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Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessern

Vorlagentyp: NRGRÜNESPDFDPVolt
102 Wochen bis zur Antwort4 Stationen im Verfahren3 Sitzungen

Zusammenfassung

Der Antrag zielt darauf ab, die Arbeitsbedingungen in der Pflege durch einen mehrjährigen Modellversuch zur 4-Tage-Woche zu verbessern. Dies soll dazu beitragen, die Zufriedenheit und Lebensqualität der Pflegekräfte zu erhöhen und die Pflegequalität zu sichern. Die Umsetzung erfordert Investitionen, die sich langfristig durch geringere Krankheitszeiten und eine niedrigere Fluktuation auszahlen könnten.

Dies ist eine KI-generierte Zusammenfassung. Diese kann Fehler beinhalten.

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Thema Gesundheit und Soziales verfolgen

Antrag

Die Stadtverordnetenversammlung möge beschließen:

Der Magistrat wird gebeten, zu prüfen und zu berichten:

(1) Welche Rahmenbedingungen es braucht, um einen mehrjährigen Modellversuch zur 4-Tage-Woche (32 Stunden), bei gleichbleibendem Gehalt in einem Frankfurter Pflegeheim durchzuführen und welche zusätzlichen Kosten in welcher Höhe für das Pflegeheim und seine Bewohner*innen während des Modellversuchs entstehen würden.

(2) Welche Einrichtung oder Abteilung dafür besonders geeignet wäre.

(3) Welche Mitfinanzierung durch Dritte während des Modellversuchs und auch darüber hinaus erreicht werden könnte, um die erhöhten Personalkosten zu refinanzieren. Wie und durch wen die notwendigen personellen und arbeitsorganisatorischen und ggf. arbeitsrechtlichen Veränderungen umgesetzt werden können.

(4) Wie der über mehrere Jahre laufende Modelversuch wissenschaftlich begleitet werden kann (idealerweise durch eine Universität oder Institution in Frankfurt), um zu erfahren, wie sich die Zufriedenheit, Gesundheit, Lebensqualität und Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter*innen durch die Einführung der 4-Tage-Woche (32 Stunden Woche) verändern, welche Auswirkungen der Modellversuch auf die Wirtschaftlichkeit und die Pflegequalität der Einrichtung haben und wie sich auch die Zufriedenheit und das Wohlbefinden der Heimbewohner*innen verändern.

Begründung

Die demografische Entwicklung führt zu einer älterwerdenden Gesellschafft und zu potentiell mehr Menschen, die im Alter pflegebedürftig werden. Die Zahl der Pflegekräfte steigt jedoch nicht im gleichen Maße an - vielmehr fehlt immer mehr Personal in der Altenpflege, sowohl in Einrichtungen als auch in ambulanten Diensten u.a. aufgrund eines Generationswechsels im Pflegeberuf. Es müssen deshalb dringend neue Wege gefunden werden, um die Pfleger*innen zu entlasten und ihrer Arbeit die Wertschätzung entgegen zu bringen, die sie verdient, damit auch in Zukunft die Bereitschaft besteht diesen wichtigen Beruf zu ergreifen. Als besonders dringend sehen wir eine Entlastung in anspruchsvollen Versorgungsformen, wie der Pflege von psychisch erkranken Menschen oder suchterkrankten Menschen an. Die schwierigen Arbeitsbedingungen schrecken viele Mitarbeitende davon ab, sich langfristig für eine Tätigkeit in der Pflege, insbesondere in diesen Bereichen, zu entscheiden. Aber gerade dort braucht es gut ausgebildete und engagierte Kräfte. Hier könnte eine 4-Tage-Woche bei vollem Lohnausgleich einen geeigneten Wettbewerbsvorteil gegenüber anderen Einsatzorten bieten. Die Möglichkeit, Pflegekräfte so zu gewinnen und zu halten, ist eine große Chance, welche in anderen Berufsfeldern bereits positiv bewertet wurde. Ob dies auch im Bereich der Pflege ermöglicht werden kann und effektiv wäre, ist in Deutschland noch nicht untersucht. Zu Beginn benötigt die Umsetzung Investitionen in eine bessere Personalausstattung, deutlich über die bisher refinanzierten Personalschlüssel hinaus. Mittelfristig könnten sich diese Investitionen durch verringerte Krankzeiten und eine niedrige Personalfluktuation bezahlt machen. Um dies zu untersuchen, will die Koalition ein Modellprojekt auf den Weg bringen.

Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen

Verfahrensverlauf

Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.

  1. 9. Mai 2023Sie sind hier
    NRNR 654Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessern
    STVV-Antrag · GRÜNE, SPD, FDP, Volt
  2. 26. Januar 2024BB 40Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessernMagistratsbericht
  3. 18. November 2024BB 420Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessernMagistratsbericht
  4. 22. April 2025Antwort des Magistrats · nach 102 WochenBB 151Arbeitsbedingungen in der Pflege verbessernMagistratsbericht

Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.

Was bedeutet diese Vorlage?

NRAntrag in der Stadtverordnetenversammlung

Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.

  1. 1Fraktion bringt Antrag ein
  2. 2Ausschüsse beraten & empfehlen
  3. 3Plenum beschließt
Wie Frankfurter Lokalpolitik funktioniert
Beratungsverlauf3 Beratungen
Ausschusses für Soziales und Gesundheit
Sitzung 18 · 06.06.2023
TO I, TOP 10
Angenommen
Der Vorlage NR 654 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneSPDFDPLinkeAfDVoltBFF-BIGFRAKTIONGartenpartei
Ablehnung:
CDU
Sonstige:
ÖkoLinX-ELF (Prüfung und Berichterstattung)
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, SPD, FDP, LINKE., AfD, Volt und BFF-BIG gegen CDU (= Prüfung und Berichterstattung) Sonstige Voten/Protokollerklärung: FRAKTION und Gartenpartei (= Annahme) ÖkoLinX-ELF (= Prüfung und Berichterstattung)

Stadtverordnetenversammlung
Sitzung 23 · 22.06.2023
TO I, TOP 7
Angenommen
a) Der Vorlage NR 654 wird in der vorgelegten Fassung zugestimmt. b) Die Wortmeldungen der Stadtverordneten Momsen, Meyer, Pürsün, Wollkopf, David, Christann, Schenk, Yildiz und Schwichtenberg dienen zur Kenntnis.

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

zu a)
Zustimmung:
GrüneSPDFDPLinkeAfDVoltFRAKTIONBFF-BIGGartenpartei
Ablehnung:
CDUÖkoLinX-ELF
Abstimmung im Original

Abstimmung: zu a) GRÜNE, SPD, FDP, LINKE., AfD, Volt, FRAKTION, BFF-BIG und Gartenpartei gegen CDU und ÖkoLinX-ELF (= Prüfung und Berichterstattung)

Ausschusses für Soziales und Gesundheit
Sitzung 21 · 12.10.2023
TO I, TOP 4
Beraten
nicht auf TO Der Magistrat wird aufgefordert, den Bericht zur Vorlage NR 654 spätestens in drei Monaten vorzulegen. (Ermächtigung gemäß § 12 GOS)

Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.

Zustimmung:
GrüneCDUSPDFDPLinkeAfDVolt
Abstimmung im Original

Abstimmung: GRÜNE, CDU, SPD, FDP, LINKE., AfD und Volt

Mitdiskutieren

Ortsbeiratssitzung
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