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Anschluss an das öffentliche Energienetz für Mieterinnen und Mieter der Sahle Bau an Maastricher Ring und Pariser Straße

Vorlagentyp: OFGRÜNE
234 Wochen bis zur Antwort11 Stationen im Verfahren1 SitzungAngenommen
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Begründung

Energienetz für Mieterinnen und Mieter der Sahle Bau an Maastricher Ring und Pariser Straße Der Presse war zu entnehmen, dass Bewohnerinnen und Bewohner von Neubauten am Mastricher Ring und der Pariser Straße von einer Inselanlage mit Strom beliefert werden. Dieser Stromlieferant "Energie-direkt" gehört zur Gruppe Sahle Wohnen, die diese Wohnungen gebaut hat. Die Eigentümer der in diesem Bereich bezogenen Eigentumswohnungen haben im Oktober 2014 die Sahle Bau aufgefordert, den Zugang zum öffentlichen Energienetz herzustellen, was im Mai 2015 auch erfolgt ist. Die 368 Sozialwohnungen und 29 Mittelstandswohnungen sind nach wie vor nicht an das öffentliche Netz angeschlossen (Maastrichter Ring 3 - 21, 28 - 44 und Pariser Straße 42 - 66). Diese Wohnungen wurden mit städtischen Fördermitteln in Höhe von 26,6 Mio. € gebaut. Ausgerechnet den Mietern und Mieterinnen, die in Wohnungen wohnen, die von der Stadt gefördert errichtet wurden, wird verwehrt, den Stromanbieter zu wechseln und Strom kostengünstiger zu beziehen. Vor diesem Hintergrund wird der Magistrat aufgefordert, umgehend mit allem ihm zur Verfügung stehenden Mitteln die Saale Baubetreuungsgesellschaft dazu zu verpflichten, den dis- kriminierungsfreien Zugang zum öffentlichen Stromnetz für alle von ihr im Europaviertel errichteten Wohnungen herzustellen. Begründung: Das Gebaren der Sahle Baubetreuungsgesellschaft, Wohnungen so herzustellen, dass die Bewohner_innen dauerhaft gezwungen sind, Strom über ein Unternehmen der selben Gruppe zu beziehen, widerspricht allen Regeln des fairen Wettbewerbs um Kundinnen und Kunden. Es ist vom Gesetzgeber vorgesehen, dass Bürgerinnen und Bürger sich sowohl hinsichtlich des Preises als auch hinsichtlich der Stromerzeugung ("grüner Strom") frei entscheiden können. Dass ausgerechnet Mieter mit niedrigem Einkommen, die sie zum Bezug einer Sozialwohnung berechtigen, dann über den Energieverbrauch "abkassiert" werden, ist unerträglich. Die Sahle Bau schafft sich hier für das Unternehmen quasi eine "Gelddruckmaschine", indem sie dauerhaft gesicherten Umsatz für ein Unternehmen der Gruppe möglich macht und die eigene Energiesparte aus dem Marktwettbewerb nimmt.

Inhalt

Antrag vom 08.12.2015, OF 710/1

Betreff: Anschluss an das öffentliche Energienetz für Mieterinnen und Mieter der Sahle Bau an Maastricher Ring und Pariser Straße Der Presse war zu entnehmen, dass Bewohnerinnen und Bewohner von Neubauten am Mastricher Ring und der Pariser Straße von einer Inselanlage mit Strom beliefert werden. Dieser Stromlieferant "Energie-direkt" gehört zur Gruppe Sahle Wohnen, die diese Wohnungen gebaut hat. Die Eigentümer der in diesem Bereich bezogenen Eigentumswohnungen haben im Oktober 2014 die Sahle Bau aufgefordert, den Zugang zum öffentlichen Energienetz herzustellen, was im Mai 2015 auch erfolgt ist. Die 368 Sozialwohnungen und 29 Mittelstandswohnungen sind nach wie vor nicht an das öffentliche Netz angeschlossen (Maastrichter Ring 3 - 21, 28 - 44 und Pariser Straße 42 - 66). Diese Wohnungen wurden mit städtischen Fördermitteln in Höhe von 26,6 Mio. € gebaut. Ausgerechnet den Mietern und Mieterinnen, die in Wohnungen wohnen, die von der Stadt gefördert errichtet wurden, wird verwehrt, den Stromanbieter zu wechseln und Strom kostengünstiger zu beziehen. Vor diesem Hintergrund wird der Magistrat aufgefordert, umgehend mit allem ihm zur Verfügung stehenden Mitteln die Saale Baubetreuungsgesellschaft dazu zu verpflichten, den dis- kriminierungsfreien Zugang zum öffentlichen Stromnetz für alle von ihr im Europaviertel errichteten Wohnungen herzustellen.

Begründung: Das Gebaren der Sahle Baubetreuungsgesellschaft, Wohnungen so herzustellen, dass die Bewohner_innen dauerhaft gezwungen sind, Strom über ein Unternehmen der selben Gruppe zu beziehen, widerspricht allen Regeln des fairen Wettbewerbs um Kundinnen und Kunden. Es ist vom Gesetzgeber vorgesehen, dass Bürgerinnen und Bürger sich sowohl hinsichtlich des Preises als auch hinsichtlich der Stromerzeugung ("grüner Strom") frei entscheiden können. Dass ausgerechnet Mieter mit niedrigem Einkommen, die sie zum Bezug einer Sozialwohnung berechtigen, dann über den Energieverbrauch "abkassiert" werden, ist unerträglich. Die Sahle Bau schafft sich hier für das Unternehmen quasi eine "Gelddruckmaschine", indem sie dauerhaft gesicherten Umsatz für ein Unternehmen der Gruppe möglich macht und die eigene Energiesparte aus dem Marktwettbewerb nimmt.Beratung im Ortsbeirat: 1

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 2. Dezember 2015AA 951Freie Stromanbieterwahl in FrankfurtSTVV-Anfrage · SPD
  2. 8. Dezember 2015OMOM 4829Anschluss an das öffentliche Energienetz für Mieterinnen und Mieter der Sahle Baubetreuungsgesellschaft mbH am Maastrichter Ring und in der Pariser StraßeDirektanregung
  3. 8. Dezember 2015Sie sind hier
    OFOF 710/1Anschluss an das öffentliche Energienetz für Mieterinnen und Mieter der Sahle Bau an Maastricher Ring und Pariser Straße
    Ortsbeiratsantrag · GRÜNE
  4. 4. März 2016BB 72Freie Stromanbieterwahl in FrankfurtMagistratsbericht
  5. 18. März 2016STST 533Anschluss an das öffentliche Energienetz für Mieterinnen und Mieter der Sahle Baubetreuungsgesellschaft mbH am Maastrichter Ring und in der Pariser StraßeStellungnahme
  6. 2. Mai 2017OFOF 315/1Anschluss an das öffentliche Energienetz für Mieterinnen und Mieter der Sahle Baubetreuungsgesellschaft mbH am Maastrichter Ring und in der Pariser StraßeOrtsbeiratsantrag · fraktionslos
  7. 23. Mai 2017VV 477Anschluss an das öffentliche Energienetz für Mieterinnen und Mieter der Sahle Baubetreuungsgesellschaft mbH am Maastrichter Ring und in der Pariser StraßeAnfrage
  8. 25. August 2017STST 1586Anschluss an das öffentliche Energienetz für Mieterinnen und Mieter der Sahle Baubetreuungsgesellschaft mbH am Maastrichter Ring und in der Pariser StraßeStellungnahme
  9. 22. Januar 2020OFOF 1190/1Anschluss an das öffentliche Energienetz für Mieterinnen und Mieter der Sahle Baubetreuungsgesellschaft mbH am Maastrichter Ring und in der Pariser Straße - Forderung nach freier Wahl des Stromanbieters auch für Mieterinnen und Mieter von geförderten WohnOrtsbeiratsantrag · U.B.
  10. 11. Februar 2020VV 1554Anschluss an das öffentliche Energienetz für Mieterinnen und Mieter der Sahle Baubetreuungsgesellschaft mbH am Maastrichter Ring und in der Pariser Straße - Forderung nach freier Wahl des Stromanbieters auch für Mieterinnen und Mieter von geförderten WohnAnfrage
  11. 25. Mai 2020Antwort des Magistrats · nach 234 WochenSTST 1041Anschluss an das öffentliche Energienetz für Mieterinnen und Mieter der Sahle Baubetreuungsgesell-schaft mbH am Maastrichter Ring und in der Pariser Straße - Forderung nach freier Wahl des Strom-anbieters auch für Mieterinnen und Mieter von geförderten WoStellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

OFAntrag aus dem Ortsbeirat

Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ortsbeirat berät & beschließt
  3. 3wird zu OA, OM, OI oder V
  4. 4Magistrat setzt um oder berichtet
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
OBR 1
Sitzung 47 · 08.12.2015
TO I, TOP 33
Angenommen
Anregung an den Magistrat OM 4829 2015 Die Vorlage OF 710/1 wird in der vorgelegten Fassung beschlossen.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

Mitdiskutieren

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