Zum Zweiten: Kinderfreundliche Stadt - bisher aber nicht im Ortsbezirk 7
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E-Mail-Abo einrichtenBegründung
In schöner Regelmäßigkeit dokumentiert der Magistrat in seinen Berichten die Unterversorgung des Ortsbezirks 7 mit Kinderbetreuungsplätzen. Genauso regelmäßig forderte der Ortsbeirat 7 Abhilfe - geschehen ist aber noch nichts Entscheidendes. Der jüngste Bericht B 524 gibt für die Stadtteile des Ortsbezirks 7 die folgenden Versorgungsgrade bei Kindergartenplätzen an: Praunheim 75 % Rödelheim 80 % Hausen 120 % Der städtische Durchschnitt beträgt 93%. Praunheim gehört zusammen mit Nied, Griesheim und Nieder-Erlenbach zu den am schlechtesten versorgten Stadtteilen. Trotzdem wird es nicht bei den Planungsbezirken mit hohem oder erhöhtem Handlungsbedarf genannt. Stattdessen stehen dort Planungsbezirke mit Versorgungsgraden bis zu 89 % ! In Rödelheim hat sich die Situation leicht gebessert, weil 23 Plätze in 2005 neu geschaffen wurden. Es fehlen aber immer noch 102 Plätze (bezogen auf eine Voll-Versorgung), denen in Hausen ein rechnericher Überhang von 53 Plätzen gegenübersteht. In Praunheim besteht aber keine Ausweichmöglichkeit für die 74 unversorgten Kinder, da die Nordweststadt mit 84 % ebenfalls unterversorgt ist. Besonders absurd ist die Ankündigung des Magistrats in der ST 1102, zu prüfen, "ob in den bestehenden Tageseinrichtungen (Kindergärten, Horte) Umwandlungen bestehender Gruppen in altersstufenübergreifende Angebote für Kinder von 1 Jahr bis zur Einschulung möglich sind". Damit würde die Zahl der Kindergartenplätze weiter reduziert - ein Loch würde durch ein anderes gestopft !
Inhalt
Antrag vom 11.02.2007, OF 156/7
Betreff:
Zum Zweiten: Kinderfreundliche Stadt - bisher aber nicht im Ortsbezirk 7
Vorgang:
B 457/03; V 958 OBR 7; ST 1263/03; OA 112 OBR 7; ST 1102/06
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
Der Magistrat wird beauftragt, die Stadtteile Praunheim und Rödelheim in die Liste der Planungsbezirke mit hohem Handlungsbedarf aufzunehmen und endlich etwas gegen die Unterversorgung des Ortsbezirks 7 mit Kindergartenplätzen zu unternehmen.
Begründung:
In schöner Regelmäßigkeit dokumentiert der Magistrat in seinen Berichten die Unterversorgung des Ortsbezirks 7 mit Kinderbetreuungsplätzen. Genauso regelmäßig forderte der Ortsbeirat 7 Abhilfe - geschehen ist aber noch nichts Entscheidendes.
Der jüngste Bericht B 524 gibt für die Stadtteile des Ortsbezirks 7 die folgenden Versorgungsgrade bei Kindergartenplätzen an:
Praunheim 75 %
Rödelheim 80 %
Hausen 120 %
Der städtische Durchschnitt beträgt 93%. Praunheim gehört zusammen mit Nied, Griesheim und Nieder-Erlenbach zu den am schlechtesten versorgten Stadtteilen. Trotzdem wird es nicht bei den Planungsbezirken mit hohem oder erhöhtem Handlungsbedarf genannt. Stattdessen stehen dort Planungsbezirke mit Versorgungsgraden bis zu 89 % !
In Rödelheim hat sich die Situation leicht gebessert, weil 23 Plätze in 2005 neu geschaffen wurden. Es fehlen aber immer noch 102 Plätze (bezogen auf eine Voll-Versorgung), denen in Hausen ein rechnericher Überhang von 53 Plätzen gegenübersteht. In Praunheim besteht aber keine Ausweichmöglichkeit für die 74 unversorgten Kinder, da die Nordweststadt mit 84 % ebenfalls unterversorgt ist.
Besonders absurd ist die Ankündigung des Magistrats in der ST 1102, zu prüfen, "ob in den bestehenden Tageseinrichtungen (Kindergärten, Horte) Umwandlungen bestehender Gruppen in altersstufenübergreifende Angebote für Kinder von 1 Jahr bis zur Einschulung möglich sind". Damit würde die Zahl der Kindergartenplätze weiter reduziert - ein Loch würde durch ein anderes gestopft !
Hauptvorlage: Bericht des Magistrats vom 08.12.2006, B 524 Beratung im Ortsbeirat: 7
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 8. Dezember 2006BB 524Stand und Perspektiven der Kindertagesstätten-Entwicklungsplanung für Frankfurt am Main - Fortschreibung -Magistratsbericht
- 11. Februar 2007Sie sind hierOFOF 156/7Zum Zweiten: Kinderfreundliche Stadt - bisher aber nicht im Ortsbezirk 7Ortsbeiratsantrag · die_farbechten_-_LINKE.WASG
- 13. Februar 2007OAOA 312Zum Zweiten: Kinderfreundliche Stadt - bisher aber nicht im Ortsbezirk 7 Bericht des Magistrats vom 08.12.2006, B 524Anregung
- 29. Juni 2007Antwort des Magistrats · nach 29 WochenBB 449Stand und Perspektiven der Kindertagesstätten-Entwicklungsplanung für Frankfurt am Main - Fortschreibung -Magistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Antrag, den eine Fraktion in den Ortsbeirat einbringt. In der Ortsbeiratssitzung wird darüber beraten und abgestimmt. Wird er beschlossen, geht er — je nach Thema — als Anregung an die Stadtverordnetenversammlung (OA), als Direktanregung (OM) oder als Initiative (OI) weiter.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ortsbeirat berät & beschließt
- 3wird zu OA, OM, OI oder V
- 4Magistrat setzt um oder berichtet
Beratungsverlauf1 Beratung
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. Einstimmige Annahme zu 2. Einstimmige Annahme