Kindes hinaus erforderlich ist. Dies ist im aktuellen Konzept nicht vorgesehen und kann im Bedarfsfall in der erforderlichen Intensität mangels Zeitressource durch das Team der "Frühen Hilfe" derzeit nicht geleistet werden. Deshalb wurde ein zunächst auf ein Jahr beschränktes Projekt etabliert, in dem durch zwei Mitarbeiterinnen der "Lebenshilfe Frankfurt" in begrenztem Umfang eine Weiterbetreuung im zweiten Lebensjahr des Kindes durchgeführt wird. Die Mitarbeiterinnen der "Lebenshilfe" sind durch ihre langjährige Tätigkeit im Bereich der Frühförderung, die Aspekte der medizinischen Entwicklungsförderung mit sozialpädagogischen Aufgabenstellungen verknüpft, in besonderem Maße für diese Aufgaben qualifiziert. Die Erfahrungen der erweiterten Betreuung sollen im Verlauf und zum Betreuungsende evaluiert werden und weitere Umsetzungsperspektiven erarbeitet werden. 4.2 Handlungsfeld 2: Kindertagesbetreuung Seit zwölf Jahren steigen die Kinderzahlen in der Stadt Frankfurt. Die höheren Geburtenzahlen spielen dabei ebenso eine Rolle wie Zuzüge von Familien in die neuen Wohngebiete und das Nachlassen von Wegzügen junger Familien aus Frankfurt. Für die Stadt Frankfurt und die freien Träger von Kindertageseinrichtungen stellt dieser Sachverhalt eine große Herausforderung dar. In den letzten sechs Jahren hat die Stadt Frankfurt ihre Anstrengungen für die bessere Vereinbarkeit von Familie und Beruf noch einmal deutlich verstärkt. Die Anzahl der Kita -Plätze und der Betreuungsplätze an Grundschulen wurde um weitere 7.623 erhöht, darunter 3.101 Plätze für Kleinkinder unter drei Jahren in Krippen und Krabbelstuben. Grundsätzlich stellt sich Frankfurt auf die bislang gestiegenen Kinderzahlen und die Einlösung des Rechtsanspruches auf einen Betreuungsplatz in der Kita oder in der Kindertagespflege ein, der am
- August 2013 für Kinder ab dem vollendeten ersten Lebensjahr gilt. Das Platzangebot wird kontinuierlich durch Neu- und Erweiterungsbauten der Stadt und der nichtstädtischen Träger sowie die Anmietung von Räumlichkeiten insbesondere im Rahmen des Sofortprogramms ausgebaut. Neben dem Ausbau in Kindertageseinrichtungen sind weitere Angebote an Grundschulen in der Erweiterten Schulischen Betreuung geplant. Die Personalausstattung in Frankfurter Kindertagesstätten liegt deutlich über dem hessischen Standard und kann dadurch den Anforderungen von Betreuung und früher Bildung und besonderer Förderung gerecht werden. Darüber hinaus werden erhebliche finanzielle Mittel für die Qualifizierung und Weiterbildung der pädagogischen Fachkräfte bereitgestellt. In Stadtteilen mit verdichteten sozialen Problemlagen werden seit dem Jahr 2010 weitere 125 zusätzliche Fachkräfte eingesetzt, damit dem besonderen Förderungsbedarf der Kinder in diesen Stadtteilen besser Rechnung getragen werden kann. Acht bereits existierende Kinder -und Familienzentren in den Stadtteilen Fechenheim, Ginnheim, Goldstein, Gallus, Griesheim, Nordweststadt, Ostend und Riederwald werden von der Stadt Frankfurt gemäß ihres Auftrages als öffentlicher Jugendhilfeträger gefördert und begleitet. Der Magistrat beabsichtigt entsprechend dem Beschluss der Stadtverordnetenversammlung (E 20) im Rahmen vorhandener Mittel in den Jahren 2012 und 2013 jeweils zwei weitere Zentren zu realisieren. Das Ziel der Kinder -und Familienzentren ist es, frühzeitig herkunftsbedingte Unterschiede und Benachteiligungen von Kindern aus bildungsfernen und benachteiligten Familien zu verringern, um die Zukunftschancen der Kinder zu verbessern. Neben Krippen, Kindergärten oder Horten oder den verschiedenen Formen der Ganztagsschulen wie z.B. der "Erweiterten Schulischen Betreuung" ist die Betreuung von Kindern durch Tagesmütter bzw. Tagesväter seit vielen Jahren eine bewährte Betreuungsform in Frankfurt am Main. Die Kindertagespflege findet in einem familiären Rahmen statt und kann individuell auf den Bedarf der Eltern und des Kindes abgestimmt werden. Die Tagespflegepersonen werden von diversen Kooperationspartnern des Stadtschulamtes entsprechend den Vorschriften qualifiziert und betreut. Auch hier wird wegen der hohen Kinderzahl in Frankfurt am Main eine Erhöhung der Tagespflegepersonen angestrebt. 4.3 Handlungsfeld 3: Entwicklungs- und Gesundheitsförderung/ medizinische Versorgung Bei nicht wenigen Bürgern bestehen Defizite an grundlegenden Kenntnissen gesundheitsförderlichen Verhaltens und oft fehlt eine Orientierung innerhalb der Organisationsstruktur unseres Gesundheitssystems. Besonders häufig sind diese Defizite, nicht zuletzt wegen einer eventuellen Sprachbarriere, bei Bürgern mit Migrationshintergrund anzutreffen. Deshalb hat das Amt für Gesundheit Schulungsmaßnahmen organisiert, wie beispielsweise die kommunale Gesundheitsinitiative "KoGi", die das Prinzip einer Multiplikatorenschulung hinsichtlich gesundheitlicher Inhalte zur Grundlage haben. Thematische Bereiche sind Gesundheitsfragestellungen vom Neugeborenenalter bis in den Seniorenbereich. Hinsichtlich des Kindesalters werden insbesondere Entwicklungs- und Ernährungsthemen, Fragen zum Impfschutz, zur bilingualen Sprachentwicklung und zur Problematik übermäßiger Mediennutzung angesprochen. Geschult werden Bürger mit Migrationshintergrund, die in ihrer Wohnumgebung und innerhalb ihrer ethnischen Gruppe dann als Anlaufstelle für gesundheitliche und sozialmedizinische Fragestellungen dienen sollen. Ein weiterer Baustein der Gesundheitsförderung ist das "Netzwerk Ernährungsgesundheit". Bei diesem Netzwerk handelt es sich um ein Kooperationsprojekt des "Frankfurter Zentrums für Ess-Störungen" und der Facheinrichtung "Balance - Beratung und Therapie von Ess-Störungen" gefördert vom Amt für Gesundheit der Stadt Frankfurt am Main. Seit 2006 konnten Maßnahmen zur Förderung der Ernährungsgesundheit von Kindern und Jugendlichen bereits in den Stadtteilen Nied und Gallus realisiert werden; seit 2009 in Sossenheim, Griesheim und Innenstadt ausgebaut werden. Der Stadtteilbezug des Projektes bietet die Möglichkeit, Präventionskonzepte zur Förderung der Ernährungsgesundheit von Kindern nachhaltig umzusetzen. Die vorgefundenen sozialen Strukturen und die damit verbundenen Institutionen bilden eine gute Basis für verschiedene präventive Aktionen. Als weitere Plattform für Präventionsarbeit werden in diesem Projekt auch Kinderbetreuungseinrichtungen genutzt. Diese bieten gute Bedingungen für eine frühzeitige und altersgerechte Gesundheitsförderung. Als erste Ebene des Bildungssystems nehmen Kindertagesstätten eine besondere Stellung in Bezug auf die Entwicklung "gesundheitlicher Chancengleichheit" ein. Hier werden Kinder in einem Alter erreicht, in dem negative gesundheitsschädigende Angewohnheiten noch nicht aufgetreten, beziehungsweise noch nicht verfestigt sind. Kindertagesstätten können auf die gesundheitlichen Bedürfnisse von Kindern in allen sozialen Lagen eingehen und einen gesundheitsförderlichen Entwicklungsraum schaffen. Mit dem Präventionsprojekt werden auch neue Wege im Bereich der Elternarbeit beschritten. Für Eltern wird in den Kindertageseinrichtungen während der Bring- und Abholzeiten ein Beratungsangebot zu Ernährungsfragen und Essproblemen angeboten. Die Umwandlung des Beratungsangebotes von einer "Komm"- in eine "Gehstruktur" ermöglicht es, die Lebenswelt der Familien besser kennen zu lernen und zu verstehen. Durch das niedrigschwellige Beratungsangebot können Eltern angesprochen werden, die über "klassische" Angebote wie Elternabende nicht erreicht werden. Dies gilt insbesondere für Eltern aus so genannten bildungsfernen Schichten. Für die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen haben Kinderärzte eine zentrale Bedeutung. In manchen Stadtteilen haben es Familien schwerer einen Kinderarzt in ihrer Nähe zu finden. Dies liegt vor allem daran, dass die kinderärztliche Versorgung über die Niederlassungsrichtlinien der Kassenärztlichen Vereinigung geregelt wird. Dabei wird die gesamte Stadt Frankfurt als einheitliches Versorgungsgebiet betrachtet mit einer festgelegten Anzahl von pädiatrischen Kassenarztniederlassungen. Eine Steuerung entsprechend regionaler Bedarfe in den Stadtteilen erfolgt nicht. Es resultiert eine Ungleichverteilungen mit relativ geringen Niederlassungsdichten insbesondere in sozial schwächeren und weniger attraktiven Stadtteilen. Eine ähnliche räumliche Ungleichverteilung ist auch in medizinisch-therapeutischen Berufsgruppen wie Ergotherapie, Physiotherapie und Logopädie zu beobachten. 4.4 Handlungsfeld 4: Erziehungsberatung und Familienbildung 4.4.1 Erziehungsberatung Es gibt in Frankfurt am Main 15 Erziehungsberatungsstellen, von denen sechs in kommunaler Trägerschaft stehen. Die 15 Erziehungsberatungsstellen betreuten 2011 rd. 5.400 Fälle, von denen knapp zwei Drittel Neuzugänge waren. Die gesetzlichen Grundlagen im SGB VIII für die Arbeit der Erziehungsberatungsstellen sind die §§ 16-18 und § 28 SGB VIII. Die Ziele, Leistungen und Rahmenbedingungen für die inhaltliche Arbeit der 15 Frankfurter Erziehungsberatungsstellen sind in der Frankfurter Leitlinie für Erziehungsberatungsstellen (Beschluss des Jugendhilfeausschusses vom 02.06.2008) näher geregelt. Die spezifischen Ziele sind frühzeitige und lebensweltorientierte Hilfe, die Stärkung der Ressourcen und Selbsthilfekräfte der Familien, die Bewältigung von Problemlagen, Krisen und Störungen, die Einleitung von erforderlichen weiteren Hilfen sowie die fachliche Weiterentwicklung und Vernetzung des Jugendhilfesystems. Diese Ziele konkretisieren sich in den Leistungen "Beratung und Therapie", in präventiven Angeboten und Vernetzungsaktivitäten. Dazu gehört auch die Sicherstellung eines niedrigschwelligen Zugangs durch gute Erreichbarkeit, kurzfristige Termine, offene Sprechstunden, Angebote bei Bedarf auch außerhalb der Einrichtung, insbesondere für Familien, deren Lebenssituation es erschwert, eine Beratungsstelle aufzusuchen. Zur Stärkung der Ressourcen der Familien ist eine enge Kooperation mit anderen Diensten und Einrichtungen erforderlich. Die Zusammenarbeit mit dem Kinder- und Jugendhilfe Sozialdienst der Sozialrathäuser ist über eine Orientierungsempfehlung mit ortsteilbezogenen Zuordnungen für die einzelnen Erziehungsberatungsstellen geregelt. Die Inanspruchnahme der Erziehungsberatungsstellen ist grundsätzlich freiwillig und kostenlos. Der Ausbau der präventiven Angebote der Erziehungsberatungsstellen in eigener Verantwortung oder in Kooperation mit anderen Anbietern und Einrichtungen gewinnt zunehmend an Bedeutung. Dazu gehören Angebote für Kinder und Jugendliche, wie z. B. Gruppenangebote für Trennungs- und Scheidungskinder. Des Weiteren bieten Erziehungsberatungsstellen in Schulen ein Kompetenztraining für Eltern oder Kurse wie "Starke Eltern/ starke Kinder" an. Seit letztem Jahr gibt es verstärkt Kooperationen mit Kindertagesstätten oder Kinder- und Familienzentren, auf der Basis verbindlicher Kooperationsvereinbarungen. 4.4.2 Familienbildung In Frankfurt werden neun Familienbildungsstätten durch die Stadt gefördert. Familienbildungsstätten sind Einrichtungen, die auf die Bedürfnisse, Interessen sowie Erfahrungen von Familien in unterschiedlichen Lebenslagen und Erziehungssituationen zugeschnitten sind. Sie bieten Lern- und Erfahrungsräume, um Familien bei der Bewältigung der sich verändernden Aufgaben zu unterstützen. Die inner- und außerfamiliären Kompetenzanforderungen sind gestiegen und folglich haben sich die Unterstützungsbedarfe verändert. Entsprechend entwickeln sich Familienbildungsstätten zu sozialen Bezugspunkten in den Stadtteilen. Institutionalisiert findet Familienbildung in Frankfurt am Main in Familienbildungsstätten und in Kinder- und Familienzentren statt. Angebote der Familienbildung sind u.a. Elternbildungskurse zu Erziehungsfragen und Familienthemen, Eltern-Kind-Gruppen, Vorbereitung auf Geburt und Elternschaft, etc. In den Stadtteilen eröffnen die Angebote die Familienbildung und der Kinder- und Familienzentren einen niedrigschwelligen Zugang für Familien, die bisher keine oder kaum Familienbildungsangebote wahrgenommen haben. Neben der fest verankerten Zusammenarbeit mit den Sozialrathäusern kooperieren die Familienbildungsstätten mit dem Quartiersmanagement, den Erziehungsberatungsstellen, Einrichtungen der "Offenen Kinder und Jugendarbeit", Mütterzentren, Kirchengemeinden, Nachbarschaftszentren etc. Im Zuge des Projekts "Lernen vor Ort" wurde die Broschüre "Zielgruppenorientierte Familien- und Elternbildung in Frankfurt am Main" herausgegeben, in denen zielgruppenspezifische Angebote in den Stadtteilen zu finden sind. Darüber hinaus wird dargestellt, wie sich diese mit anderen Bildungs-, Betreuungs- und Erziehungseinrichtungen für Kinder vernetzen. Diese Zusammenfassung konzentriert sich hauptsächlich auf die Unterstützungsmaßnahmen im Rahmen der Bildungs- und Beratungsangebote, die von den Erziehungsberatungsstellen und den Familienbildungsstätten geleistet werden. In Kooperation zwischen Familienbildungsstätten und Sozialrathäusern haben sich die Sozialräumlichen Familienbildungsprojekte (SoFa-Projekte) als erfolgreiche Angebote in den Stadtteilen etabliert. Die Angebote der Familienbildung erreichen durch ihre Niederschwelligkeit und Dezentralität die Familien in ihrem Wohnumfeld. Die Zahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer an den SoFa-Projekten sind im Vergleich zu 2009 im Jahr 2011 stark gestiegen. Das liegt hauptsächlich an den "Eltern-Kind-Treffs", die sich mit einer hohen Teilnehmerzahl als erfolgreiche Angebote der SoFa-Projekte etabliert haben. Mit dem Haushalt 2010 wurden für den Aufbau "Sozialräumlicher Familienbildung" zusätzliche Finanzmittel zur Verfügung gestellt. Hierdurch wurde die "Geh-Struktur" der Familienbildung gestärkt, da wesentlich mehr Kurse dezentral angeboten werden. Erreicht werden konnte vor allem, dass Angebote der Familienbildung zunehmend von sozial benachteiligten Personen angenommen werden. Durch eine Verbesserung der Koordination von Angeboten im Wohnumfeld wurden Synergieeffekte erreicht. 4.5 Handlungsfeld 5: Sprachförderung Das Dezernat für Bildung und Frauen hat im Jahr 2001 das Förderprogramm "Meine, Deine, Unsere Sprache" in den städtischen Kindertageseinrichtungen eingeführt. Das Konzept beinhaltet nicht nur die Sprachförderung der Kinder in Kleingruppen, sondern ist auch handlungsorientiert in den Alltag der Arbeit der Kindertagesstätten implementiert. Das Sprachförderkonzept "Wortstark" wurde im Jahr 2009 als trägerübergreifendes Modell für den kommunalen, die kirchlichen und freien Träger konzipiert. Es wurde zunächst im ersten Durchgang im Frankfurter Westen entwickelt und erprobt und befindet sich zurzeit in der zweiten Region im Gallus, Gutleut und Griesheim im Einsatz. Wortstark ist methodisch und didaktisch mit dem Förderkonzept "Meine, Deine, Unsere Sprache" verbunden. Es gibt eine inhaltliche Fortschreibung und Erweiterung durch den regionalen Ansatz mit der Vernetzung im Stadtteil sowie der aktiven Einbindung von Eltern als Multiplikatoren. Unter dem Stichwort "Eltern für Eltern" werden im Konzept "Wortstark" ehrenamtliche Mütter - insbesondere mit Migrationshintergrund - qualifiziert, die in den Projektkitas Eltern beraten. Zum Jahresende 2011 wurde ein Team von Wissenschaftlern der Johann-Wolfgang Goethe-Universität damit beauftragt, die beiden Sprachförderprogramme auf ihre methodische und didaktische Substanz und ihren Nutzen in der Anwendung zu überprüfen. In einer noch zu erstellenden Expertise sollen sowohl notwendige Modifizierungen benannt als auch eine Empfehlung für die Fort -und Weiterbildung von Fachkräften ausgesprochen werden. Die freien Träger beteiligen sich am Projekt "Wortstark" oder arbeiten mit eigenen Sprachförderprogrammen. Insgesamt gesehen engagieren sich alle Kindertageseinrichtungen im Bereich der Sprachförderung. 4.6 Handlungsfeld 6: Ganztagsschule - Betreuungs- und Ganztagsangebote für Grundschulkinder In Hessen und damit auch in der Stadt Frankfurt existieren auf der Grundlage des geltenden Schulgesetzes verschiedene Formen von ganztägig arbeitenden Schulen, die in unterschiedlichem Umfang mit einem unterschiedlichen Grad der Verpflichtung zur Teilnahme ein Angebot am Nachmittag für ihre Schülerinnen und Schüler zur Verfügung zu stellen. Zu unterscheiden sind Schulen mit pädagogischer Mittagsbetreuung, Ganztagsschulen mit offener Konzeption und Ganztagsschulen mit gebundener Konzeption. Für die drei Formen ganztägig arbeitender Schulen lassen sich grundlegende Merkmale benennen: Pädagogische Mittagsbetreuung / Profil 1 - Zusätzliche pädagogische Angebote im Bereich der Hausaufgabenbetreuung, der Fördermaßnahmen sowie weiterer Angebote im Bildungs- und Freizeitbereich - An mindestens drei Tagen bis 14.30 Uhr - Angebote können auf bestimmte Jahrgänge begrenzt werden - Die Teilnahme ist freiwillig, aber nach Anmeldung verpflichtend - Warmes Mittagsessen wird angeboten Offene Ganztagsschule / Profil 2 - Verlässliche Angebote an fünf Nachmittagen: täglich von 07.30 -17.00 Uhr, freitags bis 14.00 Uhr - alle Schüler und Schülerinnen können teilnehmen - Zusammenarbeit mit außerschulischen Trägern - Die Teilnahme ist freiwillig, aber nach Anmeldung verpflichtend Warmes Mittagessen wird angeboten Gebundene Ganztagsschule / Profil 3 - Unterricht und freiwillige Angebote verteilen sich über den ganzen Tag: täglich von 07.30 - 17.00 Uhr, freitags bis 14.00 Uhr - alle Schülerinnen und Schüler müssen in der Regel teilnehmen - bei freiwilligen Angeboten ist die Teilnahme nach Anmeldung verpflichtend - warmes Mittagessen wird angeboten Dem Profil 1 sind 48 Frankfurter Schulen zuzuordnen, mehrheitlich handelt es sich hier um die Schulformen Grundschule, Gesamtschule und Gymnasium. Nach dem Profil 2 arbeiten 8 Schulen, nach dem Profil 3 insgesamt 10 Schulen. Profil 2 und Profil 3 werden mehrheitlich in Grundschulen umgesetzt. Ergänzt werden die Formen der ganztägig arbeitenden Schulen aufgrund der hohen Elternnachfrage nach Betreuungsangeboten durch das kommunale Modell der "Erweiterten Schulischen Betreuung" mit insgesamt 2368 Plätzen. Dieses Angebot wurde in seinen Rahmenbedingungen denen der Kinderhorte gleichgestellt, so bei den Elternentgelten, Öffnungszeiten und bei der Ganztagsbetreuung in den Schulferien. Die Abdeckung durch die Frankfurter Grundschulen beschränkt sich bislang im Wesentlichen auf die Zeit des Vormittags. Das bedeutet z.B. für Familien mit doppelter Berufstätigkeit der Eltern und einem Ganztagsplatz im Kindergarten, dass mit dem Tag der Einschulung der Kinder eine "Betreuungslücke" bis 17 Uhr entsteht. Diese Lücke kann im vollen Umfang nur der Hort oder die "Erweiterte Schulische Betreuung" an Grundschulen schließen. Angebote im Rahmen der Landesrichtlinie für ganztägig arbeitende Schulen in Hessen nach § 15 Hess. Schulgesetz - Profil 1 (s.u.) oder die klassischen Betreuungsangebote der "Über-Mittag-Betreuung bis 14 Uhr" (finanziert über den Schulträger) sind für diese Familien zeitlich oft nicht ausreichend, dennoch stark nachgefragt. So ist perspektivisch eine Anhebung des Versorgungsziels von 50% auf 65% in Bezug auf die 4 Jahrgänge der Grundschulkinder nötig, um langfristig ein bedarfsgerechtes und angemessenes Angebot für die Frankfurter Eltern und Kinder zu erreichen. Ziel des weiteren Ausbaus der Betreuungsangebote an den Grundschulen war im Jahr 2007, dass an allen Grundschulen eine offene Frühbetreuung eingerichtet wurde. Dies wurde mit Beginn des Jahres 2008 erreicht. Seit 01.01.2008 wird die Frühbetreuung an allen 77 städtischen Grundschulen in Frankfurt am Main angeboten. Damit wurde eine wichtige Voraussetzung für die flächendeckende Einführung eines Äquivalentes zum Zwei-Drittel-Hortangebots geschaffen. Im Jahr 2006 wurden zunächst an zwei Grundschulen (Theobald-Ziegler- und Liebfrauenschule) zeitlich erweiterte Betreuungsangebote bis 17 Uhr (einschließlich ganztägige Ferienbetreuung) erprobt. Diese Angebotsform der "Erweiterten Schulischen Betreuung" (ESB) stellt eine Weiterentwicklung der "Über-Mittag-Betreuung" dar und wurde ab dem Schuljahr 2007/2008 an vier weiteren Grundschulen eingerichtet. Im Jahr 2008 wurde dieses Angebot an bereits vorhandenen Standorten nochmals erweitert.
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Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 14. September 2012Sie sind hierBB 425Gelingender Start ins Leben am Beispiel eines Stadtteils - Ausbau eines Netzwerkes für Frankfurts KinderMagistratsbericht
- 6. April 2023OFOF 442/11Was wurde aus der Umsetzung der B 425 aus 2012 „Gelingender Start ins Leben am Beispiel eines Stadtteils - Ausbau eines Netzwerkes für Frankfurter Kinder“Ortsbeiratsantrag · CDU
- 24. April 2023VV 650Was wurde aus der Umsetzung der B 425 aus 2012 „Gelingender Start ins Leben am Beispiel eines Stadtteils - Ausbau eines Netzwerkes für Frankfurter Kinder“Anfrage
- 4. September 2023Antwort des Magistrats · nach 572 WochenSTST 1865Was wurde aus der Umsetzung der B 425 aus 2012 "Gelingender Start ins Leben am Beispiel eines Stadtteils - Ausbau eines Netzwerkes für Frankfurter Kinder"Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Informationsbericht des Magistrats an die Stadtverordnetenversammlung — etwa als Antwort auf eine Anregung oder als Zwischenbericht. Die Stadtverordnetenversammlung nimmt ihn zur Kenntnis, weist ihn zurück oder fordert einen Folgebericht. Es ist keine Sachentscheidung.
- 1Magistrat legt Bericht vor
- 2Stadtverordnetenversammlung nimmt zur Kenntnis
Beratungsverlauf12 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: SPD, CDU und FREIE WÄHLER; GRÜNE (= Kenntnis als Zwischenbericht)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, Piraten und RÖMER
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER, Piraten und RÖMER
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER, Piraten und RÖMER
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FREIE WÄHLER, Piraten und RÖMER
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER, Piraten und RÖMER
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, FDP, FREIE WÄHLER und Piraten
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, FREIE WÄHLER, Piraten und RÖMER
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE und SPD gegen LINKE., FDP, FREIE WÄHLER, Piraten und RÖMER (= Kenntnis ohne Maßgabe) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL, NPD und REP (= Kenntnis ohne Maßgabe)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE und SPD gegen LINKE., FDP, FREIE WÄHLER, Piraten und RÖMER (= Kenntnis)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE und SPD gegen FDP, FREIE WÄHLER, Piraten, RÖMER und NPD (= Kenntnis ohne Maßgabe)