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Mobilitätswende im Ortsbezirk 1: A5-Ausbau stoppen

Vorlagentyp: OFGRÜNE
29 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren1 SitzungAngenommen

Zusammenfassung

Der Ortsbeirat 1 schlägt vor, den Ausbau der Autobahn A5 zwischen Goldstein/Niederrad und dem Bad Homburger Kreuz abzulehnen, um die Anwohner vor Lärm und Abgasen zu schützen. Die Entscheidung soll auch sicherstellen, dass der Ausbau nicht in zukünftige Verkehrs- und Mobilitätspläne aufgenommen wird.

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Thema Verkehr und Straße verfolgen

Antrag

Der Ortsbeirat möge gemäß §4 Absatz 10 GOOBR folgende Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA) beschließen:

Auch die Menschen im Ortsbezirk 1 sind vom geplanten Ausbau der Autobahn A5 durch mehr Lärm, Abgase und zunehmenden Verkehr über die Anschlussstellen Westhafen und Westkreuz / Messe betroffen.

Dies vorangestellt, möge die Stadtverordnetenversammlung beschließen:

  1. Der geplante Ausbau der Autobahn A5 zwischen Goldstein/Niederrad und dem Bad Homburger Kreuz wird abgelehnt.
  2. Der Magistrat wird aufgefordert, sicherzustellen, dass der Ausbau der Autobahn A5 nicht in den neu zu erstellenden Bundesverkehrswege- und Mobilitätsplan 2040 aufgenommen wird und nicht als vordringliche Maßnahme im aktuellen Bundesverkehrswegeplan 2030 weiterverfolgt wird.

Begründung

Im Interesse der Anwohnenden entlang der A5 muss auf den Ausbau der Autobahn um weitere Fahrspuren verzichtet werden. Die Annahme, der Verkehr drohe ohne einen Ausbau "zusammenzubrechen", ist durch belastbare Fakten nicht belegt. Vielmehr führen mehr Fahrspuren auch zu mehr PKW- und LKW-Verkehr. Die Frankfurter Bevölkerung leidet schon heute unter einem permanenten Lärmpegel, der durch den Ausbau und damit der Zunahme von Fahrzeugbewegungen noch zunehmen würde. Statt eines monströsen Ausbaus der A5 sollte der Lärmschutz für Anwohner*innen der betroffenen Streckenabschnitte verbessert werden. Außerdem verträgt sich eine Zunahme des Autoverkehrs, der 1/4 aller Umweltbelastungen bundesweit ausmacht, nicht mit den Klimaschutzzielen. Auch die Bundesrepublik Deutschland hat sich dem Ziel der CO2-Neutralität verpflichtet. Hierzu hat auch das Bundesverfassungsgericht der Politik einen klaren Auftrag erteilt. Der aktuell gültige Bundesverkehrswegeplan 2030 basiert auf veralteten Erkenntnissen und Erhebungen und muss an die geänderten Gegebenheiten und Realitäten - wie Klimakrise, veränderte Arbeitswelten, Verlagerung des Güterlastverkehrs auf die Schiene, veränderte Lebensgewohnheiten und nachhaltigeres Mobilitätsverhalten der Menschen angepasst und entsprechend geändert werden.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 12. April 2023Sie sind hier
    OFOF 843/1Mobilitätswende im Ortsbezirk 1: A5-Ausbau stoppen
    Ortsbeiratsantrag · GRÜNE
  2. 2. Mai 2023OAOA 355Mobilitätswende im Ortsbezirk 1: A 5-Ausbau stoppenAnregung
  3. 30. Oktober 2023Antwort des Magistrats · nach 29 WochenSTST 2233Mobilitätswende im Ortsbezirk 1: A 5-Ausbau stoppenStellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

OFAntrag aus dem Ortsbeirat

Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ortsbeirat berät & beschließt
  3. 3wird zu OA, OM, OI oder V
  4. 4Magistrat setzt um oder berichtet
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
OBR 1
Sitzung 20 · 02.05.2023
TO I, TOP 53
Angenommen
Anregung OA 355 2023 Die Vorlage OF 843/1 wird in der vorgelegten Fassung beschlossen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDLinkeÖkoLinX-ARLDie Partei
Ablehnung:
CDUFDP
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, LINKE., ÖkoLinX-ARL und Die Partei gegen CDU und FDP (= Ablehnung)

Mitdiskutieren

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