Schatten für Spielplätze in Neubaugebieten
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenBegründung
Neubaugebieten Spielplätze, die über keinerlei Schattenspender verfügen, sind im Sommer nicht bespielbar. Insbesondere neu angelegte Spielplätze wie hier im Europaviertel verfügen nicht über Baumbewuchs, der Schatten spendet; die Plätze liegen ungeschützt in der prallen Sonne. Die Plätze können nur genutzt werden, wenn die Kinder nicht permanent der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Dies gilt auch für Temperaturen unter 30 Grad. Gerade in Frankfurt werden die Folgen des Klimawandels und der Handlungsbedarf der Stadt diskutiert. Es ist zunehmend mit längeren Phasen mit hohen Temperaturen im Sommer zu rechnen. Bei der Planung von Frei- und Spielflächen sind diese klimatischen Veränderungen zu berücksichtigen. Nicht überall sind großkronige Bäume als natürliche Schattenspender vorhanden; neu angepflanzte Bäume benötigen Jahre, bis sie Kronen ausbilden, die nennenswert Schatten werfen. Ausgerechnet in Neubaugebieten mit Schwerpunkt auf familiengerechten Wohnungen und einem hohen Anteil an Kindern wie z.B. dem sog. Europaviertel werden Spielplätze angelegt, die ganztägig unter praller Sonneneinstrahlung liegen. Vor diesem Hintergrund wird die Stadtverordnetenversammlung aufgefordert: dafür Sorge zu tragen, dass von der Stadt und/oder privaten Investoren neu anzulegende Spielplätze so geplant werden, dass zumindest Teilbereiche der Plätze im Sommer über ausreichend Schatten verfügen; in der Praxis prüfen zu lassen, ob mit Pflanzen bewachsene Drahtgitter/-dächer auf Spielplätzen aufgestellt werden können (z.B. Vorrichtungen, die denen in Wohnanlagen gleichen und dort Müllplätze nach oben und seitlich mit einem Sichtschutz versehen) klären zu lassen, welche sonstigen Konstruktionen als Schattenspender auf Spielplätzen aufgestellt werden könnten; hierbei sollten die Erfahrungen anderer Kommunen berücksichtigt werden. Beispiel aus Kenzingen/Baden - Spielplatz im Alten Grün: Begründung: Dass es Kindern auch in der Stadt und im Sommer möglich sein muss, sich ohne Gesundheitsschäden im Freien bewegen zu können, versteht sich wohl von selbst. Es handelt sich hier nicht um ein spezifisch Frankfurter Thema, auch andere Städte und Institutionen haben bereits nach Lösungen gesucht und sind auch fündig geworden. Wie es geht, hat die Stadt Kenzingen in Baden schon 2007 vorgemacht - hier Auszug aus der Homepage der Stadt:
Inhalt
Antrag vom 11.08.2016, OF 89/1
Betreff: Schatten für Spielplätze in Neubaugebieten Spielplätze, die über keinerlei Schattenspender verfügen, sind im Sommer nicht bespielbar. Insbesondere neu angelegte Spielplätze wie hier im Europaviertel verfügen nicht über Baumbewuchs, der Schatten spendet; die Plätze liegen ungeschützt in der prallen Sonne. Die Plätze können nur genutzt werden, wenn die Kinder nicht permanent der direkten Sonneneinstrahlung ausgesetzt sind. Dies gilt auch für Temperaturen unter 30 Grad. Gerade in Frankfurt werden die Folgen des Klimawandels und der Handlungsbedarf der Stadt diskutiert. Es ist zunehmend mit längeren Phasen mit hohen Temperaturen im Sommer zu rechnen. Bei der Planung von Frei- und Spielflächen sind diese klimatischen Veränderungen zu berücksichtigen. Nicht überall sind großkronige Bäume als natürliche Schattenspender vorhanden; neu angepflanzte Bäume benötigen Jahre, bis sie Kronen ausbilden, die nennenswert Schatten werfen. Ausgerechnet in Neubaugebieten mit Schwerpunkt auf familiengerechten Wohnungen und einem hohen Anteil an Kindern wie z.B. dem sog. Europaviertel werden Spielplätze angelegt, die ganztägig unter praller Sonneneinstrahlung liegen. Vor diesem Hintergrund wird die Stadtverordnetenversammlung aufgefordert: dafür Sorge zu tragen, dass von der Stadt und/oder privaten Investoren neu anzulegende Spielplätze so geplant werden, dass zumindest Teilbereiche der Plätze im Sommer über ausreichend Schatten verfügen; in der Praxis prüfen zu lassen, ob mit Pflanzen bewachsene Drahtgitter/-dächer auf Spielplätzen aufgestellt werden können (z.B. Vorrichtungen, die denen in Wohnanlagen gleichen und dort Müllplätze nach oben und seitlich mit einem Sichtschutz versehen) klären zu lassen, welche sonstigen Konstruktionen als Schattenspender auf Spielplätzen aufgestellt werden könnten; hierbei sollten die Erfahrungen anderer Kommunen berücksichtigt werden. Beispiel aus Kenzingen/Baden - Spielplatz im Alten Grün:
Begründung: Dass es Kindern auch in der Stadt und im Sommer möglich sein muss, sich ohne Gesundheitsschäden im Freien bewegen zu können, versteht sich wohl von selbst. Es handelt sich hier nicht um ein spezifisch Frankfurter Thema, auch andere Städte und Institutionen haben bereits nach Lösungen gesucht und sind auch fündig geworden. Wie es geht, hat die Stadt Kenzingen in Baden schon 2007 vorgemacht - hier Auszug aus der Homepage der Stadt:Beratung im Ortsbeirat: 1
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 11. August 2016Sie sind hierOFOF 89/1Schatten für Spielplätze in NeubaugebietenOrtsbeiratsantrag · fraktionslos
- 30. August 2016OAOA 50Schatten für SpielplätzeAnregung
- 9. Januar 2017BB 1Schatten für SpielplätzeMagistratsbericht
- 23. Juni 2017Antwort des Magistrats · nach 45 WochenBB 206Schatten für SpielplätzeMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme