Frankfurter Westen: Qualität Schulessen
Zusammenfassung
Die Stellungnahme des Magistrats befasst sich mit den hohen Qualitätsstandards für das Mittagessen an Frankfurter Schulen, die ökologische und regionale Produkte sowie Bio-Lebensmittel umfassen. Es wird betont, dass die DGE-Qualitätsstandards als Mindeststandard gelten, um eine ausgewogene Schulverpflegung sicherzustellen.
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Thema Schulen und Bildung verfolgenStellungnahme des Magistrats
Die Qualitätsstandards für das Mittagessen an allen Frankfurter Schulen sind sehr hoch. Sie sehen unter anderem einen Einsatz von ökologischen, saisonalen und regionalen Produkten vor. Der Anteil von Bio-Lebensmitteln in den Speisen muss mindestens 30% betragen. Weiterhin muss der tatsächlich zum Einsatz kommende Fleisch- und Wurstwaren Anteil zu 100% aus mindestens zertifizierter ökologischer Erzeugung gemäß EU-Basisverordnung stammen. Folgende Kriterien fließen in die Angebotsauswertung ein: - Produktqualität mit 40% - Servicequalität mit 30% - Preis mit 30%. Bei der Auftragsvergabe wird nicht automatisch dem günstigsten Caterer der Zuschlag erteilt, sondern der Zuschlag geht an den Caterer, der unter Berücksichtigung aller Wertungskriterien das wirtschaftlichste Angebot (bestes Preis-Leistungs-Verhältnis) eingereicht hat. Da nicht der monetäre Aspekt der Ausschlag für die Vergabe sein soll, wird der Essensabgabepreis nur mit 30% bewertet. Diese Wertungskriterien sind ein Ergebnis einer interdisziplinären und übergreifenden Arbeitsgruppe (bestehend aus Vertreterinnen und Vertretern des Staatlichen Schulamtes, des Stadtelternbeirates, des StadtschülerInnenrates, des Vereins Umweltlernen, des Ernährungsrates, des Gesundheitsamtes, des Rechtsamtes, des Stadtschulamtes und des Dezernates XI Bildung, Immobilien und Neues Bauen) und wurden im Jahr 2020 durch den Magistrat beschlossen (M 27). Der Qualitätsstandard der Deutschen Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) für die Verpflegung in Schulen ist bewährt und bildet eine gute Basis für eine ausgewogene und umweltverträgliche Schulverpflegung. Daher werden auch in allen von uns betreuten Frankfurter Schulen die DGE-Qualitätsstandards für die Verpflegung in Schulen als Mindeststandard zu Grunde gelegt, damit alle Schülerinnen und Schüler eine vollwertige Schulverpflegung (ausgewogenes und bedarfsgerechtes Mittagessen) erhalten. Der Caterer muss jeden Tag zwei vollwertige Mittagessen inkl. Getränk anbieten, davon ist ein Gericht immer vegetarisch und das zweite Gericht entspricht immer den Qualitätsstandards für die Schulverpflegung der DGE. Die DGE empfiehlt maximal 1× pro Woche ein Fleischgericht (mageres Muskelfleisch) bzw. Wurstware (max. 20% Fett) anzubieten. Für die Primarstufe liegt die Empfehlung bei ca. 60g Fleisch oder Wurstware pro gegartem Gericht. Für die Sekundarstufe liegt die Empfehlung bei ca. 70 - 90 g Fleisch oder Wurstware pro gegartem Gericht. Die vom Ernährungsrat vorgeschlagene Stabsstelle Ernährung, würde verschiedene Einrichtungen mit gemeinschaftlicher Verpflegung betrachten. Die unterschiedlichen Einrichtungen (z.B. Betriebe, Kitas, Schulen, Krankenhäuser, Pflegeheime) weichen in ihren jeweiligen Anforderungen an ihre Verpflegung zu sehr voneinander ab, um einen einheitlichen Standard zu nutzen. Für die Verpflegung an Schulen sind das Stadtschulamt und die Schulgemeinden fachlich gut aufgestellt. Ein rückläufiger Trend bei den Essenzahlen bildet sich bei den Schulen im Frankfurter Westen nicht ab. Weiterhin liegen dem Stadtschulamt für die betreffenden Schulen keine aktuellen Beschwerden aus den Schulgemeinden vor. Die Notwendigkeit der Einrichtung einer Stabsstelle Ernährung wird aus diesen Gründen daher nicht gesehen.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 7. Mai 2024OFOF 1029/6Frankfurter Westen: Qualität SchulessenOrtsbeiratsantrag · CDU
- 28. Mai 2024VV 957Frankfurter Westen: Qualität SchulessenAnfrage
- 27. September 2024Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 20 WochenSTST 1710Frankfurter Westen: Qualität SchulessenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab