Quartiersmanagement im Bahnhofsviertel
Zusammenfassung
Der Magistrat stellt fest, dass das Bahnhofsviertel besondere Herausforderungen aufweist, die nicht durch ein Quartiersmanagement gelöst werden können. Stattdessen sind spezifische Angebote und eine funktionale Vernetzung der bestehenden Einrichtungen erforderlich, um den Bedürfnissen der Bewohner/-innen und Besucher/-innen gerecht zu werden.
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Thema Umwelt und Energie verfolgenStellungnahme des Magistrats
Das Bahnhofviertel ist ein Stadtteil mit besonderen Herausforderungen und steht beständig im Fokus der Arbeit des Magistrats. Hier finden sich nahezu sämtliche Problemstellungen und Risikolagen eines großstädtischen Sozialraums auf engstem Raum konzentriert. Viele Problematiken im Stadtteil gehen nicht auf die Bewohner/-innen, sondern auf Besucher/-innen und Nutzer/-innen des Bahnhofsviertels zurück. Obdachlosigkeit, Drogenszene, Verschmutzungen und Sicherheitsrisiken im öffentlichen Raum sind häufig genannte Themen. Diese Problematiken können nicht mit den Mitteln eines Quartiersmanagements aufgegriffen werden, das hauptsächlich auf Selbsthilfepotentiale und Expertise der Bewohner/-innen abzielt, sondern bedürfen spezifischer Angebote im betreffenden Sozialraum. Im Bahnhofsviertel sind bereits zahlreiche Einrichtungen mit spezifischen Angeboten aktiv, von denen die Bewohner/-innen im Bahnhofsviertel wie auch Besucherinnen und Besucher profitieren können. Daneben sind erfreulicherweise bereits weitere Initiativen im Stadtteil entstanden, wie bspw. die Werkstatt Bahnhofsviertel und der Förderverein Bahnhofs- und Gutleutviertel. Die Initiative für Sicherheit und Sauberkeit in Frankfurt ist ebenfalls mit der Lage des Bahnhofsviertels befasst. Hier sind folgende Organisationen beteiligt und tauschen sich turnusmäßig aus: - Drogenreferat Frankfurt am Main - Frankfurter Verein für soziale Heimstätten - Landespolizei - Ordnungsamt - Besonderer Dienst - Hilfen bei Wohnungslosigkeit und Sucht des Jugend- und Sozialamtes - Stabstelle Sauberes Frankfurt - Gesundheitsamt der Stadt Frankfurt am Main - Idh (Integrative Drogenhilfe) Aufgrund der Vielzahl von Akteuren im Bahnhofsviertel steht an erster Stelle eine funktionale Vernetzung, um Angebote und Interventionen aufeinander abzustimmen, immer orientiert am aktuellen Bedarf vor Ort. Ziel ist, soweit noch nicht erfolgt, eine erfolgreiche sozialräumliche Öffnung der vorhandenen Einrichtungen. Durch die beschriebenen Gegebenheiten im Bahnhofviertel ist es jedoch nicht sinnvoll, dass diese Aufgaben durch ein Quartiersmanagement übernommen bzw. begleitet werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 13. März 2018OMOM 2883Quartiersmanagement BahnhofsviertelDirektanregung
- 4. Juni 2018STST 1002Quartiersmanagement BahnhofsviertelStellungnahme
- 2. Mai 2020OFOF 1265/1Quartiersmanagement im BahnhofsviertelOrtsbeiratsantrag · SPD
- 19. Mai 2020OMOM 6006Quartiersmanagement im BahnhofsviertelDirektanregung
- 7. September 2020Sie sind hierAntwort des Magistrats · nach 130 WochenSTST 1520Quartiersmanagement im BahnhofsviertelStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.
- 1Antrag, Anregung oder Anfrage
- 2zuständiges Dezernat prüft
- 3Magistrat gibt Stellungnahme ab