Quartiersmanagement im Bahnhofsviertel
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Zusammenfassung
Der Ortsbeirat 1 fordert die Schaffung eines Quartiersmanagements im Bahnhofsviertel, um die soziale Situation zu verbessern und den sozialen Zusammenhalt zu stärken. Die Dringlichkeit ergibt sich aus der Verschärfung der bestehenden Probleme im Stadtteil.
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Thema Wohnen verfolgenAnregung
Der Magistrat wird erneut aufgefordert, im Bahnhofsviertel ein Quartiersmanagement im Rahmen des Frankfurter Programms "Aktive Nachbarschaft" zu schaffen.
Begründung
Der Ortsbeirat 1 hat bereits im März 2018 eine entsprechende Anregung gestellt. Der Magistrat hat darauf in seiner Stellungnahme vom 04.06.2018 (ST 1002) mitgeteilt: "Die soziale Situation im Bahnhofsviertel ist dem Magistrat bekannt. Durch die Betreuung von aktuell 15 Quartieren und den Beschränkungen der Haushaltsbeschlüsse sind keine finanziellen und personellen Ressourcen für die Aufnahme neuer Quartiere vorhanden. Der Magistrat wird bei der Entscheidung, ob und gegebenenfalls welche Quartiere zukünftig in das Programm aufgenommen werden können, das Bahnhofsviertel in die Prüfung einbeziehen." Der Ortsbeirat hatte in seiner Anregung die Dringlichkeit eines Quartiermanagements ausführlich begründet. Die dabei genannten Probleme des Stadtteils sind nicht nur nach wie vor vorhanden, sondern haben sich verschärft. Im Mai-Journal Frankfurt beschreibt Ronja Merkel die Situation drastisch, aber treffend und leider nicht übertrieben: "Frankfurt wird gern als Stadt der Widersprüche bezeichnet. Auf der einen Seite protzige Bankentürme, auf der anderen Seite nicht weniger protzige Altbauvillen. Und dazwischen der prägnante Pisse-Geruch des Bahnhofsviertels. Nicht zu vergessen die Menschen, denen man rund um Taunus-, Niddastraße und Co. begegnet und deren Lebensverhältnisse nicht weiter von den kapitalistischen Phalli entfernt sein könnten, in deren Schatten sie existieren." In keinem anderen Stadtteil sind die Ziele des Nachbarschaftsprogramms, - die Verbesserung der Wohn- und Lebenssituation und die Stärkung des sozialen Zusammenhalts im Quartier aufzubauen und zu unterstützen sowie - Potenziale und Selbsthilfemöglichkeiten der Bewohnerinnen und Bewohner gezielt zu fördern, so dringend wie im Bahnhofsviertel. Deshalb ist es für den Ortsbeirat 1 nicht nachvollziehbar, dass der Magistrat in den letzten zwei Jahren weitere fünf Nachbarschaftsbüros geschaffen hat, das Bahnhofsviertel aber nicht berücksichtigt wurde (siehe Frankfurter Programm - Aktive Nachbarschaft, http://frankfurt-sozialestadt.de).
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 24. Februar 2018OFOF 530/1Quartiersmanagement BahnhofsviertelOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
- 25. Februar 2018OFOF 531/1Quartiersmanagement für das BahnhofsviertelOrtsbeiratsantrag · CDU
- 13. März 2018OMOM 2883Quartiersmanagement BahnhofsviertelDirektanregung
- 4. Juni 2018STST 1002Quartiersmanagement BahnhofsviertelStellungnahme
- 2. Mai 2020OFOF 1265/1Quartiersmanagement im BahnhofsviertelOrtsbeiratsantrag · SPD
- 19. Mai 2020Sie sind hierOMOM 6006Quartiersmanagement im BahnhofsviertelDirektanregung
- 7. September 2020Antwort des Magistrats · nach 132 WochenSTST 1520Quartiersmanagement im BahnhofsviertelStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Handlungs- oder Prüfauftrag, den der Ortsbeirat ohne Umweg über die Stadtverordnetenversammlung direkt an den Magistrat richtet. Sie entsteht aus einem beschlossenen Ortsbeiratsantrag (OF). Der Magistrat prüft das Anliegen und antwortet mit einer Stellungnahme (ST).
- 1Ortsbeirat beschließt OF
- 2als Direktanregung an den Magistrat
- 3Magistrat prüft
- 4Stellungnahme (ST) zurück an den Ortsbeirat
Frist: 12 Wochen für den Bericht des Magistrats