Kaltluftschutzgürtel für die Stadt Frankfurt am Main
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Thema Grünflächen, Wald und Friedhöfe verfolgenBegründung
Frankfurt am Main Der Ortsbeirat möge beschließen: Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, den Magistrat zu beauftragen, größere Flächenversiegelungsprojekte am Stadtrand (z.B. Stadterweiterung Nord-West, Pfingstberg) nicht mehr weiter zu verfolgen und stattdessen zum Schutz der gesamten Stadtbevölkerung vor Überhitzung in den Sommermonaten auf der Grundlage des Klimaplanatlasses 2016 und der Klimafunktionskarte des Umlandverbandes von 1994 einen Kaltluftschutzgürtel für die Stadt Frankfurt am Main zu planen und eine entsprechende Satzung zur Beschlussfassung vorzulegen. Begründung: In Frankfurt sorgen Gradientwinde, Regionalwinde und Hangabwinde für kühlere Luft in der Stadt. Die Flächen des Umlands und die Stadtrandgebiete kühlen sich abends schneller ab, große Kaltluftentstehungsgebiete wie z.B. die weiten Flächen zwischen der Stadt Steinbach und dem Stadtteil Niederursel sorgen für wichtige Windbewegungen, die sich über Kaltluftschneisen auf die Stadt verteilen und Nidda und Main als "Luftleiter" nutzen. Die City und die Stadtteile am Anlagenring (z.B. das Westend) profitieren von diesen Luftströmen, speziell aus dem Taunus und der Wetterau. Innerstädtische Maßnahmen, der Stadterwärmung entgegenzusteuern, z.B. durch zusätzliche Bäume oder Pflanzendächer, werden nicht ausreichen, um in Sommern wie 2018 mit 42 Tagen über 30 Grad Celsius ausreichende Kühlung zu erzeugen. Überdimensionierte Flächenversiegelungsprojekte mit windsperrenden Hochhausbauten wie der neue Stadtteil an der A5 sind nicht die Antwort auf die aktuellen klimapolitischen Herausforderungen für Großstädte wie Frankfurt am Main. Ein Schutzgürtel mit klaren Regeln für Maßnahmen der Stadtentwicklung in Gebieten, die für die Kaltluftzufuhr entscheidend sind, wäre ein wichtiger neuer Schritt für Frankfurt, die selbst gesteckten Klimaschutzziele auch tatsächlich zu erreichen.
Inhalt
Antrag vom 01.10.2019, OF 489/8
Betreff: Kaltluftschutzgürtel für die Stadt Frankfurt am Main
Der Ortsbeirat möge beschließen: Die Stadtverordnetenversammlung wird gebeten, den Magistrat zu beauftragen, größere Flächenversiegelungsprojekte am Stadtrand (z.B. Stadterweiterung Nord-West, Pfingstberg) nicht mehr weiter zu verfolgen und stattdessen zum Schutz der gesamten Stadtbevölkerung vor Überhitzung in den Sommermonaten auf der Grundlage des Klimaplanatlasses 2016 und der Klimafunktionskarte des Umlandverbandes von 1994 einen Kaltluftschutzgürtel für die Stadt Frankfurt am Main zu planen und eine entsprechende Satzung zur Beschlussfassung vorzulegen.
Begründung: In Frankfurt sorgen Gradientwinde, Regionalwinde und Hangabwinde für kühlere Luft in der Stadt. Die Flächen des Umlands und die Stadtrandgebiete kühlen sich abends schneller ab, große Kaltluftentstehungsgebiete wie z.B. die weiten Flächen zwischen der Stadt Steinbach und dem Stadtteil Niederursel sorgen für wichtige Windbewegungen, die sich über Kaltluftschneisen auf die Stadt verteilen und Nidda und Main als "Luftleiter" nutzen. Die City und die Stadtteile am Anlagenring (z.B. das Westend) profitieren von diesen Luftströmen, speziell aus dem Taunus und der Wetterau. Innerstädtische Maßnahmen, der Stadterwärmung entgegenzusteuern, z.B. durch zusätzliche Bäume oder Pflanzendächer, werden nicht ausreichen, um in Sommern wie 2018 mit 42 Tagen über 30 Grad Celsius ausreichende Kühlung zu erzeugen. Überdimensionierte Flächenversiegelungsprojekte mit windsperrenden Hochhausbauten wie der neue Stadtteil an der A5 sind nicht die Antwort auf die aktuellen klimapolitischen Herausforderungen für Großstädte wie Frankfurt am Main. Ein Schutzgürtel mit klaren Regeln für Maßnahmen der Stadtentwicklung in Gebieten, die für die Kaltluftzufuhr entscheidend sind, wäre ein wichtiger neuer Schritt für Frankfurt, die selbst gesteckten Klimaschutzziele auch tatsächlich zu erreichen.Beratung im Ortsbeirat: 8
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 1. Oktober 2019Sie sind hierOFOF 489/8Kaltluftschutzgürtel für die Stadt Frankfurt am MainOrtsbeiratsantrag · CDU
- 23. Januar 2020OAOA 524Kaltluftschutzgürtel für die Stadt Frankfurt am MainAnregung
- 21. September 2020Antwort des Magistrats · nach 51 WochenSTST 1636Kaltluftschutzgürtel für die Stadt Frankfurt am MainStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, GRÜNE, LINKE., FDP, BFF, FREIE WÄHLER gegen SPD (= Ablehnung)