Welche Hitzeschutzmaßnahmen sind in Arbeit?
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Zusammenfassung
In der Stadt Frankfurt sollen Maßnahmen zur Verbesserung des Hitzeschutzes ergriffen werden, um insbesondere vulnerable Personen in heißen Tagen zu unterstützen. Der Vorschlag sieht unter anderem mehr Grün, kühlere Orte sowie Hitzeschutzmaßnahmen in Schulen und Wohnungen vor. Das Ziel ist, gesundheitliche Risiken durch extreme Temperaturen zu reduzieren.
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Martin-Luther-King-Park — 9 weitere Vorlagen in den letzten zwölf Monaten, die letzte am 31.08.2026.
- Mehr Bänke für den Ortsbezirk 831.08.2026 · OF (Antrag Ortsbeirat)
- Aufstellung von zwei barrierefreien Komposttoiletten im Ortsbezirk 820.08.2026 · OM (Anregung an Magistrat (Ortsbeirat))
- Welche Hitzeschutzmaßnahmen sind in Arbeit?20.08.2026 · V (Auskunftsersuchen)
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Der Magistrat wird gebeten, die folgenden Maßnahmen zu prüfen und zu berichten: 1.1. Gibt es verbindliche jährliche Ziele zur Entsiegelung im größeren Maßstab, so dass mehr Grünflächen entstehen, die Kühle ausstrahlen? Wo, wie groß, bis wann? 1.2.Gibt es Zielzahlen für mehr Straßenbäume im Ortsbezirk 8 - wo, wie viele, bis wann? 1.3. Gibt es eine koordinierte Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Ämtern, so dass bei Straßenbauarbeiten sofort geklärt werden kann, wo umstandslos ein Baum gepflanzt werden kann und wo ein Baum gepflanzt werden kann mittels Schutzvorrichtungen für Leitungen wie beispielsweise Wurzelführungsplatten? 1.4. Soll in Straßen, in denen keine Bäume gepflanzt werden können, auf andere Weise für Beschattung gesorgt werden, etwa durch große Segel oder durch mit Kletterpflanzen begrünte Gitterwände? Wo, wie, bis wann? 2. Kühle Orte 2.1. Plant die Stadt, mit diesen klimatisierten Geschäften zu besprechen, ob sie eine Bank in ihre Räumlichkeiten stellen, damit sich dort an Hitzetagen Menschen abkühlen können? 2.2. Wirkt der Magistrat darauf hin, dass die Stadtbücherei von Juni bis Ende August bei Hitzewellen abends länger öffnet? 2.3. Ist geplant, im Ortsbezirk 8 vulnerablen Personen kühle Orte für einen Aufenthalt über mehrere Stunden, am besten bis spätabends, anzubieten, beispielsweise im Saalbau Titusforum? 2.4. Ist geplant, bei Hitzewellen eine klimatisierte Räumlichkeit auch zur Übernachtung für all jene zu öffnen, die nicht mehr in ihren extrem aufgeheizten Wohnungen bleiben können? 3. Schulen, Horte und Kitas kühlen 3.1. Welche Schulen, Horte und Kitas im Ortsbezirk 8 verfügen über einen baulichen oder technischen Hitzeschutz, der eine Temperatur unter 26 Grad im Gebäude gewährleistet? 3.2. Welche Schulen, Horte und Kitas können in ihren Innenräumen dank welcher Maßnahmen bis Sommer 2027 mit erträglichen Temperaturen unter 26 Grad rechnen? 3.3. Welche Schulen, Horte, Kitas können in ihren Außenanlagen dank welcher Maßnahmen bis Sommer 2027 mit Hitzeschutz rechnen? 3.4. Nach welchen Kriterien priorisiert die Stadt Frankfurt die Umsetzung von Hitzeschutzmaßnahmen an Schulen und Kitas? 3.5. Wer ist für die Umsetzung der geplanten Maßnahmen jeweils verantwortlich - ABl, Bildungsbaugesellschaft oder ein anderer Akteur? 3.6. Falls Gebäude nicht bis Sommer 2027 ertüchtigt sind, etwa durch Außenjalousien oder eine Wärmepumpe, die im Sommer kühlt - werden kurzfristig Klimageräte eingesetzt? 3.7. Viele Schulen haben Dächer, die sich gut eignen für Solarpaneele? Wo wird es das geben? 4. Wohnungen kühlen 4.1. Wie wirkt der Magistrat auf die Wohnungsgesellschaften ein, damit sie für Kühlung der Wohnungen in den oberen Stockwerken sorgen? 4.2. Ist gedacht an den Aufbau von Kälte-Netzen - auch für größere Wohnanlagen? 4.3. Bis wann wird die Beratungskapazität so ausgebaut, dass sich möglichst viele Privatvermieter:innen möglichst schnell an den Einbau einer Wärmepumpe (mit sommerlicher Kühlfunktion) wagen? 4.4. Bietet die Stadt Beratung zu technischem Hitzeschutz für Mieter und Mieterinnen an? 4.5. Ist dem Magistrat bekannt, in welchen der Seniorenwohnanlagen/Pflegeheime im Ortsbezirk 8 die Bewohner:innen zuträgliche Zimmertemperaturen unter 26 Grad haben? 4.6. Ist dem Stadt Frankfurt als Mitgesellschafterin der Stiftung Hospital zum Heiligen Geist bekannt, ob alle Patientenzimmer im Nordwestkrankenhaus klimatisiert sind? 4.7. Hat der Magistrat Zahlen zur hitzebedingten Morbidität und Mortalität während der Hitzekrise? 5. Todesfälle verhindern 5.1. Sind "Hitzepatenschaften" geplant? 5.2. Plant der Magistrat ein Hilfeangebot, vergleichbar dem in Berlin?
Begründung
Frankfurt gehört zu den heißesten Städten in Deutschland. Die Zahl der Hitzetage mit Temperaturen über 30 Grad und der "Tropennächte" nimmt seit Jahren zu. Ende Juni 2026 dauerte eine Hitzewelle in Frankfurt elf Tage. Zeitweise herrschten 39 und 40 Grad. Verhaltenstipps (etwa morgens quer zu lüften, ausreichend zu trinken) sind sinnvoll, reichen dann aber nicht mehr. Dann hilft nur noch, sich in kühlen Räumlichkeiten mit maximal 26 Grad aufhalten zu können. Ab 26 Grad sind vor allem Kinder, Ältere und chronisch Erkrankte gesundheitlich gefährdet. Das Ziel sollten also temperierte Innenräume und beschattete Straßen und Plätze sein. Dafür braucht es einen verbindlichen Hitzeschutzplan mit konkreten Zielen und Terminierungen. Im Frankfurter Klimawandelaktionsplan (KWAP) ist davon keine Rede.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 20. Juli 2026Sie sind hierOFOF 51/8Welche Hitzeschutzmaßnahmen sind in Arbeit?Ortsbeiratsantrag · GRÜNE
- 20. August 2026VV 111Welche Hitzeschutzmaßnahmen sind in Arbeit?Anfrage
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme