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Regenwasserbewirtschaftung in Heddernheim

Vorlagentyp: STMagistrat
210 Wochen bis zur Antwort15 Stationen im Verfahren
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Idee
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Zusammenfassung

Die Stellungnahme des Magistrats zur Regenwasserbewirtschaftung in Heddernheim begrüßt die Vorschläge zur naturnahen Bewirtschaftung von Niederschlagswasser. Es wird empfohlen, Regenwasser dezentral zu bewirtschaften, um die Verdunstung zu fördern und die Kanalisation zu entlasten. Dies soll zur Anpassung an den Klimawandel und zum Gewässerschutz beitragen.

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Stellungnahme des Magistrats

Die Vorschläge zur Regenwasserbewirtschaftung in Heddernheim sind zu begrüßen. Diese sind grundsätzlich im Sinne der Klimawandelanpassungsstrategie der Stadt Frankfurt am Main sowie dem neuen Konzept "Abwasser 2035" der Stadtentwässerung Frankfurt am Main. Niederschlagswasser soll möglichst oberflächig und naturnah am Ort, an dem es anfällt, verdunstet, versickert oder zurückgehalten sowie ggf. auch genutzt werden. Wenn eine Ableitung von Niederschlagswasser unumgänglich ist, ist der Abfluss zu drosseln. Besonders bei einer Trennsystem-Entwässerung ist auf eine möglichst geringe hydraulische Belastung kleinerer Gewässer zu achten. Während dies bei Neubaugebieten schon seit vielen Jahren zunehmend berücksichtigt wird (z. B. Riedberg, An der Sandelmühle), entsteht bei der Umsetzung im Siedlungs-Bestand ein sehr hoher Aufwand und immense Kosten, soweit es nicht mit anderen Maßnahmen zusammen ausgeführt werden kann.

Das Niederschlagswasser aus dem Stadtteil Frankfurt-Heddernheim wird im Trennsystem gefasst und über mehrere Einleitestellen in die Nidda geführt. Die Regenwasserkanäle liegen im Bereich der zur Versickerung vorgeschlagenen Heddernheimer Wiesen zirka 2,30 m bis 2,90 m unterhalb der Geländeoberkante. Das im Kanal ankommende Niederschlagswasser müsste über Pumpenanlagen - mit nicht zu begründendem Energieverbrauch - an die Geländeoberfläche gehoben werden, um es dort versickern zu können. Unabhängig von weiteren Fragestellungen wie Naturschutz, Qualität des Regenwassers, erforderlicher Platzbedarf und geeignete Bodenbeschaffenheiten, wären damit kaum direkte Vorteile für die Bürger:innen im Stadtteil verbunden (Klima, Fauna und Flora u.a.m.). Die Verwendung von städtischen Mitteln und Abwassergebühren für die vorgeschlagenen Maßnahmen wäre nach derzeitiger Einschätzung wirtschaftlich nicht vertretbar.

Zielführender ist es, wo immer es möglich ist oder sich auf Grund von Umbaumaßnahmen anbietet, das Niederschlagswasser direkt auf den Flächen, auf denen es anfällt (d.h. dezentral) zu bewirtschaften. An dieser Stelle kann auch jeder Grundstücksbesitzer einen wichtigen Beitrag zur naturnahen Regenwasserbewirtschaftung leisten. Mit einer dezentralen Rückhaltung von Regenwasser wird die Verdunstung gefördert, wie beispielsweise durch Gründächer oder den Einsatz von Regentonnen bzw. Zisternen zur Gartenbewässerung. Weiterhin kann durch Entsiegelung von Flächen bzw. eine durchlässigere Befestigung mit unterschiedlichen Belägen die dezentrale Versickerung von Regenwasser gesteigert werden. Auch der Einsatz von Regenwasser zur Brauchwassernutzung in Haushalt, Gewerbe und Industrie kann einen wichtigen Beitrag zur Kappung von Abflussspitzen leisten.

Solche dezentralen Maßnahmen auf Privatgrundstücken und im öffentlichen Bereich sind in der Summe sehr wirksam für die Klimawandelanpassung (Hitze, Starkregen etc.), den Gewässerschutz, die Attraktivität des Stadtteils sowie die Entlastung der Kanalisation.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 19. Oktober 2020OFOF 894/9Umbau des Eschersheimer WehrsOrtsbeiratsantrag · FDP
  2. 29. Oktober 2020OMOM 6828Umbau des Eschersheimer WehrsDirektanregung
  3. 12. März 2021STST 639Umbau des Eschersheimer WehrsStellungnahme
  4. 26. März 2021MM 51Abwasser 2035 - für einen nachhaltigen, effizienten und zukunftsfähigen Umgang mit AbwasserMagistratsvortrag
  5. 11. Oktober 2021STST 1869Herausforderung Starkregen - Leistungsfähigkeit des Kanalsystems in HeddernheimStellungnahme
  6. 3. Februar 2022OFOF 120/8Regenwasserbewirtschaftung in HeddernheimOrtsbeiratsantrag · GRÜNE
  7. 17. Februar 2022VV 332Regenwasserbewirtschaftung in HeddernheimAnfrage
  8. 30. Mai 2022Sie sind hier
    STST 1273Regenwasserbewirtschaftung in Heddernheim
    Stellungnahme
  9. 4. Juli 2022STST 1559Ausgleichmaßnahme Ausbau S 6 - Umbaumaßnahme des Wehres Eschersheim. Und wieder wird der Ortsbeirat übergangenStellungnahme
  10. 25. Oktober 2022OFOF 215/8Wie sicher sind die Trinkwasserleitungen im Ortsbezirk 8Ortsbeiratsantrag · SPD
  11. 10. November 2022OMOM 3129Wie sicher sind die Trinkwasserleitungen im Ortsbezirk 8?Direktanregung
  12. 27. Juni 2023OFOF 318/8Ist Heddernheim für die zunehmenden Hochwasserereignisse gerüstet?Ortsbeiratsantrag · SPD
  13. 13. Juli 2023VV 731Ist Heddernheim für die zunehmenden Hochwasserereignisse gerüstet?Anfrage
  14. 30. Oktober 2023STST 2213Ist Heddernheim für die zunehmenden Hochwasserereignisse gerüstet?Stellungnahme
  15. 28. Oktober 2024Antwort des Magistrats · nach 210 WochenSTST 1863Wie sicher sind die Trinkwasserleitungen im Ortsbezirk 8?Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

STStellungnahme des Magistrats

Die Antwort des Magistrats auf einen Antrag, eine Anregung oder eine Anfrage — aus dem Ortsbeirat, der Stadtverordnetenversammlung oder der KAV. Sie gibt die Sicht der Verwaltung wieder und fließt in die weitere Beratung ein.

  1. 1Antrag, Anregung oder Anfrage
  2. 2zuständiges Dezernat prüft
  3. 3Magistrat gibt Stellungnahme ab
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert

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