Zum Inhalt springenZur Navigation springenZum Fußbereich springen
Ortsbeiräte
Nachbarschaft
Abo

Wohnraum durch Aufstockung und Dachausbau schaffen

Vorlagentyp: NRCDUSPDGRÜNE
115 Wochen bis zur Antwort3 Stationen im Verfahren5 Sitzungen

Wie es hier weitergeht? Sagen wir Ihnen.

Unabhängig. Kostenlos. Die wichtigen Entscheidungen landen direkt in Ihrem Postfach.

Thema Wohnen verfolgen

Begründung

Dachausbau schaffen Vorgang: Zwischenbescheid des Magistrats vom 29.01.2019 Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird beauftragt, 1. eine Untersuchung zu erstellen, gegebenenfalls unter Verwertung von Ergebnissen aus bereits vorliegenden Gutachten, in welchen Gebieten der Stadt durch eine gegenüber der bestehenden Bebauung höhere vertikale Entwicklung, sowohl bei geplanten Ersatzbauten wie bei Aufstockungen und Dachausbauten, die größten Potenziale für die Schaffung von mehr Wohnraum bestehen; 2. auf dieser Grundlage zu prüfen, für welche dieser Gebiete die Aufstellung von neuen oder die Änderung von bestehenden Bebauungsplänen im vereinfachten Verfahren (§ 13 BauGB) oder als Bebauungsplan der Innenentwicklung (§ 13a BauGB) möglich wäre und für welche ein normales Verfahren notwendig ist; 3. der Stadtverordnetenversammlung über die Untersuchung und Prüfung gemäß 1. und 2. zu berichten und vorzuschlagen, welche Bauleitplanungen in Auftrag gegeben werden sollen; 4. mit den Untersuchungen und Prüfungen nach 1. und 2., soweit für eine Umsetzung die vorhandenen personellen Kapazitäten der Verwaltung nicht ausreichen, im Rahmen vorhandener Mittel externe Planungsbüros zu beauftragen. Begründung: Wohnraum ist in Frankfurt am Main knapp, der Wohnungsmarkt ist angespannt. Ein Schlüssel für eine Dämpfung der Mietpreisentwicklung sind mehr Wohnungen. Dafür ist neben der notwendigen Bereitstellung zusätzlichen Baulands ganz besonders die Möglichkeit einer besseren Ausnutzung des bestehenden Baulands, damit auch einer besseren Ausnutzung der bereits versiegelten Fläche, zu untersuchen. Für die jetzt in der Stadt lebenden Menschen ist die verträglichste Form der Verdichtung im Innenbereich nicht das "Zubetonieren" vorhandener Freiflächen, sondern, wo es möglich und verträglich ist, eine maßvolle Erhöhung der Bebauung. Es gibt eine Reihe von Gebieten der Stadt, in denen vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg sehr viel niedriger gebaut wurde als es für eine lebendige und attraktive Stadt (wie in den Gründerzeitvierteln des Nordends und anderswo) möglich und sinnvoll sein kann. Auch wenn baurechtlich eine höhere Bebauung ermöglicht würde, ist niemand verpflichtet, deswegen um- oder neuzubauen. Aber manche der betreffenden Bauten stehen ohnehin nach 50 oder mehr Jahren zur Sanierung an und generell sind die wirtschaftlichen Bedingungen für Bauinvestitionen günstig. In dieser Situation können baurechtliche Angebote zu einer Mobilisierung privater Initiativen führen, gerade auf Grundstücken, auf die weder die Stadt noch die Wohnungsbaugesellschaften Einfluss haben. Selbst wo an einen Ersatzbau nicht gedacht wird und nicht werden sollte, insbesondere im Interesse der jetzigen Mieter, kann erhebliches Potenzial nicht nur durch Dachausbau, sondern auch durch Aufstockung gehoben werden. Die mit diesem Antrag in Auftrag zu gebenden Maßnahmen werden zum Teil Bestandteil des noch ausstehenden und intensiv zu beratenden Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes sein. Aber weil klar ist, dass sie jedenfalls dazu gehören werden und weil sie schneller umsetzbar sein sollten als die Diskussion, Planung und Entwicklung von neuem Bauland, sollten sie jetzt vorgezogen werden. Die Priorität sollte auf den Gebieten liegen, die das zahlenmäßig größte Potenzial haben und in denen eine Änderung bestehender und Aufstellung neuer Bebauungspläne am wenigsten Zeit kostet. Dabei sollten externe Planungsbüros eingesetzt werden, wenn die bei der Verwaltung vorhandenen Kapazitäten, wie zu erwarten ist, für solche zusätzlich und kurzfristig umzusetzende Maßnahmen nicht ausreichen.

Inhalt

Antrag vom 08.10.2018, NR 669

Betreff: Wohnraum durch Aufstockung und Dachausbau schaffen Vorgang: Zwischenbescheid des Magistrats vom 29.01.2019 Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen: Der Magistrat wird beauftragt, 1. eine Untersuchung zu erstellen, gegebenenfalls unter Verwertung von Ergebnissen aus bereits vorliegenden Gutachten, in welchen Gebieten der Stadt durch eine gegenüber der bestehenden Bebauung höhere vertikale Entwicklung, sowohl bei geplanten Ersatzbauten wie bei Aufstockungen und Dachausbauten, die größten Potenziale für die Schaffung von mehr Wohnraum bestehen; 2. auf dieser Grundlage zu prüfen, für welche dieser Gebiete die Aufstellung von neuen oder die Änderung von bestehenden Bebauungsplänen im vereinfachten Verfahren (§ 13 BauGB) oder als Bebauungsplan der Innenentwicklung (§ 13a BauGB) möglich wäre und für welche ein normales Verfahren notwendig ist; 3. der Stadtverordnetenversammlung über die Untersuchung und Prüfung gemäß 1. und 2. zu berichten und vorzuschlagen, welche Bauleitplanungen in Auftrag gegeben werden sollen; 4. mit den Untersuchungen und Prüfungen nach 1. und 2., soweit für eine Umsetzung die vorhandenen personellen Kapazitäten der Verwaltung nicht ausreichen, im Rahmen vorhandener Mittel externe Planungsbüros zu beauftragen.

Begründung: Wohnraum ist in Frankfurt am Main knapp, der Wohnungsmarkt ist angespannt. Ein Schlüssel für eine Dämpfung der Mietpreisentwicklung sind mehr Wohnungen. Dafür ist neben der notwendigen Bereitstellung zusätzlichen Baulands ganz besonders die Möglichkeit einer besseren Ausnutzung des bestehenden Baulands, damit auch einer besseren Ausnutzung der bereits versiegelten Fläche, zu untersuchen. Für die jetzt in der Stadt lebenden Menschen ist die verträglichste Form der Verdichtung im Innenbereich nicht das "Zubetonieren" vorhandener Freiflächen, sondern, wo es möglich und verträglich ist, eine maßvolle Erhöhung der Bebauung. Es gibt eine Reihe von Gebieten der Stadt, in denen vor allem nach dem Zweiten Weltkrieg sehr viel niedriger gebaut wurde als es für eine lebendige und attraktive Stadt (wie in den Gründerzeitvierteln des Nordends und anderswo) möglich und sinnvoll sein kann. Auch wenn baurechtlich eine höhere Bebauung ermöglicht würde, ist niemand verpflichtet, deswegen um- oder neuzubauen. Aber manche der betreffenden Bauten stehen ohnehin nach 50 oder mehr Jahren zur Sanierung an und generell sind die wirtschaftlichen Bedingungen für Bauinvestitionen günstig. In dieser Situation können baurechtliche Angebote zu einer Mobilisierung privater Initiativen führen, gerade auf Grundstücken, auf die weder die Stadt noch die Wohnungsbaugesellschaften Einfluss haben. Selbst wo an einen Ersatzbau nicht gedacht wird und nicht werden sollte, insbesondere im Interesse der jetzigen Mieter, kann erhebliches Potenzial nicht nur durch Dachausbau, sondern auch durch Aufstockung gehoben werden. Die mit diesem Antrag in Auftrag zu gebenden Maßnahmen werden zum Teil Bestandteil des noch ausstehenden und intensiv zu beratenden Integrierten Stadtentwicklungskonzeptes sein. Aber weil klar ist, dass sie jedenfalls dazu gehören werden und weil sie schneller umsetzbar sein sollten als die Diskussion, Planung und Entwicklung von neuem Bauland, sollten sie jetzt vorgezogen werden. Die Priorität sollte auf den Gebieten liegen, die das zahlenmäßig größte Potenzial haben und in denen eine Änderung bestehender und Aufstellung neuer Bebauungspläne am wenigsten Zeit kostet. Dabei sollten externe Planungsbüros eingesetzt werden, wenn die bei der Verwaltung vorhandenen Kapazitäten, wie zu erwarten ist, für solche zusätzlich und kurzfristig umzusetzende Maßnahmen nicht ausreichen. Bericht des Magistrats vom 03.05.2019, B 161 Bericht des Magistrats vom 18.12.2020, B 684 Zuständige Ausschüsse: Ausschuss für Planung, Bau und Wohnungsbau Haupt- und Finanzausschuss Zuständige sonstige Gremien: KAV Versandpaket: 10.10.2018

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 8. Oktober 2018Sie sind hier
    NRNR 669Wohnraum durch Aufstockung und Dachausbau schaffen
    STVV-Antrag · CDU, SPD, GRÜNE
  2. 3. Mai 2019BB 161Wohnraum durch Aufstockung und Dachausbau schaffenMagistratsbericht
  3. 18. Dezember 2020Antwort des Magistrats · nach 115 WochenBB 684Wohnraum durch Aufstockung und Dachausbau schaffenMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf5 Beratungen
KAV
Sitzung 28 · 22.10.2018
TO II, TOP 6
Angenommen
Der Vorlage NR 669 wird zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Ausschusses für Planung, Bau und Wohnungsbau
Sitzung 25 · 29.10.2018
TO I, TOP 11
Angenommen
Der Vorlage NR 669 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu Ziffer 1. bis 3)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPBFFFRAKTION
Ablehnung:
AfD
Sonstige:
Frankfurter (Votum im Haupt- und Finanzausschuss)
zu Ziffer 4)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDPBFFFRAKTION
Ablehnung:
AfDLinke
Sonstige:
Frankfurter (Votum im Haupt- und Finanzausschuss)
Abstimmung im Original

Abstimmung: Ziffern 1. bis 3.: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, BFF und FRAKTION gegen AfD (= Prüfung und Berichterstattung); FRANKFURTER (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss) Ziffer 4.: CDU, SPD, GRÜNE, FDP, BFF und FRAKTION gegen AfD (= Prüfung und Berichterstattung) und LINKE. (= Ablehnung); FRANKFURTER (= Votum im Haupt- und Finanzausschuss)

Haupt- und Finanzausschusses
Sitzung 26 · 06.11.2018
TO I, TOP 26
Angenommen
Der Vorlage NR 669 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
ÖkoLinX-ARL
zu Ziffer 1. bis 3)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPBFFFRAKTIONFrankfurter
Ablehnung:
AfD
zu Ziffer 4)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDPBFFFRAKTIONFrankfurter
Ablehnung:
AfDLinke
Abstimmung im Original

Abstimmung: Ziffern 1. bis 3.: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER gegen AfD (= Prüfung und Berichterstattung) Ziffer 4.: CDU, SPD, GRÜNE, FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER gegen AfD (= Prüfung und Berichterstattung) und LINKE. (= Ablehnung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: ÖkoLinX-ARL (= Annahme mit der Maßgabe, dass bei Ziffer 1. vor dem Wort "bestehen" die Worte "unter Berücksichtigung ökologischer und sozialer Anforderungen" eingefügt werden)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 28 · 08.11.2018
TO II, TOP 19
Angenommen
Der Vorlage NR 669 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu Ziffer 1)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPBFFFRAKTIONFrankfurter
Ablehnung:
AfDÖkoLinX-ARL
zu Ziffer 2. und 3)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneLinkeFDPBFFFRAKTIONFrankfurterÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
AfD
zu Ziffer 4)
Zustimmung:
CDUSPDGrüneFDPBFFFRAKTIONFrankfurterÖkoLinX-ARL
Ablehnung:
AfDLinke
Abstimmung im Original

Abstimmung: Ziffer 1.: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER gegen AfD (= Prüfung und Berichterstattung) und ÖkoLinX-ARL (= Annahme mit der Maßgabe, dass vor dem Wort "bestehen" die Worte "unter Berücksichtigung ökologischer und sozialer Anforderungen" eingefügt werden) Ziffern 2. und 3.: CDU, SPD, GRÜNE, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION, FRANKFURTER und ÖkoLinX-ARL gegen AfD (= Prüfung und Berichterstattung) Ziffer 4.: CDU, SPD, GRÜNE, FDP, BFF, FRAKTION, FRANKFURTER und ÖkoLinX-ARL gegen AfD (= Prüfung und Berichterstattung) und LINKE. (= Ablehnung)

Ausschusses für Planung, Bau und Wohnungsbau
Sitzung 29 · 25.03.2019
TO I, TOP 6
Beraten
nicht auf TO Der Magistrat wird aufgefordert, den Bericht zur Vorlage NR 669 spätestens in einem Monat vorzulegen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
CDUSPDGrüneAfDLinkeFDPBFFFRAKTIONFrankfurter
Abstimmung im Original

Abstimmung: CDU, SPD, GRÜNE, AfD, LINKE., FDP, BFF, FRAKTION und FRANKFURTER

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung
Alle verknüpften Vorlagen