Interkulturelle Bildung und Förderung von Deutschkenntnissen in Frankfurter Kindergärten durch den Ausbau der .frühstart.-Angebote verstärken!
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E-Mail-Abo einrichtenBegründung
In Frankfurt am Main stellen in der Altersklasse unter sechs Jahren Kinder mit Migrationsgeschichte einen Anteil, der weit über 50 Prozent liegt. Erfreulicherweise besucht mittlerweile die Mehrheit dieser Kinder einen Kindergarten. Dies führt dazu, dass viele dieser Kinder bei der Einschulung über die Deutschkenntnisse verfügen, die notwendig sind, dem Unterricht folgen und schulische Erfolge erzielen zu können. Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt jedoch festzuhalten, dass es weiterhin erhöhten Bedarf an Sprachförderung für Kinder mit Migrationsgeschichte gibt. Eine Sprachförderung, die erst kurz vor der Einschulung beginnt, kommt oft zu spät und kann unter Umständen nicht so effektiv wirken, wie eine frühkindliche Sprachförderung im Kindergarten. Genau hier setzt das Konzept von „frühstart“ an, das 2004 von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Herbert-Quandt-Stiftung und der Türkisch-Deutschen Gesundheitsstiftung entwickelt und seither in Zusammenarbeit mit den Städten Frankfurt am Main, Gießen und Wetzlar sowie mit dem Hessischen Sozialministerium an zwölf Kindergärten (darunter allein sechs im Stadtteil Gallus) erfolgreich erprobt wurde. Dabei wurden 36 Erzieherinnen und Erzieher sowie 30 Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter fortgebildet. Doch das Konzept beschränkt sich nicht alleine auf die Sprachförderung, sondern verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der sich in folgende drei Bausteine gliedern lässt: Sprachförderung: Erzieherinnen und Erzieher werden durch eine umfangreiche Fortbildung in die Lage versetzt, Kindern mit Migrationsgeschichte in Kleingruppen Deutsch zu vermitteln und Sprachförderung gezielt zum Gegenstand ihrer täglichen Arbeit zu machen. Interkulturelle Bildung: Miteinander statt Nebeneinander – „frühstart“ vermittelt Erzieherinnen und Erziehern sowie Eltern und Kindern Kenntnisse über kulturelle Prägungen, fremde Kulturen sowie mit der Mehrsprachigkeit verbundene Chancen. Elternarbeit: „frühstart“ bildet muttersprachliche Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter aus. Diese informieren und beraten Eltern mit Migrationsgeschichte und ermöglichen ihnen so eine aktive Teilnahme am Bildungsweg ihrer Kinder. Das Konzept gilt als so erfolgreich, dass es von Sommer 2008 an ausgeweitet werden soll. Dafür können sich nun die Kommunen, also die Stadt Frankfurt am Main, direkt bewerben. Zuvor lief die Bewerbung über die Einrichtungen (Kindergärten) selber. Fünf Kommunen mit je fünf Kindergärten werden neu aufgenommen. Die Kosten von 1,9 Millionen Euro für die nächsten drei Jahre werden zu zwei Dritteln von der Hertie-Stiftung aufgebracht. 300.000 Euro steuert das Hessische Sozialministerium bei. Den Rest übernehmen die Gölke-Stiftung und die Türkisch-Deutsche Gesundheitsstiftung. Für die teilnehmenden Kommunen entstehen also keine Kosten!
Inhalt
Antrag vom 19.12.2007, NR 720
Betreff:
Interkulturelle Bildung und Förderung von Deutschkenntnissen in Frankfurter Kindergärten durch den Ausbau der "frühstart"-Angebote verstärken!
Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:
- Der Magistrat wird gebeten, sich für die Weiterführung und den Ausbau des Konzeptes "frühstart“ in Frankfurt am Main einzusetzen.
- Bei der Festlegung der am Projekt beteiligten Kindergärten, ist darauf zu achten, dass solche ausgewählt werden, die im Umfeld von Grundschulen mit erhöhtem Förderbedarf liegen. Dies könnten zum Beispiel Einrichtungen in den Stadtteilen Bahnhofsviertel, Gallus, Hausen, Höchst, Innenstadt, Nied oder Griesheim sein.
Begründung:
In Frankfurt am Main stellen in der Altersklasse unter sechs Jahren Kinder mit Migrationsgeschichte einen Anteil, der weit über 50 Prozent liegt. Erfreulicherweise besucht mittlerweile die Mehrheit dieser Kinder einen Kindergarten. Dies führt dazu, dass viele dieser Kinder bei der Einschulung über die Deutschkenntnisse verfügen, die notwendig sind, dem Unterricht folgen und schulische Erfolge erzielen zu können.
Trotz dieser positiven Entwicklung bleibt jedoch festzuhalten, dass es weiterhin erhöhten Bedarf an Sprachförderung für Kinder mit Migrationsgeschichte gibt. Eine Sprachförderung, die erst kurz vor der Einschulung beginnt, kommt oft zu spät und kann unter Umständen nicht so effektiv wirken, wie eine frühkindliche Sprachförderung im Kindergarten.
Genau hier setzt das Konzept von "frühstart“ an, das 2004 von der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung, der Herbert-Quandt-Stiftung und der Türkisch-Deutschen Gesundheitsstiftung entwickelt und seither in Zusammenarbeit mit den Städten Frankfurt am Main, Gießen und Wetzlar sowie mit dem Hessischen Sozialministerium an zwölf Kindergärten (darunter allein sechs im Stadtteil Gallus) erfolgreich erprobt wurde. Dabei wurden 36 Erzieherinnen und Erzieher sowie 30 Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter fortgebildet.
Doch das Konzept beschränkt sich nicht alleine auf die Sprachförderung, sondern verfolgt einen ganzheitlichen Ansatz, der sich in folgende drei Bausteine gliedern lässt:
Sprachförderung: Erzieherinnen und Erzieher werden durch eine umfangreiche Fortbildung in die Lage versetzt, Kindern mit Migrationsgeschichte in Kleingruppen Deutsch zu vermitteln und Sprachförderung gezielt zum Gegenstand ihrer täglichen Arbeit zu machen.
Interkulturelle Bildung: Miteinander statt Nebeneinander – "frühstart“ vermittelt Erzieherinnen und Erziehern sowie Eltern und Kindern Kenntnisse über kulturelle Prägungen, fremde Kulturen sowie mit der Mehrsprachigkeit verbundene Chancen.
Elternarbeit: "frühstart“ bildet muttersprachliche Elternbegleiterinnen und Elternbegleiter aus. Diese informieren und beraten Eltern mit Migrationsgeschichte und ermöglichen ihnen so eine aktive Teilnahme am Bildungsweg ihrer Kinder.
Das Konzept gilt als so erfolgreich, dass es von Sommer 2008 an ausgeweitet werden soll. Dafür können sich nun die Kommunen, also die Stadt Frankfurt am Main, direkt bewerben. Zuvor lief die Bewerbung über die Einrichtungen (Kindergärten) selber. Fünf Kommunen mit je fünf Kindergärten werden neu aufgenommen.
Die Kosten von 1,9 Millionen Euro für die nächsten drei Jahre werden zu zwei Dritteln von der Hertie-Stiftung aufgebracht. 300.000 Euro steuert das Hessische Sozialministerium bei. Den Rest übernehmen die Gölke-Stiftung und die Türkisch-Deutsche Gesundheitsstiftung. Für die teilnehmenden Kommunen entstehen also keine Kosten!
Nebenvorlage: Anregung vom 12.02.2008, OA 583 Anregung vom 12.02.2008, OA 584 Antrag vom 29.01.2008, OF 328/7 Antrag vom 22.01.2008, OF 329/7
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 19. Dezember 2007Sie sind hierNRNR 720Interkulturelle Bildung und Förderung von Deutschkenntnissen in Frankfurter Kindergärten durch den Ausbau der .frühstart.-Angebote verstärken!STVV-Antrag · CDU
- 13. Juni 2008BB 352Interkulturelle Bildung und Förderung von Deutschkenntnissen in Frankfurter Kindergärten durch den Ausbau der „frühstart“-Angebote verstärken!Magistratsbericht
- 10. November 2008BB 701Interkulturelle Bildung und Förderung von Deutschkenntnissen in Frankfurter Kindergärten durch den Ausbau der „frühstart“-Angebote verstärken!Magistratsbericht
- 24. April 2009Antwort des Magistrats · nach 70 WochenBB 274Interkulturelle Bildung und Förderung von Deutschkenntnissen in Frankfurter Kindergärten durch den Ausbau der "frühstart"-Angebote verstärken!Magistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf10 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: Einstimmige Annahme
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und BFF
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Einzelne Angaben konnten nicht sicher zugeordnet werden. Maßgeblich ist der Originaltext.
Abstimmung: zu 1. Einstimmige Annahme zu 2. SPD, FARBECHTE und UDF bei Enthaltung CDU, FDP, BFF und REP zu 3. CDU, BFF und REP gegen FARBECHTE (= Ablehnung) bei Enthaltung SPD, FDP und UDF
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und BFF zu 2. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und BFF zu 3. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und BFF
Ganzen Sammelbeschluss anzeigen (3 Punkte, betrifft überwiegend andere Vorlagen)
1. Der Vorlage NR 720 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. 2. Die Vorlage OA 583 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. 3. Die Vorlage OA 584 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG und BFF zu 2. CDU, SPD, GRÜNE und FDP gegen LINKE., FAG und BFF (= Annahme) zu 3. CDU, SPD, GRÜNE und FDP gegen LINKE., FAG und BFF (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: REP (NR 720, OA 583 und OA 584 = Annahme) NPD (NR 720, OA 583 und OA 584 = Ablehnung) ÖkoLinX-ARL (NR 720 und OA 583 = Annahme, OA 584 = Annahme bei Streichung der Worte "und der Integration")
Ganzen Sammelbeschluss anzeigen (3 Punkte, betrifft überwiegend andere Vorlagen)
1. Der Vorlage NR 720 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. 2. Die Vorlage OA 583 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen. 3. Die Vorlage OA 584 wird dem Magistrat zur Prüfung und Berichterstattung überwiesen.
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, FAG, BFF, REP und ÖkoLinX-ARL gegen NPD (= Ablehnung) zu 2. CDU, SPD, GRÜNE und FDP gegen LINKE., FAG, BFF, REP und ÖkoLinX-ARL (= Annahme) sowie NPD (= Ablehnung) zu 3. CDU, SPD, GRÜNE und FDP gegen LINKE., FAG, BFF und REP (= Annahme) sowie NPD (= Ablehnung) und ÖkoLinX-ARL (= Annahme bei Streichung der Worte "und der Integration")