Nicht nur Schaufensterpolitik: Housing First wirksam umsetzen - Ursachen von Wohnungslosigkeit bekämpfen und ausreichenden Wohnraum schaffen
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Thema Wohnen verfolgenAnregung
- Housing First soll realistisch und wirksam ausgestaltet werden, indem ausreichend geeigneter Wohnraum zur Verfügung gestellt wird. Dies vorausgeschickt wird der Magistrat gebeten, - zu prüfen, inwieweit die ABG FRANKFURT HOLDING GmbH (ABG) alle frei werdenden Wohnungen dauerhaft als Sozialwohnungen sichern kann und ein verbindliches Kontingent für Housing First bereitstellt; - zu prüfen, ob und wie öffentliche Wohnungsbaugesellschaften verpflichtet werden können, Wohnungen für Housing First zur Verfügung zu stellen; - die Quote für Sozialwohnungen im Neubau deutlich zu erhöhen, um langfristig ausreichend bezahlbaren Wohnraum zu schaffen.
- Wohnungslosigkeit soll von vornherein verhindert werden, indem die Ursachen der Wohnungskrise konsequent angegangen werden. Dies vorausgeschickt, wird der Magistrat aufgefordert, - Maßnahmen zur Verhinderung von Zwangsräumungen zu verstärken und auszubauen; - sich auf allen politischen Ebenen für einen stärkeren Mieterschutz einzusetzen; - Maßnahmen gegen spekulativen Leerstand konsequent anzuwenden und weiterzuentwickeln.
Begründung
Housing First ist ein sinnvolles und bewährtes Konzept, um Menschen, die bereits wohnungslos sind, schnell und stabil in eigenen Wohnraum zu bringen. Damit dieses Konzept nicht zahnlos bleibt, braucht es vor allem ausreichend verfügbare, dauerhaft bezahlbare Wohnungen. Derzeit verfügt die Stadt über zu wenige Sozialwohnungen, um Housing First in notwendigem Umfang umzusetzen. Ohne verbindliche Kontingente - insbesondere durch die ABG - bleibt das Konzept in seiner Wirkung begrenzt. Gleichzeitig darf Wohnungspolitik nicht erst ansetzen, wenn Wohnungslosigkeit bereits entstanden ist. Die Wohnungskrise ist die zentrale Ursache von Wohnungslosigkeit. Fehlender Mieterschutz, Zwangsräumungen und spekulativer Leerstand führen dazu, dass Menschen ihre Wohnungen verlieren und anschließend durch Hilfesysteme aufgefangen werden müssen. Eine wirksame Strategie gegen Wohnungslosigkeit muss daher beides leisten: Die konsequente Umsetzung von Housing First und eine präventive Wohnungspolitik, die Wohnungslosigkeit von vornherein verhindert.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 18. Januar 2026OFOF 1359/2Nicht nur Schaufensterpolitik: Housing First wirksam umsetzen - Ursachen von Wohnungslosigkeit bekämpfen und ausreichenden Wohnraum schaffenOrtsbeiratsantrag · Linke
- 19. Januar 2026Sie sind hierOMOM 8011Nicht nur Schaufensterpolitik: Housing First wirksam umsetzen - Ursachen von Wohnungslosigkeit bekämpfen und ausreichenden Wohnraum schaffenDirektanregung
- 8. Mai 2026Antwort des Magistrats · nach 16 WochenSTST 803Nicht nur Schaufensterpolitik: Housing First wirksam umsetzen – Ursachen von Wohnungslosigkeit bekämpfen und ausreichenden Wohnraum schaffenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Handlungs- oder Prüfauftrag, den der Ortsbeirat ohne Umweg über die Stadtverordnetenversammlung direkt an den Magistrat richtet. Sie entsteht aus einem beschlossenen Ortsbeiratsantrag (OF). Der Magistrat prüft das Anliegen und antwortet mit einer Stellungnahme (ST).
- 1Ortsbeirat beschließt OF
- 2als Direktanregung an den Magistrat
- 3Magistrat prüft
- 4Stellungnahme (ST) zurück an den Ortsbeirat
Frist: 12 Wochen für den Bericht des Magistrats