Einsatz für Frankfurt: Vorbereitungen im Katastrophenschutz intensivieren!
Zusammenfassung
Der Antrag fordert eine Intensivierung der Vorbereitungen im Katastrophenschutz in Frankfurt, insbesondere durch die Durchführung von Stabsrahmenübungen und die Koordinierung seltener Großschadenslagen. Ziel ist es, die Effizienz und Effektivität der Katastrophenhilfe zu verbessern und die Kommunikation zwischen den Einsatzkräften zu optimieren.
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Thema Gesundheit und Soziales verfolgenAntrag
Frankfurt am Main ist wie die meisten andere Großstädte, sehr stark vom bürgerschaftlichen Engagement abhängig, um Tag für Tag ein sicheres, soziales, friedliches und gesundes Zusammenleben zu gestalten. Dazu tragen die Menschen erheblich bei, die sich bei den örtlichen Hilfsorganisationen ehrenamtlich und beruflich einbringen. Was hier als Dienst für die Gemeinschaft geleistet wird, ist unbezahlbar.
Seit über zwanzig Jahren existiert in unserer Stadt die Arbeitsgemeinschaft der Frankfurter Hilfsorganisationen (AGFH) mit dem Arbeiter-Samariter-Bund, dem Deutschen Roten Kreuz, den Johannitern, den Maltesern, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), dem Kreisfeuerwehrverband, der Rettungshundestaffel und dem Technischen Hilfswerk (THW). Sie sind gemeinsam im Katastrophenschutz tätig und koordinieren dazu Ausbildungsgänge, Ausrüstung der Aktiven und Übungen für den Ernstfall. Zur täglichen Gefahrenabwehr, die in Frankfurt gut organisiert ist, tragen sie erheblich bei.
Als das Ahrtal 2021 von einem schlimmen Hochwasser getroffen wurde, gehörten die Frankfurter Aktiven zu jenen, die schnell vor Ort waren und sich um die Menschen im Hochwassergebiet kümmerten. Für ihre professionelle, engagierte Hilfe wurde ihnen viel Lob zuteil - gleichzeitig konnten diejenigen, die dort im Einsatz waren, wertvolle Erfahrungen mit einer Region im Ausnahmezustand sammeln und hautnah erleben, welche Strukturen und Vorbereitungen dort hilfreich waren oder auch welche fehlten und notwendig gewesen wären.
Häufig bemängelt wurde die Tatsache, dass Hilfe und Gerät oft nicht vor Ort ankamen bzw. an Sammelpunkten "steckenblieben", wo sie nicht zum Einsatz gebracht werden konnten.
Die Kommunikation zwischen den eingesetzten Einheiten des Katastrophenschutzes und deren wirkungsvolles Zusammenspiel muss aus Sicht der im Ahrtal tätigen Einsatzkräfte deutlich verbessert werden. Grundlage für die koordinierte Gefahrenabwehr ist eine umfängliches und allen beteiligten Stäben zugängliches Lagebild. Die Erkundung von Einsatzräumen, das Zusammenführen der daraus gewonnenen Daten zu einem Lagebild, dessen Bewertung und die Ableitungen von Maßnahmen muss daher intensiver geübt werden. Die Vorbereitung auf selten auftretende Schadenslagen, wie etwa Energieengpässe, und die damit verbundene Notversorgung kritischer Infrastruktur (z.Bsp. Krankenhäuser), kann neben einer guten technischen Ausstattung nur durch die Durchführung regelmäßiger organisationsübergreifender Übungen verbessert werden. Bei diesen Übungen müssen die technische Ausstattung sowie organisatorische Abläufe kontinuierlich überprüft und verbessert werden.
Daher möge die Stadtverordnetenversammlung beschließen:
Der Magistrat möge prüfen und berichten, wie die Durchführung von Stabsrahmenübungen sowie die gezielte Vorbereitung zur Koordinierung seltener aber schwerwiegender Großschadenslagen, wie etwa Überflutungen oder Ausfälle der Energieversorgung, intensiviert werden kann.
Begründung
Frankfurt am Main ist wie die meisten andere Großstädte, sehr stark vom bürgerschaftlichen Engagement abhängig, um Tag für Tag ein sicheres, soziales, friedliches und gesundes Zusammenleben zu gestalten. Dazu tragen die Menschen erheblich bei, die sich bei den örtlichen Hilfsorganisationen ehrenamtlich und beruflich einbringen. Was hier als Dienst für die Gemeinschaft geleistet wird, ist unbezahlbar. Seit über zwanzig Jahren existiert in unserer Stadt die Arbeitsgemeinschaft der Frankfurter Hilfsorganisationen (AGFH) mit dem Arbeiter-Samariter-Bund, dem Deutschen Roten Kreuz, den Johannitern, den Maltesern, der Deutschen Lebens-Rettungs-Gesellschaft (DLRG), dem Kreisfeuerwehrverband, der Rettungshundestaffel und dem Technischen Hilfswerk (THW). Sie sind gemeinsam im Katastrophenschutz tätig und koordinieren dazu Ausbildungsgänge, Ausrüstung der Aktiven und Übungen für den Ernstfall. Zur täglichen Gefahrenabwehr, die in Frankfurt gut organisiert ist, tragen sie erheblich bei. Als das Ahrtal 2021 von einem schlimmen Hochwasser getroffen wurde, gehörten die Frankfurter Aktiven zu jenen, die schnell vor Ort waren und sich um die Menschen im Hochwassergebiet kümmerten. Für ihre professionelle, engagierte Hilfe wurde ihnen viel Lob zuteil - gleichzeitig konnten diejenigen, die dort im Einsatz waren, wertvolle Erfahrungen mit einer Region im Ausnahmezustand sammeln und hautnah erleben, welche Strukturen und Vorbereitungen dort hilfreich waren oder auch welche fehlten und notwendig gewesen wären. Häufig bemängelt wurde die Tatsache, dass Hilfe und Gerät oft nicht vor Ort ankamen bzw. an Sammelpunkten 'steckenblieben', wo sie nicht zum Einsatz gebracht werden konnten. Die Kommunikation zwischen den eingesetzten Einheiten des Katastrophenschutzes und deren wirkungsvolles Zusammenspiel muss aus Sicht der im Ahrtal tätigen Einsatzkräfte deutlich verbessert werden. Grundlage für die koordinierte Gefahrenabwehr ist eine umfängliches und allen beteiligten Stäben zugängliches Lagebild. Die Erkundung von Einsatzräumen, das Zusammenführen der daraus gewonnenen Daten zu einem Lagebild, dessen Bewertung und die Ableitungen von Maßnahmen muss daher intensiver geübt werden. Die Vorbereitung auf selten auftretende Schadenslagen, wie etwa Energieengpässe, und die damit verbundene Notversorgung kritischer Infrastruktur (z.Bsp. Krankenhäuser), kann neben einer guten technischen Ausstattung nur durch die Durchführung regelmäßiger organisationsübergreifender Übungen verbessert werden. Bei diesen Übungen müssen die technische Ausstattung sowie organisatorische Abläufe kontinuierlich überprüft und verbessert werden.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 6. November 2023Sie sind hierNRNR 795Einsatz für Frankfurt: Vorbereitungen im Katastrophenschutz intensivieren!STVV-Antrag · GRÜNE, SPD, FDP, Volt
- 8. März 2024BB 93Einsatz für Frankfurt: Vorbereitungen im Katastrophenschutz intensivieren!Magistratsbericht
- 26. August 2024BB 323Einsatz für Frankfurt: Vorbereitungen im Katastrophenschutz intensivieren!Magistratsbericht
- 7. Juli 2025Antwort des Magistrats · nach 87 WochenBB 253Einsatz für Frankfurt: Vorbereitungen im Katastrophenschutz intensivieren!Magistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf2 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE., AfD, Volt, FRAKTION und BFF-BIG Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ELF und Gartenpartei (= Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE., AfD, Volt, FRAKTION, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und Gartenpartei