Eine Stadtteilküche für den Riederwald
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Zusammenfassung
Die Einrichtung einer Stadtteilküche im Stadtteil Riederwald wird vorgeschlagen, um das soziale Miteinander zu fördern und gesunde, bezahlbare Mahlzeiten für alle Bürger anzubieten. Dies soll durch Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Akteuren geschehen und ermöglicht den Zugang zu gesunden Lebensmitteln zu sozial verträglichen Preisen. Erwartet wird eine Stärkung der Gemeinschaft und der regionalen Wirtschaft.
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Am Erlenbruch — 21 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 24.09.2026.
- Die städtische ABG Holding ist Eigentümerin des seit über drei Jahren leer stehenden Lokals Am Erlenbruch 94. Sie will d24.09.2026 · F (Frage zur Fragestunde Stadtverordnetenversammlung)
- Verkehrssicherheit Riederwald: Installation von „Berliner Kissen“ an zwei Straßenzügen im Riederwald16.09.2026 · OF (Antrag Ortsbeirat)
- Eine Stadtteilküche für den Riederwald: Nutzung des Restaurants Am Erlenbruch 94 weiter prüfen!14.09.2026 · OM (Anregung an Magistrat (Ortsbeirat))
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Der Ortsbeirat möge beschließen:
Bezug: Etatanregung vom 24.11.2025, EA 12
Der Ortsbeirat möge in Ergänzung und Konkretisierung des o.a. Etatantrags beschließen:
Der Magistrat wird gebeten, zu prüfen und Auskunft zu erteilen,
- ob und an welchen Standorten im Stadtteil Riederwald die Einrichtung einer Stadtviertel-Küche im städtischen Eigenbetrieb möglich ist,
- wie gewährleistet werden kann, dass dort montags bis freitags, mittags und abends gesunde Mahlzeiten zu einem Preis von maximal 1,50 Euro pro Portion - für Kinder kostenfrei - angeboten werden,
- und wie gewährleistet werden kann, dass in Zusammenarbeit mit ehrenamtlichen Akteuren eine Stadtviertel-Küche im Stadtteil verankert werden kann und zudem die Räumlichkeiten für ehrenamtliche Aktivitäten an Wochenenden zur Verfügung gestellt werden können.
Dabei soll insbesondere auch geprüft werden, ob das leerstehenden Restaurant der ABG (Am Erlenbruch 94) als Standort in Frage kommen könnte. Die Prüfung soll ergebnisoffen erfolgen und gegebenenfalls alternative Räumlichkeiten im Riederwald einbeziehen.
Begründung
Die Einrichtung einer Stadtviertel-Küche im Eigenbetrieb der Stadt Frankfurt kann ein wichtiger Schritt sein, um das soziale Miteinander im Stadtteil zu stärken und die Versorgung mit gesunden, bezahlbaren Mahlzeiten für alle zu gewährleisten. Stadtviertel-Küchen sind öffentlich zugängliche Orte im Stadtteil, an denen alle Bürger*innen die Möglichkeit haben, gemeinsam günstig und gesund zu essen. Solche Küchen sind mehr als reine Essensausgaben: Sie können als Begegnungsorte dienen, die Gemeinschaft und Teilhabe fördern, und sind Teil einer zukunftsorientierten öffentlichen Infrastruktur, die auf die Bedürfnisse der Stadtgesellschaft eingeht. Stadtviertel-Küchen leisten einen Beitrag zur Sorge-Infrastruktur, indem sie insbesondere Menschen mit geringem Einkommen entlasten, stehen aber ausdrücklich allen offen, wirken damit sozialer Vereinzelung entgegen und haben somit auch eine demokratie-fördernde Wirkung. Darüber hinaus bieten Stadtviertel-Küchen die Chance, regionale Lieferketten zu stärken. Durch den bevorzugten Einkauf von regionalen Lebensmitteln aus ökologischer Erzeugung können lokale Wertschöpfung und eine klima- und biodiversitätsfreundliche Ernährung gefördert werden. Damit wirken Stadtteilküchen als Ankerpunkte für eine nachhaltige Stadtentwicklung und regionale Wirtschaftskreisläufe. Die Stadt Frankfurt hat sich selbst vor 10 Jahren im Jahr 2015 mit der Unterzeichnung des Milan Urban Food Policy Pact dazu verpflichtet, ein faires, nachhaltiges und inklusives Ernährungssystem zu fördern. Die Einrichtung von Stadtviertel-Küchen wäre ein konkreter Schritt, diese Selbstverpflichtung mit Leben zu füllen. Mit einer Stadtteilküche im Riederwald kann die Stadt Frankfurt einen wichtigen Beitrag zu mehr Ernährungsgerechtigkeit, sozialer Teilhabe und nachhaltiger Stadtentwicklung leisten.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 24. November 2025EAEA 12Produktbereich: 18 Soziales Produktgruppe: 18.01 Leistungen des Jugend- und Sozialamtes Stadtteilküche für den RiederwaldEtatanregung
- 3. Februar 2026Sie sind hierOFOF 826/11Eine Stadtteilküche für den RiederwaldOrtsbeiratsantrag · SPD
- 23. Februar 2026OMOM 8103Eine Stadtteilküche für den RiederwaldDirektanregung
- 8. Mai 2026STST 809Eine Stadtteilküche für den RiederwaldStellungnahme
- 15. Juni 2026Antwort des Magistrats · nach 29 WochenBB 196Stadtteilküche für den RiederwaldMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme