Mobbing und sexuelle Belästigung im Ortsbezirk 10
Strassenzuordnung nur automatisch
und dadurch werden alle gefundenen
Strassenabschnitte als Punkte angezeigt.
Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.
Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.
Thema Schulen und Bildung verfolgenInhalt
Stellungnahme des Magistrats vom 25.01.2019, ST 170
Betreff: Mobbing und sexuelle Belästigung im Ortsbezirk 10 Der Magistrat sieht sich verpflichtet, allen Hinweisen auf Mobbing oder sexueller Belästigung nachzugehen. Gleichzeitig gilt es, in Zusammenarbeit mit den Akteuren im Sozialraum an Präventionskonzepten zu arbeiten, die alle Beteiligten im Umgang mit alltäglicher Form von Sexismus und Diskriminierung sensibilisiert. Seit 2016 gibt es die Handlungsleitlinien "Rechte, Schutz und Beteiligung in Frankfurter Schulen", die auf Initiative des Stadtschulamtes gemeinsam mit dem Frankfurter Netzwerk Kooperation Kinderschutz entwickelt wurden. Sie enthalten Empfehlungen und Standards für Prävention und Intervention im Falle von Kinderrechtsverletzungen durch Fachkräfte und richten sich an die Schulleitungen, Lehrkräfte und die Mitarbeitenden der Jugendhilfe in der Schule und des Ganztags. Projekte und Programme zur Gewaltprävention, soziales Lernen und Angebote zur sexuellen Identitätsausbildung unterstützen Schülerinnen und Schüler darin, ihre Rechte zu kennen, für sie einzutreten und sich gegebenenfalls Unterstützung bei Erwachsenen ihres Vertrauens zu holen, wenn sie alleine nicht mehr weiter wissen. Gemeinsam mit der Schule ist die Jugendhilfe Ansprechpartner für die Anliegen der Eltern, die ihre Kinder betreffen. Diese Angebote beziehen bei Bedarf auch den Bereich der digitalen Kommunikation mit ein. Bei Anfragen zum Thema "Mobbing in der Schule" leistet das Frankfurter Kinderbüro eine Erstberatung und informiert über weitere Schritte. Eltern und Kinder können sich auch an den Schulpsychologischen Dienst im Staatlichen Schulamt Frankfurt zur Beratung wenden. Externe Unterstützung gibt es in den Erziehungsberatungsstellen. Im Staatlichen Schulamt für die Stadt Frankfurt am Main bietet "Schulmediation Hessen" Mobbingberatung an (Stuttgarter Straße 18-24, 60329 Frankfurt, Tel. 069-3898900, E-Mail mobbingberatung@kultus.hessen.de ). Das Projekt "Gewaltprävention und Demokratielernen" bietet entsprechende Fortbildungen für Lehrkräfte an (Michaela Fichtner, Tel.: 069-38989225, michaela.fichtner@kultur.hessen.de ). Der Jugendhilfe kommt hier eine große Bedeutung zu: Sie agiert sowohl präventiv-durch die Unterstützung bei der Entwicklung positiver, stabiler Lebensbedingungen für Kinder, Jugendliche, Familien und durch eine Angebotsvielfalt an Betreuung und Beratung-, aber auch unterstützend durch die Bearbeitung von Problemlagen und Krisen. Stadtweit steht den Schülerinnen und Schülern in 33 Schulen mit dem Bildungsgang "Haupt- und Realschulen" und 5 Schulen mit dem Förderschwerpunkt "Lernen" das präventive Förderprogramm "Jugendhilfe in der Schule" zur Verfügung. Mit dem Schuljahr 2018/19 wird zusätzlich zum Jugendhilfeangebot "Sternpiloten- Frankfurter Lerngruppen" an 43 Grundschulen das Förderprogramm "Jugendhilfe in der Grundschule" auf alle Bildungsregionen ausgeweitet. In den Stadtteilen Berkersheim, Bonames, Eckenheim, Frankfurter Berg und Preungesheim profitieren vier und mit dem Schuljahr 2018/19 sechs von insgesamt sieben Schulen im Ortsbeirat 10 von Jugendhilfeangeboten in der Schule. Aufgabe der Jugendhilfe ist es und das kommt insbesondere für den Umgang mit den Themen "Mobbing" oder "sexuelle Belästigung" zum Tragen, Kinder und Jugendliche zu schützen, zu stabilisieren, zu fördern und handlungsfähig zu machen. Im Rahmen der Jugendhilfe lernen Kinder und Jugendliche, ihre Bedürfnisse zu erkennen, diese angemessen zu verbalisieren und die Grenzen anderer zu respektieren, Konfliktfähigkeit zu erlernen und anderen offen, tolerant und wohlwollend gegenüber zu treten. Die Fachkräfte der Jugendhilfe im Bereich der offenen Kinder- und Jugendarbeit in Frankfurt sind alle zum Thema "sexuelle Diskriminierung" sensibilisiert. Seit vielen Jahren qualifizieren sich die Teams aus der offenen Kinder- und Jugendarbeit und der Schulsozialarbeit zum Thema "Gender". Der präventive Jugendschutz des Jugend- und Sozialamtes bietet Fortbildungen zu den Themenfeldern "Mobbing und Sexismus" an. Im Jahr 2017 fand ein gemeinsamer Fachtag auf Wunsch der Mädchen- und Jugend- Arbeitskreise zum Thema "abwertende Sprache" statt. Die Fachkräfte aus der Mädchenarbeit haben für dieses Jahr den Wunsch, sich bei einem Fachtag mit dem Thema "sexuelle Diskriminierung von Jugendlichen" zu befassen. Dieser wird vom Jugend- und Sozialamt für Ende 2018 in Zusammenarbeit mit dem Stadtschulamt und der AG Mädchenpolitik geplant. Jährlich findet eine Fortbildungsveranstaltung zum Thema "Umgang mit menschenfeindlichen Äußerungen in Betreuungssituation" statt. Sexismus war einer der diesjährigen Schwerpunkte. Das Kinder- und Jugendschutztelefon des Jugend- und Sozialamtes bietet Informationen und Beratung rund um den Kinderschutz und über Hilfsangebote in Bezug auf das Thema "Gewalt" an. In Frankfurt gibt es ein breit gefächertes Beratungsangebot, das sich mit den Themen "sexuelle Belästigung" und "Mobbing" auseinander setzt. Es gibt eine gute Vernetzung in Form von Arbeitskreisen, Kooperationen, Gremienarbeit und gemeinsamen Fortbildungsveranstaltungen. Hier eine Auswahl von Einrichtungen und Beratungsstellen, die durch das Jugend- und Sozialamt gefördert werden und einen besonderen Fokus auf das Thema haben: Feministische Mädchenarbeit e.V. (FeM): "Respekt. Stoppt Sexismus"
Beratungsstelle und Onlineberatung Beratungsstelle Frauennotruf:
Beratungsstelle/Onlineberatung für
Mädchen und Frauen, die von
sexueller, körperlicher und digitaler
Gewalt bedroht oder betroffen sind Wildwasser Frankfurt e.V. :
Beratungsstelle für Mädchen und Frauen Pro Familia e.V. :
Jugendsprechstunde- Sexualpädagogik mnKuss 41 (our generation e. V.)
LIBS (Lesben-Informations- u. Beratungs- und Informationsstelle e.V.) Broken Rainbow e.V.:
Beratung und Angebote für Menschen
jeglicher sexueller Orientierung
Auch das Frauenreferat hält entsprechende Materialien vor, die der Sensibilisierung und Unterstützung dienlich sind. Die Erfahrungen im Rahmen der Kampagne "Respekt.Stoppt.Sexismus" zeigen, dass ein niedrigschwelliger Zugang zu Informationen und Beratungsstellen zentrale Bausteine sind. Ein Hinweis an dieser Stelle auch auf den Comic "Nein Mein mein Nein". Allgemeine Informationen zum Thema Mobbing gibt das "Netzwerk gegen Gewalt" (Ronny Günkel, Adickesallee 70, 60322 Frankfurt, Tel.: 069-755 342 07) heraus. Ebenso eine Broschüre "Mobbing- ein Wegweiser zur Mobbingprävention und Mobbingintervention in Hessen", in der die vielfältigen Beratungs- und Hilfsangebote umfassend aufgeführt werden. Schließlich möchten wir auf die Internet-Plattform der Bundeszentrale für politische Bildung hinweisen, die wichtige Informationen zu Mobbing und sexueller Belästigung enthalten und in allen pädagogischen Kontexten genutzt werden können: https://www.hanisauland.de/spezial/mobbing/ und https://www.bpb.de/lernen/grafstat/mobbing/
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 16. Mai 2018OFOF 548/10Mobbing und sexuelle Belästigung im Ortsbezirk 10Ortsbeiratsantrag · LINKE.
- 5. Juni 2018OMOM 3272Mobbing und sexuelle Belästigung im Ortsbezirk 10Direktanregung
- 25. Januar 2019Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 36 WochenSTST 170Mobbing und sexuelle Belästigung im Ortsbezirk 10Stellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab