Potenzial für Dach- und Fassadenbegrünungen in Kombination mit Fotovoltaik/Solarthermie ermitteln
Zusammenfassung
Der Antrag fordert die Erstellung eines Katasters aller städtischen Gebäude, um deren Eignung für Dach- und Fassadenbegrünungen sowie Photovoltaikanlagen zu prüfen. Dies soll zur Reduzierung von CO2-Emissionen und zur Verbesserung des Stadtklimas beitragen. Die Maßnahmen sollen priorisiert und zeitlich geplant werden.
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Thema Wohnen verfolgenAntrag
Die Stadtverordnetenversammlung wolle beschließen: Der Magistrat wird gebeten, ein Kataster aller Gebäude zu erstellen, die sich im Besitz der Stadt befinden, um zu prüfen, welche dieser Gebäude sich für Dach- und Fassadenbegrünungen in Kombination oder auch getrennt davon mit Photovoltaikanlagen / Solarthermischen Anlagen eignen. Dabei sind jeweils der Aufwand und die Kosten im Verhältnis zum möglichen Ertrag auszuweisen und hiernach eine Prioritätenliste zu erstellen, wo solche Maßnahmen für den geringsten Aufwand am schnellsten zu den größten Ergebnissen führen. Sodann sind Meilensteine zu erstellen, wann die so priorisierten Maßnahmen umgesetzt werden können.
Begründung
Vor dem Hintergrund des rasant voranschreitenden Klimawandels mit seinen z.T. verheerenden Folgen, müssen CO2-Emissionen reduziert werden und konkrete Maßnahmen gegen die Erwärmung und zum Regenwasserrückhalt in der Stadt durchgeführt werden. Bepflanzte Dächer heizen sich im Sommer deutlich weniger auf und helfen so, die hochsommerliche Überwärmung in der Stadt zu reduzieren. Sie speichern aber auch Wasser und helfen insbesondere bei Starkregen das Ausmaß der Schäden durch überschwemmte Straßen, Keller und Gehwege zu verringern. Begrünungsmaßnahmen bringen aber nicht nur klimatische Vorteile, sie rechnen sich auch in Bezug auf die Einsparungen beim Heiz- und Kühlbedarf und schonen bei fachgerechter Ausführung die Gebäudesubstanz. Sie sind somit eine insgesamt gute Investition in die Zukunft. Gleiches gilt für die Erzeugung von Solarstrom und Solarthermie. Diese kann alternativ oder besonders effektiv auch in Kombination zu Dachbegrünungen (bei PV-Anlagen) helfen, die CO2-Emissionen der Stadt und somit eine der Hauptursachen des Klimawandels zu reduzieren. Die Stadt fördert mit ihrem Programm "Frankfurt frischt auf" bereits Begrünungsmaßnahmen auf privaten Grundstücken und an Gebäuden. Sie muss aber auch in Ihrer Vorbildfunktionen die eigenen Liegenschaften ins Auge fassen. Hier bieten zum Beispiel die Betriebshöfe der VGF sowie Sporthallen, Schulen und Dienstgebäude aller Dezernate ein erhebliches Potential für Dach- oder Fassadenbegrünungen, auch, wo dies möglich ist, in Kombination mit Photovoltaik oder Solarthermischen Anlagen. Hierbei sollte sie die low hanging fruits ernten und die Maßnahmen zunächst realisieren, die den größten Ertrag versprechen. Hierfür ist eine Prioritätenliste zu erstellen und Meilensteine aufzustellen, bis wann diese abgearbeitet sein soll.
Quelle: Originaldokument in PARLIS ansehen
Verfahrensverlauf
Vom Antrag bis zur Antwort — jeder Schritt anklickbar.
- 4. November 2021Sie sind hierNRNR 156Potenzial für Dach- und Fassadenbegrünungen in Kombination mit Fotovoltaik/Solarthermie ermittelnSTVV-Antrag · GRÜNE, SPD, FDP, Volt
- 20. Februar 2023BB 92Potenzial für Dach- und Fassadenbegrünungen in Kombination mit Fotovoltaik/Solarthermie ermittelnMagistratsbericht
- 8. Dezember 2023BB 459Potenzial für Dach- und Fassadenbegrünungen in Kombination mit Photovoltaik/Solarthermie ermittelnMagistratsbericht
- 26. April 2024BB 161Potenzial für Dach- und Fassadenbegrünungen in Kombination mit Photovoltaik/Solarthermie ermittelnMagistratsbericht
- 7. Oktober 2024BB 378Potenzial für Dach- und Fassadenbegrünungen in Kombination mit Photovoltaik/Solarthermie ermittelnMagistratsbericht
- 13. Januar 2025BB 17Potenzial für Dach- und Fassadenbegrünungen in Kombination mit Photovoltaik/Solarthermie ermittelnMagistratsbericht
- 26. September 2025Antwort des Magistrats · nach 203 WochenBB 380Potenzial für Dach- und Fassadenbegrünungen in Kombination mit Photovoltaik/Solarthermie ermittelnMagistratsbericht
Wie wir den Verfahrensweg aus den PARLIS-Daten rekonstruieren:im Blog erklärt.
Was bedeutet diese Vorlage?
Ein Vorschlag für eine Entscheidung der Stadtverordnetenversammlung. Er wird in den Fraktionen vorbereitet, in Ausschüssen vorberaten und im Plenum beschlossen — oder zur Prüfung an den Magistrat überwiesen.
- 1Fraktion bringt Antrag ein
- 2Ausschüsse beraten & empfehlen
- 3Plenum beschließt
Beratungsverlauf3 Beratungen
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU und BFF-BIG (= Annahme im Rahmen NR 181) zu 2. GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION (= Annahme); LINKE. (= Votum im Ausschuss für Planen, Wohnen und Städtebau) Sonstige Voten/Protokollerklärung: AfD (NR 156 = Annahme, NR 181 = Votum im Ausschuss für Planen, Wohnen und Städtebau)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF und FRAKTION gegen CDU und BFF-BIG (= Annahme im Rahmen NR 181) zu 2. GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, LINKE., AfD, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG und FRAKTION (= Annahme) Sonstige Voten/Protokollerklärung: Gartenpartei (NR 156 und NR 181 = Annahme)
Stimmen beziehen sich auf den jeweiligen Beschluss.
Abstimmung im Original
Abstimmung: zu 1. GRÜNE, SPD, LINKE., FDP, AfD, Volt, ÖkoLinX-ELF, FRAKTION und Gartenpartei gegen CDU und BFF-BIG (= Annahme im Rahmen NR 181) zu 2. GRÜNE, SPD, FDP und Volt gegen CDU, LINKE., AfD, ÖkoLinX-ELF, BFF-BIG, FRAKTION und Gartenpartei (= Annahme)