Nahwärmeversorgung
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Zusammenfassung
Der Magistrat betont die Notwendigkeit der Dekarbonisierung des Wärmesektors in Frankfurt, insbesondere im Gebäudebestand. Die Mainova AG wird durch den Ausbau des Fernwärmenetzes und die Nutzung von Abwärme aus Industrie und Rechenzentren einen wesentlichen Beitrag leisten, um die Stadt treibhausgasneutral zu gestalten.
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Im Hilgenfeld — 9 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 23.10.2026.
- Anstehende Bebauung im Hilgenfeld23.10.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
- Förderung des sozialen Zusammenlebens im Stadtteil sowie der klimaneutralen Stadt für gemeinschaftliche und genossenschaftliche Wohnprojekte21.09.2026 · B (Bericht des Magistrats)
- Bebauung im Hilgenfeld umsetzen13.07.2026 · ST (Stellungnahme des Magistrats)
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Neues zu Im Hilgenfeld per E-MailStellungnahme des Magistrats
Die größte Herausforderung für die Erreichung eines treibhausgasneutralen Frankfurts liegt in der Dekarbonisierung des Wärmesektors. Dies gilt insbesondere im Gebäudebestand, wo energetische Sanierung schwierig und sehr teuer ist. Der Magistrat teilt mit, dass die Mainova AG durch den gezielten Ausbau des Fernwärmenetzes bei gleichzeitiger Dekarbonisierung des Erzeugungsportfolios einen erheblichen Beitrag leisten kann. Dafür wird die Fernwärmeerzeugung sukzessive auf erneuerbare und andere klimaneutrale Quellen umgestellt. Neben Wasserstoff fähigen KWK-Heizkraftwerken, sieht die Mainova AG großes Potenzial in der Erschließung von Abwärme von Industrie und Rechenzentren und auch Geothermie in Kombination mit Wärmepumpen, die mit erneuerbarem Strom betrieben werden. Grundsätzlich bietet diese Abwärme unter bestimmten Bedingungen ein Potential für die Gebäudewärme. Hierfür gibt es verschiedene Szenarien: Die Nutzung direkt vor Ort oder eine Einspeisung in das Fernwärmenetz Frankfurts. Dort wo Rechenzentren in Frankfurt in Clustern entstehen sollen, kommt für eine nennenswerte Nutzung der Abwärme vor allem das Fernwärmenetz infrage.
Überall dort, wo im Ortsbezirk 6 ein Fernwärmeausbau in naher Zukunft nicht absehbar ist, bieten dezentrale Wärmeerzeugungsanlagen und Nahwärmeinselnetze im Contracting eine Alternative. Mainova entwickelt dabei individuell auf die jeweiligen Anforderungen und Gegebenheiten vor Ort zugeschnittene Versorgungskonzepte mit möglichst hohen Anteilen erneuerbarer Energien. Dabei werden neben Solarthermie, Wärmepumpen und Biomassekesseln insbesondere auch die in unmittelbarer Umgebung befindlichen Abwärmequellen mit einbezogen. Ein Umsetzungsbeispiel hierfür ist das derzeit entstehende Wohnquartier Franky, ehemals Westville, bei dem zukünftig ca. 1.300 Wohneinheiten zu großen Teilen aus der Abwärme eines direkt benachbarten Rechenzentrums mit Wärme versorgt werden.
Derzeit führt Mainova Gespräche sowohl mit Investoren, Wohneigentümern, Industrie und Rechenzentren in Bezug auf mehrere Projekte im Ortsbezirk 6, bei denen es um eine Nutzung von Industrie- und Rechenzentrumsabwärme in unmittelbarer Umgebung der Abwärmequellen geht. Dazu zählen das Projekt Sossenheim 432, das Gewerbequartier Frankfurt Westside sowie der Industriepark Höchst, bei dem neben einer dezentralen Nutzung der Abwärme auch eine Anbindung an das zentrale Fernwärmenetz diskutiert wird.
Aktuell betreibt Mainova bereits 13 dezentrale Contractinganlagen im Ortsbezirk, zu denen auch 3 große Nahwärmenetze zählen, die bereits heute hunderte Wohneinheiten versorgen. Diese Anlagen und insbesondere die Nahwärmenetze wird die Mainova AG in den kommenden Jahren gezielt dekarbonisieren und nach Möglichkeit ausbauen. Diese Transformation steht aktuell im Mittelpunkt der Überlegungen: Mainova geht dabei technologieoffen vor und spiegelt dabei die wirtschaftlichen Aspekte unter Einbezug sämtlicher Fördermöglichkeiten.
Beispielsweise im Kontext einer zukünftig treibhausgasneutralen Stadt Frankfurt, entwickelt die Mainova AG gemeinsam mit der ABG im Rahmen des Projektes "Quartier Im Hilgenfeld" derzeit Pläne für ein klima-neutrales Stadtquartier mit über 850 Wohneinheiten am Frankfurter Berg. Dies ist ein Beispiel für den innovativen klimaschonenden Anspruch der Mainova. Die Wärme- und Stromversorgung wird die Mainova AG im Rahmen eines Contracting-Vertrages übernehmen: dabei sollen neben Blockheizkraftwerken, Wärmepumpen, Photovoltaik- und PVT-Modulen, die im Quartier benötigte Wärme überwiegend aus drei großen Erdwärmesondenfeldern gewonnen werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 28. Mai 2022OFOF 520/6NahwärmeversorgungOrtsbeiratsantrag · SPD
- 28. Juni 2022OAOA 210NahwärmeversorgungAnregung
- 28. Oktober 2024Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 126 WochenSTST 1838NahwärmeversorgungStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab