Gedenkort in Fechenheim- Nord für ermordete Zwangsarbeiter
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Zusammenfassung
Der Ortsbeirat schlägt vor, einen Gedenkort für den ermordeten Zwangsarbeiter Jozef Ochmanek in Fechenheim-Nord zu errichten. Dies soll das Gedenken an die Schicksale der Zwangsarbeiter während der nationalsozialistischen Diktatur wachhalten und die Erinnerung an die unmenschlichen Bedingungen fördern.
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Thema Kultur verfolgenAntrag
Der Ortsbeirat möge beschließen:
Während der nationalsozialistischen Diktatur wurden auch in Frankfurt tausende Zwangsarbeiter*innen aus den besetzten Gebieten zur Arbeit gezwungen. Viele hungerten, wurden gequält, litten unter unmenschlichen Arbeitsbedingungen oder wurden ermordet. Über viele dieser Schicksale ist nur wenig bekannt.
Daher ist über das Gedenken an Einzelne, die Erinnerung an die Zwangsarbeit während des dunkelsten Kapitels der deutschen Geschichte wachzuhalten.
Der Ortsbeirat schlägt daher vor einem Gedenkstein oder einer Tafel für Jozef Ochmanek am Ort seiner Ermordung aufzustellen. Wir bitten das Kultur Dezernat um die Erarbeitung eines Vorschlags.
Jozef Ochmanek aus Polen arbeitete als Zwangsarbeiter auf einem Hofgut in Fechenheim. Seine Liebesbeziehung zu einer deutschen Frau wurde denunziert. Er wurde verhaftet, zum Tode verurteilt und von der Gestapo mittels eines mobilen Galgens am 28.4.1942 hingerichtet. Der Ort der Ermordung war im Wald an der Vilbeler Landstraße. Dort befindet sich heute der Parkplatz des Heinrich Kraft-Parks.
Begründung
In Fechenheim gab es 17 Lager für Zwangsarbeiter*innen. Der Ortsbeirat unterstützt die Initiative einer Bürgerin einen Gedenkort zu errichten.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 26. September 2022Sie sind hierOFOF 326/11Gedenkort in Fechenheim- Nord für ermordete ZwangsarbeiterOrtsbeiratsantrag · GRÜNE, SPD, CDU, LINKE., FDP
- 10. Oktober 2022OMOM 2876Gedenkort in Fechenheim-Nord für ermordete ZwangsarbeiterDirektanregung
- 23. Januar 2023Antwort des Magistrats · nach 17 WochenSTST 228Gedenkort in Fechenheim-Nord für ermordete ZwangsarbeiterStellungnahme
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme