Einrichtung von Mitfahrbänken
Zusammenfassung
Der Magistrat wird gebeten, die Möglichkeit zur Einrichtung von Mitfahrbänken in Nieder-Erlenbach zu prüfen. Dies soll die Mobilität von Bürgern ohne Auto verbessern und einen Beitrag zum Umweltschutz leisten.
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Thema Verkehr und Straße verfolgenAnregung
Der Magistrat wird gebeten, zu prüfen und zu berichten, zu welchen Konditionen an zentralen Punkten in Nieder-Erlenbach Mitfahrbänke installiert werden könnten und welches Modell (mit herausklapp- oder schiebbaren Zieltafeln) sinnvollerweise in Betracht gezogen werden sollte. Es sollen dabei nicht nur die grundsätzlichen Anschaffungskosten, sondern auch die Fördermöglichkeiten, beispielsweise durch die Europäische Union, geprüft werden, die derartige Projekte im ländlichen Raum über ihr Maßnahmenprogramm LEADER fördert. Die in der Nähe liegenden Supermärkte und auch der Baumarkt in Massenheim könnten zwecks möglicher Unterstützung bei der Finanzierung der Bänke kontaktiert werden.
Begründung
Mitfahrbänke werden in immer mehr Kommunen installiert. Auf diese Weise lässt sich die Mobilität von Menschen ohne Auto (z. B. Jugendliche, Ältere, Bürger ohne Führerschein) mit geringem Aufwand deutlich verbessern. Mitfahrbänke ermöglichen eine vom öffentlichen Nahverkehr unabhängige Fortbewegung, ohne dass hierdurch der Individualverkehr erhöht würde. Sie leisten daher auch einen kommunalen Beitrag zum Umweltschutz. Auch, weil sich z. B. von Bad Vilbel oder Nieder-Eschbach aus leicht ferner liegende Ziele mit den öffentlichen Verkehrsmitteln erreichen lassen, werden diese Orte für die Nutzer der Bänke voraussichtlich besonders attraktive und häufig gewünschte Ziele sein. Daher ist zu überlegen, ob diese Orte von vorneherein auf herausklapp- oder schiebbaren Zieltafeln als Optionen angeboten werden sollen. Als weitere Option wäre weiterhin eventuell die Tafel 'anderer Ort' sinnvoll. Da in Nieder-Erlenbach insbesondere das Einkaufen bei ALDI oder REWE für Bürger ohne Auto mit einem weiten Fußweg verbunden sein kann, die Supermärkte aber andererseits von vielen Menschen aus dem Ortsteil den ganzen Tag über angefahren werden, könnte es sinnvoll sein, ALDI oder REWE als Zieltafel-Option anzubieten und auch dort eine Mitfahrbank mit den Zieltafel-Optionen aufzustellen. Das Gleiche gilt für den Baumarkt Maeusel in Massenheim. Hier ließe sich sicher auch eine mögliche Unterstützung bei der Finanzierung verhandeln. Angebrachte Zieltafeln haben den Vorteil, dass der die Mitfahrgelegenheit anbietende Fahrer nicht sinnlos anhalten muss.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 26. Januar 2020OFOF 254/13Einrichtung von MitfahrbänkenOrtsbeiratsantrag · FDP
- 18. Februar 2020Sie sind hierOMOM 5823Einrichtung von MitfahrbänkenDirektanregung
- 15. Juni 2020STST 1151Einrichtung von MitfahrbänkenStellungnahme
- 19. Oktober 2020Antwort des Magistrats · nach 38 WochenSTST 1879Einrichtung von MitfahrbänkenStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Handlungs- oder Prüfauftrag, den der Ortsbeirat ohne Umweg über die Stadtverordnetenversammlung direkt an den Magistrat richtet. Sie entsteht aus einem beschlossenen Ortsbeiratsantrag (OF). Der Magistrat prüft das Anliegen und antwortet mit einer Stellungnahme (ST).
- 1Ortsbeirat beschließt OF
- 2als Direktanregung an den Magistrat
- 3Magistrat prüft
- 4Stellungnahme (ST) zurück an den Ortsbeirat
Frist: 12 Wochen für den Bericht des Magistrats