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Die Stadt Frankfurt am Main initiiert die Gründung von Bürger*innenenergiegenossenschaften (BEG) in Frankfurt

Vorlagentyp: NRGRÜNESPDFDPVolt
49 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren3 SitzungenAngenommen

Zusammenfassung

Der Antrag zielt darauf ab, die Gründung von Bürger*innenenergiegenossenschaften in Frankfurt am Main zu initiieren, um die Energie-, Wärme- und Mobilitätswende voranzutreiben. Dies soll durch die Unterstützung geeigneter Partner*innen und die Bildung eines Gründungsteams geschehen. Erwartet wird eine Stärkung der lokalen Energieerzeugung und eine höhere Bürger*innenbeteiligung.

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Thema Umwelt und Energie verfolgen

Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Die Stadt Frankfurt initiiert auf der Grundlage der Praxiserfahrungen in anderen Städten die Gründung von unabhängigen BEG zur Beschleunigung der Energie-, Wärme- und Mobilitätswende insbesondere im Stadtgebiet und in der Region Rhein-Main. Dabei ist eine Unterstützung durch die Mainova anzustreben.

Dazu wird der Magistrat beauftragt,

  1. geeignete Partner*innen zu finden und ein Gründungsteam zu bilden,
  2. mit diesen Partner*innen eine Geschäftsidee zu formulieren,
  3. die Gründungsprüfung vorzubereiten und an einen genossenschaftlichen Prüfverband heranzutreten,
  4. einen Businessplan zu erstellen,
  5. sowie eine Satzung auszuarbeiten.

Der Magistrat wird - parallel zu den Gründungsaktivitäten - beauftragt zu prüfen und zu berichten, ob eine längerfristige Form der Unterstützung seitens der Stadt, sowohl in finanzieller, organisatorischer wie auch ideeller Hinsicht, möglich und auch sinnvoll ist und inwieweit weitere Genossenschaften gegründet werden sollten. Die Stadt selbst soll jedoch keine Genossenschaftsanteile halten, sondern lediglich die Aufgabe eines beratenden Gremiums erfüllen. Hierzu soll die Stadt stadteigene Aufstellflächen auf ihr Energieerzeugungspotential untersuchen, entscheiden, welche sie selbst erschließt und welche sie für eine Nutzung durch Dritte zu welchen Bedingungen zur Verfügung stellen kann, um insofern potentiellen Genossenschaften eine verlässliche Grundlage für ihre Geschäftsaktivitäten zur Verfügung zu stellen.

Begründung

Ohne die dezentrale Erzeugung erneuerbarer Energien in den Kommunen ist die Energiewende weder in Deutschland noch in Europa zu schaffen - sie ist unabdingbar, um unabhängig vom fossilen Energiemarkt zu werden und Energieversorgung und -kosten immer stärker in lokaler bzw. regionaler Hand zu halten. Auf dem Weg zur Klimaneutralität Frankfurts bis 2030 bzw. 2035 muss deshalb auch die klimaneutrale lokale Energieerzeugung auf dem Frankfurter Stadtgebiet umfassend ausgebaut werden. Vor allem der Ausbau der Solarenergienutzung auf den Dachflächen in Frankfurt bietet ein erhebliches, bislang noch weitgehend unausgeschöpftes Potenzial für bezahlbare, klimaneutrale und lokal produzierte Energie. Darüber hinaus bestehen Potenziale zur Gewinnung von erneuerbarer Energie in lokalen oder regionalen Windparks, Photovoltaik-Freiflächenanlagen oder Biogasanlagen. Neben der Stadtverwaltung, den Stadtwerken und privaten Unternehmen aus der Energiebranche spielen BEG eine entscheidende und immer wichtiger werdende Rolle bei der Beschleunigung der lokalen und regionalen Energiewende. Das Modell der Genossenschaft ist im Energiebereich seit vielen Jahren praxiserprobt und bietet demokratisch organisiertes, solidarisches Wirtschaften mit hoher Bürger*innenbeteiligung, welche die Wirtschaftskraft in der Region hält. Der große Vorteil der BEG besteht darin, dass sie fest in der Stadt und Region verankert sind, dass sie den Bürger*innen die Möglichkeit bieten, sich finanziell am Ausbau der erneuerbaren Energien zu beteiligen, und dass die Bürger*innen dadurch finanziell vom Ausbau der erneuerbaren Energien profitieren können. Die Genossenschaftsmitglieder können sich durch den Kauf einer oder mehrerer Genossenschaftsanteile - je nach Ausgestaltung z.B. à 100 Euro - an der BEG beteiligen. BEG fördern dadurch gleichzeitig den Ausbau der Anlagen für die Gewinnung erneuerbarer Energien und die Akzeptanz dieser Anlagen in der Bürger*innenschaft. Neben der Perspektive einer zunehmend unabhängigen Energieversorgung hat das für die Stadt auch kurzfristig realisierbare finanzielle Vorteile z.B. durch günstige Stromlieferverträge und Pachteinnahmen durch die von der Genossenschaft auf städtischen Gebäuden errichteten Photovoltaikanlagen. BEG sind jedoch nicht nur auf Projekte zur Produktion erneuerbarer Energien beschränkt, wie beispielsweise die Installation von Photovoltaik-Anlagen auf städtischen oder privaten Dachflächen. In den vergangenen Monaten haben sie in stark zunehmendem Maße auch Projekte zur Unterstützung der Wärmewende oder der Mobilitätswende umgesetzt. Insbesondere im Wärmebereich erleben die Genossenschaften in jüngster Zeit einen vergleichbaren Boom.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 7. Juni 2023Sie sind hier
    NRNR 682Die Stadt Frankfurt am Main initiiert die Gründung von Bürger*innenenergiegenossenschaften (BEG) in Frankfurt
    STVV-Antrag · GRÜNE, SPD, FDP, Volt
  2. 20. Oktober 2023BB 387Die Stadt Frankfurt am Main initiiert die Gründung von Bürger:innenenergiegenossenschaften (BEG) in FrankfurtMagistratsbericht
  3. 13. Mai 2024Antwort des Magistrats · nach 49 WochenBB 180Die Stadt Frankfurt am Main initiiert die Gründung von Bürger*innenenergiegenossenschaften (BEG) in FrankfurtMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf3 Beratungen
Ausschusses für Wirtschaft, Recht und Frauen
Sitzung 19 · 04.07.2023
TO I, TOP 68
Angenommen
Der Vorlage NR 682 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDFDPLinkeVoltFRAKTIONÖkoLinX-ELF
Ablehnung:
AfDBFF-BIG
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE., Volt, FRAKTION und ÖkoLinX-ELF gegen AfD (= Ablehnung) sowie BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung)

Ausschusses für Klima- und Umweltschutz
Sitzung 19 · 06.07.2023
TO I, TOP 107
Angenommen
Der Vorlage NR 682 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDFDPLinkeVoltÖkoLinX-ELFFRAKTIONGartenpartei
Ablehnung:
AfDBFF-BIG
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE., Volt und ÖkoLinX-ELF gegen AfD (= Ablehnung) und BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION und Gartenpartei (= Annahme)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 24 · 20.07.2023
TO II, TOP 11
Angenommen
Der Vorlage NR 682 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDFDPLinkeVoltFRAKTIONÖkoLinX-ELFGartenpartei
Ablehnung:
AfDBFF-BIG
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE., Volt, FRAKTION, ÖkoLinX-ELF und Gartenpartei gegen AfD (= Ablehnung) sowie BFF-BIG (= Prüfung und Berichterstattung)

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