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Nach möglicher Schließung an der Galluswarte: Kein ärztlicher Bereitschaftsdienst mehr im Westen Frankfurts?

Vorlagentyp: OFGRÜNE
17 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren1 SitzungAngenommen

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Thema Öffentlicher Nahverkehr und neue Mobilität verfolgen

Begründung

Galluswarte: Kein ärztlicher Bereitschaftsdienst mehr im Westen Frankfurts? Der Magistrat wird aufgefordert zu prüfen und zu berichten:

  1. Treffen Berichte zu, nach denen die Kassenärtzliche Vereinigung beabsichtigt, den ärtzlichen Bereitschaftsdienst an der Galluswarte auf zu geben?
  2. Welche Einflussmöglichkeiten hat der Magistrat auf diese Entscheidung und in welcher Weise wird er diese nutzen?
  3. Die Kassenärztliche Vereinigung beabsichtigt, im Zuge einer Reform des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes in Hessen immobilen Patienten künftig mehr Hausbesuche anbieten zu können. Im Gegenzug wird erwartet, dass mobile Patienten weitere Wege zurücklegen. Dies wird jedoch dazu führen, dass Patienten - insbesondere aus dem westlichen Gallus und Europaviertel - verstärkt das Krankenhaus mit Notaufnahme in Höchst aufsuchen werden. Die Notaufnahme des städtischen Krankenhauses ist jetzt schon überlastet und verstärkt das Defizit des Hauses, da diesem - im Gegensatz zum Bereitschaftsdienst - nur ein Bruchteil der tatsächlichen Kosten von den Krankenkassen erstattet werden. In welcher Weise wird der Magistrat dazu beitragen, um diesen Missstand umzukehren?
  4. Wie bewertet der Magistrat die Tatsache, wenn künftig der bevölkerungsreiche Westen Frankfurts über keine Ambulanz des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes verfügt? Begründung: Die übergeordneten Ziele der von der Kassenärtzlichen Vereinigung in Eigenregie durchzuführenden Reform (= mehr Hausbesuche) sind angesichts der immer älter werdenden Gesellschaft richtig und - angesichts stetig steigender Kosten im Gesundheitswesen - nachvollziehbar. Wie immer steckt aber der Teufel im Detail, denn durch die angedachte Planung werden zusätzliche Belastungen (und Kosten) für die Notfallambulanz des städtischen Klinikums in Höchst entstehen, dessen Defizit die Stadt Frankfurt auszugleichen hat. Zugleich ist auch fraglich, ob es Patientinnen und Patienten in den westlichen Stadtteilen zumutbar ist, im Bedarfsfall bis zur Uniklinik fahren zu müssen. Zusammengenommen leben in diesen und angrenzenden Stadtteilen genügend Menschen um eine Ambulanz - wie zum Beispiel an der Galluswarte - zu rechtfertigen. Die Galluswarte ist mit der S-Bahn, Straßenbahn und Bus bereits jetzt hervorragend erschlossen. Mit Fertigstellung der U-Bahn im Europaviertel wird die Erschließungsqualität nochmals verbessert.

Inhalt

Antrag vom 04.01.2015, OF 565/1

Betreff: Nach möglicher Schließung an der Galluswarte: Kein ärztlicher Bereitschaftsdienst mehr im Westen Frankfurts? Der Magistrat wird aufgefordert zu prüfen und zu berichten:

  1. Treffen Berichte zu, nach denen die Kassenärtzliche Vereinigung beabsichtigt, den ärtzlichen Bereitschaftsdienst an der Galluswarte auf zu geben?
  2. Welche Einflussmöglichkeiten hat der Magistrat auf diese Entscheidung und in welcher Weise wird er diese nutzen?
  3. Die Kassenärztliche Vereinigung beabsichtigt, im Zuge einer Reform des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes in Hessen immobilen Patienten künftig mehr Hausbesuche anbieten zu können. Im Gegenzug wird erwartet, dass mobile Patienten weitere Wege zurücklegen. Dies wird jedoch dazu führen, dass Patienten - insbesondere aus dem westlichen Gallus und Europaviertel - verstärkt das Krankenhaus mit Notaufnahme in Höchst aufsuchen werden. Die Notaufnahme des städtischen Krankenhauses ist jetzt schon überlastet und verstärkt das Defizit des Hauses, da diesem - im Gegensatz zum Bereitschaftsdienst - nur ein Bruchteil der tatsächlichen Kosten von den Krankenkassen erstattet werden. In welcher Weise wird der Magistrat dazu beitragen, um diesen Missstand umzukehren?
  4. Wie bewertet der Magistrat die Tatsache, wenn künftig der bevölkerungsreiche Westen Frankfurts über keine Ambulanz des Ärztlichen Bereitschaftsdienstes verfügt? Begründung: Die übergeordneten Ziele der von der Kassenärtzlichen Vereinigung in Eigenregie durchzuführenden Reform (= mehr Hausbesuche) sind angesichts der immer älter werdenden Gesellschaft richtig und - angesichts stetig steigender Kosten im Gesundheitswesen - nachvollziehbar. Wie immer steckt aber der Teufel im Detail, denn durch die angedachte Planung werden zusätzliche Belastungen (und Kosten) für die Notfallambulanz des städtischen Klinikums in Höchst entstehen, dessen Defizit die Stadt Frankfurt auszugleichen hat. Zugleich ist auch fraglich, ob es Patientinnen und Patienten in den westlichen Stadtteilen zumutbar ist, im Bedarfsfall bis zur Uniklinik fahren zu müssen. Zusammengenommen leben in diesen und angrenzenden Stadtteilen genügend Menschen um eine Ambulanz - wie zum Beispiel an der Galluswarte - zu rechtfertigen. Die Galluswarte ist mit der S-Bahn, Straßenbahn und Bus bereits jetzt hervorragend erschlossen. Mit Fertigstellung der U-Bahn im Europaviertel wird die Erschließungsqualität nochmals verbessert.Beratung im Ortsbeirat: 1

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 4. Januar 2015Sie sind hier
    OFOF 565/1Nach möglicher Schließung an der Galluswarte: Kein ärztlicher Bereitschaftsdienst mehr im Westen Frankfurts?
    Ortsbeiratsantrag · GRÜNE
  2. 20. Januar 2015OMOM 3803Nach möglicher Schließung an der Galluswarte: Kein Ärztlicher Bereitschaftsdienst mehr im Westen Frankfurts?Direktanregung
  3. 4. Mai 2015Antwort des Magistrats · nach 17 WochenSTST 677Nach möglicher Schließung an der Galluswarte: Kein Ärztlicher Bereitschaftsdienst mehr im Westen Frankfurts?Stellungnahme

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

OFAntrag aus dem Ortsbeirat

Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ortsbeirat berät & beschließt
  3. 3wird zu OA, OM, OI oder V
  4. 4Magistrat setzt um oder berichtet
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf1 Beratung
OBR 1
Sitzung 38 · 20.01.2015
TO I, TOP 17
Angenommen
Anregung an den Magistrat OM 3803 2015 Die Vorlage OF 565/1 wird mit der Maßgabe beschlossen, dass der letzte Satz der Ziffer 3. des Tenors wie folgt lautet: "Dies vorangestellt wird der Magistrat um Auskunft gebeten, in welcher Weise er dazu beitragen wird, diesen Missstand umzukehren."

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
Alle
Abstimmung im Original

Abstimmung: Einstimmige Annahme

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung
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